Dierk Schaefers Blog

An wehrlosen Heimkindern kann man ungestraft auslassen, was man an Juden oder Andersdenkenden nicht mehr auslassen kann.

Schon wieder Aprath!

Steal our Stories: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/

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2 Antworten

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  1. Werner Boesen said, on 8. April 2017 at 09:40

    Damit Heimkinder nicht wehrlos bleiben brauchen wir Kinderrechte im Grundgesetz und die kindgerechte Aufklärung darüber ab dem Kindergartenalter. Heimkinder sind in ein externes Beziehungsnetzwerk (außerhalb der Heimorganisation) einzubinden, so dass ihnen andere Erwachsene zuhören und sie ernst nehmen. Kinderheime für Kleinkinder sind zu verbieten. Es gibt m.E. genügend zertifizierte und qualifizierte Ersatzeltern.
    „Schicksal kann man nur durch Begreifen überwinden“ (Hermann Hesse).
    Den meisten Politikern wird es erspart geblieben sein, solch ein Schicksal durchlebt zu haben, wären auch Einzelfälle und damit kaum öffentlich wahrnehmbar. Wir als Betroffene können daher nur selbst uns immer wieder ins öffentliche Gedächtnis einbringen und darauf hoffen, dass sich die Rechtslage ändert. Die Basis muß erst im Grundgesetz gelegt sein, alles andere bleibt Augenwischerei.

  2. Helmut Jacob said, on 8. April 2017 at 13:44

    Beim Lesen dieses Artikels kommt mir bald das Kotzen. Viele Verbrechen ähneln denen im Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein: Zwangsfüttern, im Urin-Bett liegen, physische, psychische und sexuelle Gewalt. In anderen Kinderheimen war es nicht viel anders.
    Die Taktik ist immer die gleiche: Leugnen, Unwissenheit vortäuschen, als „Einzelfälle“ abtun und Gespräche anbieten, die keiner braucht. Wer redet schon mit den Nachfolgern von Verbrechern. Zumindest ich nicht. Die Anstalt in Volmarstein musste lernen, einzugestehen, nachdem sie gezwungen wurde. Die „Die Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ hat eine Aufarbeitung durch die unabhängigen Forscher Hans Walther Schmuhl und Ulrike Winkler erzwungen. Zuvor wollte die Einrichtung die Erforschung der Verbrechen durch einen Mitarbeiter der Diakonie. Das lehnte die Arbeitsgruppe ab. So entstand ein Buch, das keine Fragen offen ließ: „Gewalt in der Körperbehindertenhile – Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947-1967“.
    Ich wünsche den Geschändeten und Gequälten von dem „Gut an der Linde“, dass sie die Kraft finden, mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, damit von außen mehr Druck auf die Einrichtung ausgeübt wird. Eine Möglichkeit ist die Aktualisierung von https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_an_der_Linde. Dort gehört der Link der Opfergruppe hin. Eine zweite Möglichkeit ist die Zusammenfassung der bisherigen Arbeit der Opfergruppe. Unsere Arbeitsgruppe wird sie auf unseren großen Homepage „Gewalt-im-JHH.de“ veröffentlichen. Der Weblogger der Arbeitsgruppe (http://jacobsmeinung.over-blog.com) übernimmt die Zusammenfassung ebenso. So gibt es einige andere Ansprechpartner, bei denen die Opfergruppe auch gute Ansprechpartner findet: Martin Mitchell, Heidi Dettinger und Dirk Friedrich (veh-ev.eu).
    Aber es werden auch schlimme Erinnerungen an den „Runden Tisch Heimerziehung“ wach. An Antje Vollmer und den Doktor, dessen Namen ich nicht mehr weiß (auch nicht wissen muss) mit seinem Spatzen in der Hand, die ihre Entschädigungsverhinderung als Entschädigung feiern. Zuvor hat sie kräftig manipuliert, Fakten verdreht oder schlichtweg ausgelassen, damit wirklich keine Entschädigung gezahlt werden muss. Die Opfergruppe um Reiner Gläser für die erlittene Gewalt wirklich zu entschädigen, würde in den oberen sechsstelligen Bereich einer Geldleistung führen müssen.


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