Dierk Schaefers Blog

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Posted in Christentum, Geschichte, Kirche, Kultur, Leben, Religion, Theologie, Tod, tradition by dierkschaefer on 8. Februar 2018

Karneval – Fasching – Fasnet[1]

Die Landkarte der schwäbisch-alemannischen Fasnet, auch die des rheinischen Karnevals, ist stark konfessionell strukturiert. In den meisten evangelischen Gebieten ist die Fasnet nicht heimisch, auch wenn es seit den letzten Jahrzehnten dort die eine oder an­dere Veranstaltung geben mag, vielleicht sogar einen Umzug. Noch in den 80er Jahren konnte man auf dem Weg von Tübin­gen nach Rottenburg schon vom Auto aus die Konfessionalität des Ortes erkennen, bis Kilchberg ist alles evangelisch, ab Bühl ist man im katholischen Bereich, denn ab dort waren bunte Wimpel über die Straße gezogen und die Kinder in irgendeiner Weise verkleidet. Mir ist noch der heftige Streit in Erinnerung[2], als Eltern im von Grund auf evan­gelischen Gomaringen forder­ten, im Kindergarten solle Fasching gefeiert werden dürfen – alle Kindergärten des Ortes waren in evangelischer Träger­schaft. Der Streit kehrte jedes Jahr wieder. Der damalige Ortspfarrer wollte in kirchlichen Kindergärten, wie er sagte keinen heidnischen Brauch, teuflisch sei der ganze Mummenschanz.[3] Wenn inzwischen auch die ganz harten Fronten abgebaut sind, so bleibt doch auf evangelischer Seite bis heute weitge­hendes Un­verständnis für das Phänomen der Fastnacht, denn der Fasching ist weithin nicht ver­standen worden, weder von denen, die ihn feiern, noch von de­nen, die ihn verachten oder gar bekämpfen. Ich halte mich hier im wesentlichen an die Forschungsergebnisse der neueren Brauchtumsforschung, insbesondere an Prof. Werner Mezger aus Rottweil, der den Volkskundelehrstuhl in Freiburg innehat.[4]hexe

Schon der sprachliche Unterschied zwischen Karneval und Fast­nacht ist kein inhaltlicher. Viele Menschen, so schreibt Mezger, leiten die Ursprünge des Karnevals direkt von den römischen Fe­sten der Bacchanalien oder Saturnalien her, die Wurzeln der Fastnacht, ale­mannisch: Fasnet, lägen dagegen in »grauer Vorzeit«, nämlich in den Winteraustreibungs- oder gar den Totenkulten der Germanen. Die gesamte neuere Forschung ist sich jedoch darüber einig, dass beide Brauchtumsformen, Fastnacht und Karneval, keineswegs aus vor­christlicher Zeit stammen, sondern dass sie ihren gemeinsa­men Ausgangspunkt voll und ganz im christlichen Jahreslauf ha­ben, wo sie von Anfang an das Schwellenfest vor dem Anbruch der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern bildeten, die mit dem Aschermittwoch beginnt.

Die deutsche Bezeichnung erklärt sich ohnehin von selbst: Eben­so wie der Abend vor dem Geburtsfest Christi »Weihnacht« heißt, meint »Fastnacht« nichts anderes als den Vorabend der Fastenzeit … aber auch der romanische Begriff »Karneval« stellt einen inhaltlich nicht minder klaren Sinnbezug zum Fasten her. Das Kirchenlatein nannte den Eintritt in die Abstinenzperiode nämlich »carnislevamen«, »camisprivium« oder »cametollendas«, zu übersetzen etwa mit »Fleischwegnahme«.

Untersagt war nämlich, übrigens unter Androhung empfindlicher Strafen, in den sechs Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern nicht nur der Konsum des Fleisches von warmblütigen Tieren, sondern auch der Genuß aller weiteren aus Großvieh- und Geflügel­haltung gewonnenen Nahrungsmittel wie Schmalz, Fett, Milch, Butter, Käse und Eier. Dies hatte für die Gestaltung der letzten Tage vor der Periode der Enthaltsamkeit zur Folge, dass eigens noch mal geschlachtet und in großen Mengen Fleisch verzehrt wurde, was spätestens seit dem 13. Jahrhundert im Rahmen großer öffentlicher Gelage geschah. Zudem suchte man nach Wegen, die verderblichen Vorräte sämtlicher übrigen unters Fastengebot fallenden Spei­sen vollends aufzubrauchen. Aus der Notwendigkeit solcher Resteverwertung entstanden unter ande­rem die traditionell schmalzgebackenen, reichlich eierhaltigen Fastnachtsküchlein oder –krapfen, meist Berliner genannt.

