Dierk Schaefers Blog

Es ist wirklich ein Kreuz mit den naiven missionierenden Atheisten,

Posted in kirchen, Theologie, Uncategorized, Weltanschauung by dierkschaefer on 6. Oktober 2016

und mit den naiven bibelblinden Christen ebenso.

http://www.diesseits.ch/der-trugschluss-des-atheismus/

10 Antworten

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  1. Werner Boesen said, on 6. Oktober 2016 at 15:22

    Missionieren tut jeder auf seine Art und der Glaube gehört zum Menschsein dazu. Auch Atheisten können nicht alles wissen und müssen den Rest glauben. Schon der Volksmund weiß: Der Glaube versetzt Berge! Kaum ein Mensch wird sich diese Chance entgehen lassen. Sehr bedeutsam wird dies wenn ich einen geliebten Menschen zu früh verliere und als Kind mir die Erinnerung im Gedächtnis bleibt zur Lebensgestaltung. Da ist es naheliegend, über ein überirdisches Konstrukt nachzudenken. Mir hat in meiner Kindheit das Christentum viele Impulse geliefert und störte mich an einer Doktrin, vermittelt in einem katholischen Waisenhaus: „der Katholizismus ist die einzig wahre Religion, alles andere sind Heiden“. Schon als Achtjähriger war mir der Unsinn dieser Doktrin klar, nur mußte ich meine Erzieher im Glauben lassen, die Aussage wäre korrekt. Es ist nur einer der Sätze, die andere Religionen auch für sich beanspruchen.
    Entscheidend ist welchen Sinn sehen ich und Du im Leben und Tod. Es stellt sich die Frage: Wer bin ich und wer bist du? Näheres dazu in meinem gleichnamigen Buch.

  2. ekronschnabel said, on 7. Oktober 2016 at 09:36

    Drehen wir das Ding doch mal um und fragen nach demTrugschluss des Glaubens, so wie ihn uns die Autorin verkaufen will. Und schon kommt dann der Knüppel, mit dem die Gottesfürchtigen die Atheisten erschlagen, wenn sie die Gelegenheit dazu finden. Dierk Schäfer sagt richtigerweise,dass die bibelblinden Moralinzerstäuber
    ebenso nerven wie die Atheisten. Ja, ich nerve, weil mich die Heilsbringer nicht nur tierisch nervten, sondern mir
    und abertausenden Opfern ihrer Verlogenheit gewaltige körperliche und seelische Schäden zufügten.

    Fazit: Lebt eueren Glauben im Kämmerlein, nervt nicht mit eueren Missionierungen, nutzt euere Kanzeln zur
    Verlesung der Wochenmarktpreise und hört endlich auf, euere unverschämt dreiste und verlogene Moral zu verspritzen. Das Gegenteil davon haben die Gottesfreunde immer wieder bewiesen, beweisen es auch jetzt
    immer noch, ich nenne nur die Heimkinderskandale. Und die gab und gibt es auch bei den Eidgenossen, deren
    Moralapostel ganz weltlich den Sex mit Kindern genossen!

    Ist zu pauschal? Hat seine Gründe, die ich an die Scheinheiligkeit der Heilsbringer zu binden lernte.DIE zeigen
    allen Kirchenopfern, wie Pauschalität vorgelebt wird.

    • Werner Boesen said, on 7. Oktober 2016 at 20:10

      @ekronschnabel:
      Der Glaube an sich kann kein Trugschluss sein, denn er gehört zum Menschsein dazu. Der Trugschluss liefert die Religion, die den Glauben für sich im Sinne des Glaubens an Gott verwendet. Als Heimkind lernte ich diese Hirngespinste der Erwachsenenwelt kennen und sie wurden als Erziehungsmittel eingesetzt. Nachdem ich durch die Beichte lernte, dass mir meine Sünden vergeben wurden, wurde mir klar, dass den Sünden der Erwachsenen Tür und Tor geöffnet ist. Der Begriff Scheinheiligkeit ist zu gelinde ausgedrückt, denn das Wortteil „heilig“ ist deplaziert.

