Dierk Schaefers Blog

schon damals aufgeklärt und geahndet – darum gibt es nix in Aprath

Posted in heimkinder, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 13. Juni 2013

Die Bergische Diakonie Aprath stellt sich selbst ins moralische Abseits.[1] Sie will nichts für die in ihren Einrichtungen mißhandelten und mißbrauchten Kinder tun.

Um an diese Nachricht zu kommen, muß man aufwendig recherchieren, denn die angegebene URL vom Kölner Stadt-Anzeiger funktioniert nicht.[2]

Die Bergische Diakonie Aprath war schon mehrfach Thema in diesem Blog. Sie zeichnet sich durch besondere Hartnäckigkeit in der Verweigerung der Aufarbeitung der Mißstände und Verbrechen aus, die zu ihrer skandalösen Heimgeschichte gehören.

Solchen diakonischen Einrichtungen gehören sämtliche öffentlichen Mittel gesperrt.


»Missbrauch: Aufklärung ist Kostenfrage«

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 24. September 2010

»200 Tausend Euro hätte die Untersuchung kosten sollen. … Jetzt sucht die Diakonie nach einem anderen Wissenschaftler… «

http://www.radioberg.de/berg/rb/516437/news/bergisches [Freitag, 24. September 2010]

Wer sauber soziologisch arbeitet, kommt mühelos zu solchen Kosten für die Untersuchung vergangener Mißbräuche. Frage ist nur, ob man das so im Detail erforschen muß. Mit 200 Tausend kann man besseres anstellen. Nehmen wir das „Sonderangebot“ der Jesuiten: Bei 5.000,00 € pro Fall könnten immerhin 40 mißbrauchte „Knaben“ …  ja, was denn nur: entschädigt? brüskiert? ruhig gestellt? werden.

Wie auch immer und unabhängig von jesuitischer Schuldmoral: Mit dem Geld könnte man besseres tun, als eine weitere Studie zu finanzieren. Doch anstatt sich direkt um die mißbrauchten Kinder zu kümmern, sucht die Bergische Diakonie nach einem Wissenschaftler, der ein Sonderangebot macht. Es wird danach sein. Für 200 Tausend kriegt man immerhin eine zwar überflüssige, aber ordentliche Untersuchung. Für vielleicht 150 Tausend gibt es dann eine überflüssige Untersuchung, die wissenschaftlichen Standards nicht standhält. Aber so zeigt die Bergische Diakonie wenigsten, daß sie sich nicht lumpen läßt.

Hony soit, qui mal y pense – ein Schuft, der schlecht darüber denkt.

Nachtrag:

»Die Diakonie sucht gegenwärtig nach einem Wissenschaftler, der die Vorgänge für 50.000 Euro „umfassend“ aufarbeiten könne. Man habe bei anderen Diakonien angefragt, bei denen ebenfalls Missbrauchsfälle aufgetreten seien. Die Wissenschaftler, die die dortigen Fälle untersuchten, könnte auch für das Moitzfelder Heim in Frage kommen.«

Quelle:

http://www.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml [Mittwoch, 29. September 2010]

Wenn’s nicht so traurig wäre, müßte man lachen über die Naivität der Diakonie. Doch der Vorgang spricht für sich. Die Leitung der Diakonie sollte sozialpädagogische Kenntnisse haben und damit auch eine Vorstellung von wissenschaftlichen Erhebungen. Entweder hat sie das nicht, dann ist sie fachlich ungeeignet für ihre tägliche Arbeit, oder sie weiß, daß eine solche Untersuchung nicht „für lau“ zu haben ist, dann betreibt sie Augenwischerei. Es ist völlig korrekt, daß Prof. Wolf dafür nicht  herhalten will.

Und wenn die Diakonie nicht einmal das Geld für eine ordentliche Untersuchung hat, wie will sie dann Entschädigungen aufbringen, die den Namen verdienen. Die können doch dann auch nur „lau“ sein – und darauf scheint es hinauslaufen zu sollen.