Vertreter der weltlichen und der geistlichen Obrigkeit begegne­ten dem ausgelassenen Treiben am Vorabend der Fastenzeit in der Regel mit Toleranz, legten aber seine Grenzen durch peni­ble Fastnachtsordnungen genauestens fest. Punktuelle Kritik an allzu großer Zügellosigkeit in den Tagen vor Aschermittwoch hatte es vonseiten der Geistlichkeit schon immer gegeben, aber dahinter stand zunächst noch kein geschlossenes ideengeschichtliches Konzept.

Doch etwa ab 1400 setzte eine Entwicklung ein, die man schlagwortartig als Diabolisierungs­prozeß bezeichnen könnte. Wäh­rend nämlich der Festtermin Fastnacht an sich von den Theo­lo­gen anfangs noch weitgehend wertneutral gesehen und von ein­zelnen Klerikern je nach persönlicher Gestaltung sogar mit my­stiknahen Bildern in Verbindung gebracht wurde, trat an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit eine regelrechte »Verteufelung« ein. So konnte etwa um 1360 ein Dominikanermönch in Rottweil noch völlig unbefangen eine Predigt »von vasnaht krap­fen« formulieren, in der er Christus selbst als »geistlichen »vas­naht buoln« der gottgefälligen Seele schilderte[5], während knapp anderthalb Jahrhunderte später Sebastian Brant in seinem Er­folgsbuch »Das Narrenschiff«[6] die Fastnacht mit der wenig freundlichen Feststellung charakterisierte: »Der tüfel hat das spil erdacht.« Damit war alles gesagt, was die führenden Gelehrten seiner Generation von der Fastnacht hielten.

Besonders interessant aber ist, woher die dafür nötigen Schreckmasken und Kostüme häufig stammten. Sie wurden näm­lich offenbar bevorzugt aus den kirchlichen Requisitenkammern für geistliche Schauspiele und Prozessionen entliehen, wo zur Darstellung des Bösen in der Regel ein reicher Bestand an Dä­monenverkleidungen lagerte. In Überlingen etwa sind solche Ausleihvorgänge von Teufelsgewändern aus dem Kostümfundus der Pfarrkirche Sankt Niko­laus zur fastnächtlichen Nutzung gut dokumentiert. Dort heißt es in einer Fastnachtsordnung, wer vor Aschermittwoch das »tewfel häs« [= Teufelskleid] vom Kir­chenpfleger entlehnt habe, der solle dies anschließend wieder vereinbarungsgemäß zurückgeben; und wer umgekehrt sich extra für die Fastnacht auf eigene Kosten ein solches Teufelshäs ma­chen lasse, der möge dies das Jahr über der Pfarrkirche für den »Crutzganng«, also für die Prozession, vermutlich an Fronleich­nam, zur Verfügung stellen.[7] Soviel zur Figur des Teufels in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht – und der Familienname Teufel stammt, soviel ich weiß, aus diesem Brauchtum. So auch der im Schwäbischen nicht seltene Familienname Narr.

Die Figur des Narren ist theologisch noch interessanter, als die des Teufels in der Fastnacht. Die ältesten bildlichen Darstellungen von Narren finden sich nämlich nicht etwa in einem lustig-profanen, sondern stets in ei­nem ernst-religiösen Kontext, und zwar in Psalterhand­schriften jeweils am Anfang des Psalms 52 wo es heißt: »Dixit insipiens in corde suo: non est Deus – der Narr sprach in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott.«[8]

Narhofnarrrheit war also ihrem eigentlichen Sinne nach gleichzusetzen mit Geistesblindheit, Igno­ranz und Gottesleugnertum, ja sie stand sogar für die Erbsünde überhaupt. Aus der Entwick­lung der Psalterillustration von 1200 bis 1500, genauer gesagt, aus der Art und Weise, wie am Textbeginn des Psalms 53 der Narr jeweils abgebildet wurde, läßt sich dessen schritt­weise äußerli­che Standardisierung ablesen, die bis ins kleinste Detail zeichen­hafte Bedeutung hatte. So wurde der »Insipiens« zunächst mit einer Keule und einem Brot in der Hand wieder­gegeben, dann mit Eselsohren und bestimmten Gewandfarben, meist grellgelb und knallrot, gekennzeichnet, schließlich mit einem Narrenzep­ter, der sogenannten Marotte ausgestattet,[9] und endlich mit Schel­len und einem Hahnenkamm oder gar einem ganzen Hahnenkopf auf der als »Gugel« geschnittenen Kappe versehen, bis zuletzt am Vorabend der Neuzeit ein fest umrissener, optisch unverwechselbarer Typus geschaffen war.