    • dierkschaefer said, on 7. Oktober 2016 at 22:14

      Heftigster Widerspruch, lieber Herr Kronschnabel. „Lebt eueren Glauben im Kämmerlein“ hat nichts mit Christentum zu tun. Auch nicht die Beschränkung auf rein kultische Handlungen. Darauf wollen Diktaturen jeglicher Provenienz die Rolle von Religionen und ihren Gläubigen reduzieren. Wenn sich die Kirchenführer, das gilt auch für andere Glaubensgemeinschaften, nicht gemein machen mit den Mächtigen, werden sie unbequem – und das ist ihre Aufgabe, die sie nicht verraten dürfen. Der Platz des Christen ist in dieser Welt und für diese Welt. Er soll sie ernst nehmen und versuchen, sie besser zu machen, als sie ist. Dabei gibt es Irrtümer und Irrwege. Das muss man ehemaligen Heimkindern nicht sagen; nicht nur Irrtümer, sondern auch Verbrechen und den Vertuschungsbetrug. Ein Versagen bis in die heutige Zeit. Auf der anderen Seite, dies soll keine Aufrechnung sein, sehen wir das selbstlose Eintreten für Flüchtlinge gleich welchen Glaubens, die Ablehung von Hass und Fremdenfeindlichkeit. Das ist nichts für’s stille Kämmerlein, sondern Einmischung in die Politik. https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/29547783123/in/dateposted-public/
      Gott mehr gehorchen als den Menschen ist die Wurzel der Gewaltenteilung, eine Einladung zum Widerstand – funktionierte leider auch zum Missbrauch.
      Die Kirchen haben nicht genug von solchen Leuten (gehabt). https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen

      • Werner Boesen said, on 8. Oktober 2016 at 15:04

        „Selbstloses Eintreten ….“ ist dem Menschen nicht möglich und größte Selbsttäuschung. Der Mensch ist ein interessegeleitetes Wesen, agiert rational und irrational, ist gut und böse gleichermaßen, widersprüchlich, weiß zuweilen selbst nicht warum, denn es obliegt alles menschlicher Bewertung. Mit dem Hinweis auf selbstloses Eintreten spart sich ein Mensch seine Erklärungen und geht schlichtweg davon aus, dass sein Handeln im Gemeininteresse ist. Auch dies ist ein klarer Trugschluss. Schon Jesus Christus führte aus: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12), d.h. Christus gab die klare Botschaft, dass nur der nicht in der Finsternis wandelt, der ihm nachfolgt. Und dies erwarten wir als Christen von jedem unserer Mitmenschen, unabhängig davon woher sie kommen. Nur hat die Missionierung dort ihre Grenzen, wo der Mitmensch für einen anderen Propheten selbst diesen Anspruch erhebt. Dies muss ich erst erkennen, doch dann kann es bereits zu spät sein. Also wehren wir uns der Anfänge und schaffen gleich klare Verhältnisse wie Jesus Christus selbst auch an anderer Stelle klar aussagte. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 28,20).
        Die Bundesrepublik Deutschland postuliert Religionsfreiheit. Warum sich dann auf das Christentum berufen? Plötzlich wird dann eine Kultur daraus, es gehört zu uns. Ist also nicht so einfach mit der Trennung von Staat und Religion. Unser Grundgesetz liefert eine Richtschnur mit klaren Rechtsnormen, doch die Religionen kümmert manches wenig oder gar nicht. Manche Religionen tragen sogar die Staatsordnung in sich und viele Länder leben danach. Selbstlos ist dabei nichts, auch kein Prophet.

      • ekronschnabel said, on 9. Oktober 2016 at 19:25

        „Gott mehr gehorchen als den Menschen ist die Wurzel der Gewaltenteilung, eine Einladung zum Widerstand –
        funktionierte auch zum Missbrauch“.
        Die Wurzel der Gewaltenteilung liegt für mich in unserer Verfassung, nicht im Gehorsam irgend einem Gott gegenüber. Legislative, Judikative, Exekutive – und die Kirchen besaßen und besitzen die Unverschämtheit, die Rechte aller Gewalten für sich zu beanspruchen, sie besitzen sogar die Frechheit, eigenes Kirchenrecht
        auszuüben, das total gegen die demokratische Gewaltenteilung verstößt. mit dieser Rechtemissachtung agieren Kirchen heute noch, selbst dem eigenen Personal gegenüber.
        Was einzelne Pfarrer und Gläubige an positiven Dingen tun, erkenne sogar ich an. Auf keinen Nenner kommen wir jedoch, was die nicht nachweisbare Existenz eines Gottes angeht. Erklären Sie mir doch mal,
        warum Ureinwohner Afrikas als Heiden bezeichnet und drangsaliert wurden, als die verkommenen Kirchen
        Europas dort einritten und mordend missionierten. Die Ureinwohner gehorchten doch nur ihrem Gott…und nicht dem Gott der mordenden Christen! Und dafür wurden sie geschlachtet.
        Danke, solchen Gott will ich nicht als Herrn haben, ich war stets selbständig, nehme keine Order entgegen…

