Dierk Schaefers Blog

Sérieux problème war unter „Betreff“ zu lesen.

Posted in Kriminalität, News by dierkschaefer on 14. März 2017

Unsere französische Freundin schrieb nur einen kurzen Text im Mail:

Bonjour
Je peux te parler par mail ?
C’est assez urgent.

Und dann der Name unserer Freundin.

 

Ich war alarmiert und achtete nicht darauf, dass keine Anrede dabei war, der Mailabsender war ein anderer (Name plus ola559@outlook.fr , beim Kopieren des Absenders taucht der Name nicht mehr auf) und als Mailadresse nicht meine, sondern das Geschäft unserer Freunde.

Ein Anruf klärte die Situation: „piraterie“ sagte die Freundin. Anscheinend haben Hacker bei einem französischen Mailanbieter (von orange ist die Rede) Mailadressen geklaut und zu diesem Hilferuf benutzt. Der nächste Takt sind angeblich Geldforderngen aus Spanien und Marokko. Unsere Freundin hatte schon viele besorgte Anrufe bekommen.

Zwar bin ich in der Regel vorsichtig bei unbekannten Mailabsendern, habe die Vorsicht jedoch fallen lassen beim Namen einer guten Freundin unserer Familie.

Fazit: Man kann nicht genug aufpassen!

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Das Privileg der Odenwaldschüler

Posted in Kinderrechte, Medien, Soziologie by dierkschaefer on 1. Oktober 2014

Sie sind, wie der Filmtitel sagt, wirklich Auserwählte. Heute widmet die FAZ in Ihrer Printausgabe eine ganze Seite diesem Film und den nötigen Fragen. Geht man auf die Google-News-Suche, gibt es eine Fülle von Verweisen[1].

Von dieser sensiblen und zugleich publikumswirksamen Aufmerksamkeit können ehemalige Heimkinder nur träumen. Warum?

Der Schlüssel liegt in der Auserwählung.

Die Odenwaldschule war ein pädagogischer Idealort, Kinderheime nie.

Die Eltern vieler Odenwaldschüler gehörten der gesellschaftlichen Elite an, die der Heimkinder nicht.

Die Lehrerschaft der Odenwaldschule galt als Spitze des pädagogischen Fortschritts, die Erzieher in den Heimen galten nicht einmal als Durchschnitt.

 

Ich werde also heute, zum dritten Mal in diesem Jahr, meinen Fernseher einschalten und mir den Film anschauen – was ich nach den gelesenen Informationen auch anderen nur empfehlen kann.

 

Die soziologischen Aspekte interessieren mich mehr als zuvor, in Zusammenhang auch mit den religionssoziologischen und den theologischen. Da die Kirchen diese Fragen nicht behandeln, werde ich mich demnächst, als einfacher Landpfarrer im Ruhestand, improvisierend daran machen.

Doch ich habe den Eindruck, das wird in kirchlichen Kreisen als so ungehörig angesehen, als hätte jemand während des Stillen Gebets am Beginn des Gottesdienstes einen lauten Flatus von sich gegeben. Bloß nicht so tun, als habe man etwas bemerkt.

[1] https://www.google.de/search?hl=de&gl=de&tbm=nws&authuser=0&q=Die+Auserw%C3%A4hlten&oq=Die+Auserw%C3%A4hlten&gs_l=news-cc.1.0.43j43i53.3250.7129.0.9786.16.5.0.11.11.0.115.533.1j4.5.0…0.0…1ac.1.4z3sF2R6joA&gws_rd=ssl