Dierk Schaefers Blog

Kinder als Leiharbeiter

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kriminalität, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 14. Juli 2013

Gut vorstellbar, daß es in Deutschland in manchen/vielen Fällen vergleichbar gelaufen ist, wie in diesem österreichischen Beispiel: Kinder wurden als Leiharbeiter eingesetzt. Martin Mitchell/Australien ist auf den Link gestoßen[1]. Vielleicht finden ehemaligen Heimkinder auch bei uns so sprechende Belege für das, was Frau Vollmer absolut nicht wahrhaben wollte: Zwangsarbeit. Immerhin wurden noch erreichbare Firmen, die von der Zwangsarbeit profitiert haben, bei der Finanzierung des Heimkinderfonds verschont. Es wurde nicht einmal erwähnt, daß sie eigentlich hätten zahlen müssen.

Es gibt übrigens auch keine Übersicht, in wie vielen Fällen Strafgefangene für Aufgaben in den Häusern von Gefängnisdirektoren und Aufsehern eingesetzt wurden.

Auch bei manchen durchaus sinnvollen jugendpädagogischen Maßnahmen werden von Kindern und Jugendlichen Werte geschaffen, deren letztlicher Verbleib im Dunkel bleibt.


Dazu wird Antje Vollmer nichts sagen.

»Die irische Menschenrechtskommission (Human Rights Commission, IHRC) hat heute den Folgebericht über die staatliche Beteiligung an den Magdalen-Wäschereien veröffentlicht der besagt, der Staat sei seiner Verpflichtung, die Menschenrechte von Mädchen und Frauen in den Magdalen Wäschereien zu schützen, nicht nachgekommen. Die IHRC ruft auf zu einer umfassenden Wiedergutmachung, die individuelle Vergütung, Entschädigung und Rehabilitation der Frauen im Einklang mit staatlichen Menschenrechtsverpflichtungen. Außerdem macht die IHRC eine Reihe von Empfehlungen für erforderliche Maßnahmen, damit sich ähnliches Unrecht in der Zukunft nicht wiederholt«[1].

Wenn ich mir die Ergebnisse des Runden Tisches anschaue, mit denen die ehemaligen Heimkinder eben keinerlei Entschädigung erhielten, keinen angemessenen Rentenausgleich, keine Lohnnachzahlungen, keine Schmerzensgelder, dann frage ich mich, wie Frau Dr: Antje Vollmer mit gutem Gewissen den Ehrenberg-Preis entgegennehmen konnte und mit gutem Gewissen ihre Pension verzehren kann.

Aber vielleicht hat sie ja ein schlechtes Gewissen dabei. Wohl bekomms!

Und der Staat und die Kirchen mit ihren Einrichtungen? Und mit der Aufsichtsverpflichtung?

»Vollmer fordert unbürokratische Entschädigung für Heimkinder«

Posted in Uncategorized by dierkschaefer on 18. April 2010

»Vollmer fordert unbürokratische Entschädigung für Heimkinder«

Da hält jemand seine schützende Hand über die Heimkinder. Ich fürchte, daß die Fürsorge, selbst wenn sie gut gemeint ist, zur Bevormundung wird. Heimkinder brauchen keine Mildtätigkeit, sondern Entschädigung für … Doch das muß ich nicht ausführen. Wofür, weiß man ja inzwischen.

Allein es fehlt … ja, was denn nur? Der gute Wille? Der Sinn für Gerechtigkeit? Die echte Empörung über die Verbrechen?

»Nach Plänen von Antje Vollmer sollen die misshandelten Heimkinder eine unbürokratische Entschädigung erhalten. Ein detailliertes Prüfverfahren würden viele Betroffene nicht verkraften, so die Vorsitzende des Runden Tisches für misshandelte Heimkinder weiter.«

weiter unter:

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/missbrauch-vollmer-fordert-unbuerokratische-entschaedigung-fuer-heimkinder-_aid_499318.html

Antje Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung

Posted in heimkinder, News by dierkschaefer on 3. April 2010

Antje Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung, ist bereits im November 2002 von einem Lehrer der Odenwaldschule über die Missbrauchsvorwürfe gegen deren vormaligen Schulleiter Gerold Becker informiert worden. Ein Lehrer habe der Grünen-Politikerin in einem Brief den Missbrauch angezeigt, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS) vorab.

mehr:

http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=31179:zeitung-vollmer-erfuhr-2002-vom-missbrauch-an-odenwaldschule&catid=22:allgemein&Itemid=59 [Sonnabend, 3. April 2010]