      • dierkschaefer said, on 10. Oktober 2016 at 22:54

        Das ist unter Ihrem Niveau, lieber Herr Kronschnabel. Sie weichen aus. Dass die Formel „Gott mehr gehorchen als den Menschen“ fehlgehen kann, sehen wir aktuell bei den Islamisten – was die Vergangenheit der Christen nicht auslöscht. Doch die Gewaltenteilung ist älter als unser Grundgesetz, älter als die Demokratie. Lesen Sie beispielsweise im zweiten Buch Samuel die Kapitel 11 und 12. Oder schauen Sie sich die „Fürstenspiegel“ an [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenspiegel ]. Die gewachsene Auffassung von Gewaltenteilung ist differenzierter, geht von der Entwicklung des demokratischen Staates aus und ist immer vom Schutzgedanken der Bürger vor dem Staat bestimmt. Diesen Schutzauftrag hat die Kirche in der Regel nicht wahrgenommen. Das spricht aber nicht gegen Auftrag, wie ihm Nathan nachgekommen ist. Übrigens ist es eine tolle Sache, wie die Sünde Davids trotz seiner Herrschaft in die Bibel kam – die alttestamentlichen Schriften entstanden etwa zu seiner Zeit.
        Die Frage nach dem Gottesbeweis wird immer wieder gestellt, ist aber inzwischen reichlich abgeschmackt – auch philosophisch. Ich bin darauf eingegangen in meinem Blog-Artikel https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/02/22/%c2%bb-religion-wird-nach-der-konzeption-unserer-verfassung-als-prinzipiell-positive-mogliche-ressource-angesehen-%c2%ab/ im Kommentarteil, zweite Antwort auf Frau Tkocz. Wozu schreibe ich mir die Finger wund, wenn Sie nicht lesen?
        Die Redensart von Gott als Herrn ist immer noch nicht ausgestorben und viele „Kinder Gottes“ wollen einfach nicht mündig werden. Doch welche Order, der Sie nicht nachkommen wollen, hat Ihnen Gott, den Sie für nicht existent halten, gegeben?

  3. ekronschnabel said, on 11. Oktober 2016 at 12:38

    @dierkschaefer

    „Wozu schreibe ich mir die Finger wund, wenn Sie nicht lesen?“ fragen Sie. Weil ich 2011 noch nichts von Ihrem Blog wusste, lieber Herr Pastor.

    Soso, die Frage nach dem Gottesbeweis ist inzwischen reichlich abgeschmackt – stellen Sie fest. Wer was anbietet muss belegen können. Geschieht sowas im Handel und ich bleibe das Vorzeigen der Ware schuldig, kommt der Onkel vom Verbraucherschutz, droht mit dem Onkel Staatsgewalt wegen Verdacht auf versuchten
    Betrug. Ich komme von der Küste, Ebbe und Flut ist auch Ihnen ein Begriff. Wenn ich Ihnen als Binnenländer
    bei Ebbe einen Bauplatz im Watt andrehe, dann ist das ehrlicher wie die Behauptung, dass es einen Gott gibt.
    Den von mir bei Ebbe verhökerten Bauplatz können Sie wenigstens bei Ebbe sehen und begehen. Was mir die
    Kirchen als Gott verkaufen wollen, ist nur virtuell. Und dafür soll man auch noch bei den Firmen bezahlen, die
    eine Ware anpreisen und verkaufen, die sie nicht vorzeigen können!? DAS nenne ich abgeschmackt. Natürlich
    würde auch ich dieses Vertriebskonzept verteidigen, wenn ich davon (nicht schlecht) leben würde.

    „Doch welche Order, der Sie nicht nachkommen wollen, hat Ihnen Gott, den Sie für nicht existent halten, gegeben?“ fragen Sie mich. Komische Frage an einen Ungläubigen.

    Mir gibt kein Gott eine Order, ich verkehre nicht in den von seinen Handelsvertretern für den Vertrieb gebauten Häusern. In solch eine Vertriebsstelle zwangen mich die Diakonie-Schergen sonntags hinein, sogar mit handfesten Schlägen, vermutlich hatten die den Auftrag dazu von einem Gott. Nehmen Sie’s mir (und anderen
    Kirchenopfern) nicht übel, wenn wir die Holding des Märchenverkäuferkonzerns meiden, denn wenn es diesen
    mächtigen Gott gäbe, frage ich den, was für eine kriminelle Saubande er da unter Vertrag hat! Komisch, die kleinen unmündigen Gläubigen bedroht man mit Gottes Strafe. Die ganovenhaften Reichsverweser in Kirche und deren Syndikatskioske wie Diakonie und Caritas fürchten ihren Gott keineswegs, das beweisen deren Verbrechen. Warum ist das so? Weil die Geschäfts- und Abteilungsleiter wissen, dass sie von keinem Gott zur Verantwortung gezogen werden können. Ein einseitig funktionierendes System zu wessen Nutzen? GENAU, lieber Herr Schäfer…

    Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Von cleveren, machtgeilen Menschen, die wussten, wie man Woodoo einsetzen kann. Angst macht gefügig! Der Gegner wird verteufelt, nimmt der doch Macht und Geld weg. Funktioniert bis heute bei jeder Firma, die mit Glauben handelt. Ist so lukrativ, dass man auch heute noch Tempel für abermillionen Euro hinstellt, wie die Katholiken jüngst hier in Leibzsch, wie der Sachse Leipzig nennt. Auf der Welt verhungern Menschen reihenweise und die Glaubensverkäufer bauen lustig ihre Verkaufsstellen für irre Summen! Da drin sitzen sonntags ein paar unmündige Gestalten, finanzieren die idiotischen Prachtbauten, in denen sie gezielt verdummt werden. Der Weltkirchentag wird von den Steuerzahlern mitfinanziert! Was geht mich dieser Jahrmarkt der Heilsbringer an, wieso muss ich das mitfinanzieren? Die Gauleiter – Bischöfe genannt – werden
    komplett vom Staat bezahlt!!! Vonwegen Trennung von Staat und Kirche! Mafiosis unter sich, die Vollmer ist
    ein sehr guter Beweis dafür.

    Ich verstehe es doch, dass Typen wie ich auf der Liste stehen und verbrannt werden, wenn die Kirchen wieder
    zu alter Macht erstarkt sein sollten. Das Dämonische schlummert in den Lenkern der Glaubenskonzerne nur.
    Kleine Beweise dafür zeigte uns das Komödienstadl RTH, mit Frau Antje als Chef-Käseverkäuferin. Die Vollmer
    glaubte nicht nur, die WUSSTE genau, WAS von ihr erwartet wurde. Und sie enttäuschte ihre Auftraggeber nicht.
    Mir geht’s wie der Vollmer: ich glaube nicht, ich weiss, dass ich nichts „kaufe“, was man mir nicht vorzeigen kann. Mit den Visionen halte ich es wie Altkanzler Schmidt.

    • dierkschaefer said, on 13. Oktober 2016 at 14:24

      „Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Von cleveren, machtgeilen Menschen, die wussten, wie man Woodoo einsetzen kann. Angst macht gefügig!“ Zunächst Teil 1: Es war nie bestritten worden, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde. Steht ja zum Teil sogar drüber: Matthäus, Markus etc. Die theologische Wissenschaft hat akribisch herausgefunden, dass manche dieser Überschriften nicht stimmen, so bei einigen „Paulus“-Briefen. Sie hat die Schriften zerlegt, um die Entwicklung der jeweiligen Texte bis zu ihrer Kanonisierung = Anerkennung zu verfolgen. Teil 2: Ob die Autoren alle clever waren, weiß ich nicht. Aber machtgeil und woodooerfahren, das müssten sie mir schon nachweisen. Dass der fertige Bibeltext vielfach missbraucht wurde, das geht aus der Kirchengeschichte hervor, nicht nur aus der von Herrn Deschner – den ich sehr schätze. Immerhin galt die Bibel als so brisant, dass die Gläubigen von ihrer Urfassung ferngehalten wurden – das hat sich im Grunde erst mit der Reformation geändert. ich hatte Ihnen zwei Kapitel aus dem 2. Buch Samuel empfohlen. Die passen nicht zu Ihren pauschalen Vorurteilen. Also lieber Augen zu und weiterschimpfen?
      Doch nun Ihr Hauptvorwurf: Der Gottesbeweis. Es wäre abgeschmackt, wenn ich nun von Ihnen den Gegenbeweis fordern würde. Haben Sie bei https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/02/22/%c2%bb-religion-wird-nach-der-konzeption-unserer-verfassung-als-prinzipiell-positive-mogliche-ressource-angesehen-%c2%ab/ im Kommentarteil meine zweite Antwort auf Frau Tkocz nachgelesen? Sie vertreten einen ausgesprochen platten Monismus: Es gibt nur Materie, alles andere ist fauler Zauber, ist Betrug. Für Sie gibt es offenbar keine Literatur, keine Lyrik, Filme kann man zwar sehen, sind aber nur die Vorspiegelung von eingebildeten Zusammenhängen, alles nur Illusionstheater. Dass Ideen ihre Geschichte haben, oft mit greifbaren Auswirkungen, akzeptieren Sie nur als den Zusammenhang von Religion und Ihren schmerzhaften Erfahrungen. Sie wollen einfach nicht sehen, dass Religion und Christentum im Lauf der Geschichte auch eine befreiende Wirkung gehabt haben. Hier gibt es aber nichts aufzurechnen – nur den Wunsch: Guck doch genau hin, die Realität ist vielfältiger als Deine Erfahrungen.
      Ach ja, das Thomas-Theorem haben Sie bestimmt auch von sich ferngehalten. https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas-Theorem . Der Glaube hat schon manchen Berg versetzt.

  4. Werner Boesen said, on 13. Oktober 2016 at 19:21

    Menschen versuchten sich schon immer die Welt zu erklären. Was nicht erklärbar war, wurde überirdischen Wesen zugeordnet. Damit manche Herrschenden den Überblick für ihr Volk behalten schufen sich einige Kulturen ein einziges Wesen namens Gott. Doch Gott allein reichte nicht, daneben existiert der Teufel, das Böse. Gott wurde nun benötigt, das Böse durch das Gute bekämpfen zu können. Beides unterliegt menschlicher Bewertungen, so dass Gutes und Böses oft nicht voneinander trennbar ist und gleichermaßen wirkt. Die Herrschenden berufen sich stets auf das Gute, halten die Türklinke zum Teufelsreich und öffnen sie jenen, die die Herrschenden nicht anerkennen oder auch nur einmal einer Kritik unterziehen. Mit den Herrschenden sind die Missionierenden im Bunde, jedoch nur solange, wie sie missionieren können. Wird die Mission als nicht gelungen betrachtet, werden neue Missionierende gesucht. Kinder sind dabei willkommene Subjekte. Hier zeigte sich in der Heimkinderziehung der 1950er und 1960er Jahre das Religion und Christentum nicht getrennt wurden und für ein Heimkind keinerlei befreiende Wirkung sichtbar wurde. Das Christentum wurde als Doktrin vermittelt. Die Wissenschaft lieferte eine Persiflage dazu mit Bruno Bettelheims Erkenntnis „Liebe allein genügt nicht“. Doch es tat mir gut zu erkennen, dass die Realität vielfältiger ist als meine Erfahrungen. Die Christenlehre mag eine Doktrin bleiben, doch es gibt mehrere Religionen auf der Welt. Die Liebe ist kein statischer Prozess sondern wie der Verstand ein lebenslanger Reifungsprozess. Und der Glaube an eine oder mehrere überirdische Mächte bleibt mein Geheimnis. Denn hier half mir der Volksmund „Der Glaube versetzt Berge!“ und die abschließende Klärung der Frage Wer bin ich und wer bist du? Die Betonung liegt dabei auf dem Wörtchen „und“, da ich ohne Du nicht funktioniert, unserer Natur und dem Kosmos sei es gedankt.


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