Da nun die Fastnacht nach Ansicht der Theologen ebenfalls nichts anderes war als die zeitlich befristete Demonstration einer heillosen, gottfernen Welt, drängte sich als deren entschei­dende Integrationsfigur und wichtigste Spielrolle die Gestalt des Narren geradezu auf. In der Tat nahmen Standardnarren mit Schellen und Eselsohren im Mummenschanz der tollen Tage vom Ende des 15. Jahrhunderts an immer mehr zu, bis das Kompositum »Fastnachtsnarr« schließlich sogar zur Generalbezeichnung für sämtliche fastnächtlichen Masken- und Kostüm­träger gleich welcher Art wurde.

Mit der zentralen Botschaft der Gottferne verband sich im Be­deutungsgehalt der Narrenfigur freilich noch eine weitere Di­mension, die heute so gut wie vergessen ist.

Da ist einerseits die Beteiligung des Narren am Leidensweg Christi. Künstler zeigen den Nar­ren an der Geißelung Christi be­teiligt und er macht seine Späße auch unter dem Kreuz.

Andererseits haben wir die Nähe des Narren zur Vergänglich­keit. Durch die faktische Gleich­setzung von Narrheit und Erb­sünde hatten beide zwangsläufig auch dieselbe Konsequenz. Mit anderen Worten: Wenn nach biblischer Auffassung durch den Sündenfall Evas der Tod in die Welt gekommen war, so mußte die Narretei wie die Erbsünde ebenfalls in eine enge Bezie­hung zum Tod rücken. In der Tat legen davon seit dem späten 15. Jahrhundert zahlreiche Dar­stellungen der Sakral- und Profan­kunst beredtes Zeugnis ab. Ein Beispiel: Für eine Seiten­kapelle des Südschiffs der Rottweiler Pfarrkirche Heiligkreuz hat um 1495/96 ein unbekann­ter Steinmetz eine Gewölbekonsole in Ge­stalt eines Narren gemeißelt. An genau der entspre­chenden Stel­le, die in der einen Seitenkapelle dem Narren zugewiesen ist, be­findet sich nämlich in der nächsten Kapelle ein grinsender To­tenschädel mit der eigens hinzugefügten Aufschrift »Memento mori«, bedenke, dass du sterben mußt.[10]

Diese makabre Bedeutungsnähe der Narrenidee zur Vergäng­lichkeitsvorstellung, macht es hochgradig sinnreich und in sich stimmig, wenn die Kirche ihren Gläubigen traditionell nur weni­ge Stunden nach den Narreteien der Fastnacht das Aschenkreuz auflegt und ihnen damit eindringlicher als an jedem anderen Termin des liturgischen Jahres das »Memento mori« vor Augen führt. Die weitgehend säkularisierte Welt von heute nimmt die­ses großartige Zusam­menwirken von profanem Brauch und sa­kralem Ritus als Instrument der Katechese, der Belehrung, über­haupt nicht mehr wahr. Den spätmittelalterlichen Menschen aber war sie wohl bewußt, oder sie haben zumindest etwas davon ge­ahnt: Ohne die Einsicht des Narren am Aschermittwoch verliert die Narrheit des Christen in der Fastnacht ihren Sinn.

Fußnoten

[1] Wir haben heute zwar erst den Schmotzigen, doch kommenden Mittwoch ist schon wieder alles vorbei. Mit dem Schmotzigen Donnerstag beginnt in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht die eigentliche Fastnachtszeit. https://de.wikipedia.org/wiki/Schmotziger_Donnerstag

[2] Prinz Karneval und Frau Fasten sind … Spottbilder der Konfessionen: Protestanten hatten die Fastenzeit abgeschafft, da nach ihrer Ansicht weder Buße, Enthaltsamkeit noch gute Werke den Menschen vor Gott rechtfertigen, sondern allein der Glaube. https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kampf_zwischen_Karneval_und_Fasten

[3] Der Kollege hat mit seiner Unkenntnis letztlich dafür gesorgt. dass sich die kommunale Gemeinde genötigt sah, kommunale Kindergärten mit Narrenfreiheit einzurichten

[4] Werner Mezger, Das große Buch der schwäbisch­alemannischen Fasnet, Stuttgart 200l2, S. 8-17, die Zitate hieraus sind nicht einzeln kenntlich gemacht.

[5] Narrenmesse in Rottenburg, Pfarrer bei der Predigt: https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/12913073883/ , Narrenkapelle https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/12912938805/

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Narrenschiff_(Brant) https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/2508734787/in/album-72157605161879068/

[7] In der Überlinger Kirche wird allerdings auch deutlich vor Augen geführt, was auf die Sünder wartet: https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/36848781115/

[8] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/39249138865/in/dateposted-public/

[9] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/33144614495/in/album-72157605021022505/

[10] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/40093380142/in/dateposted-public/

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Matten Matten Meeren, …

Posted in Gesellschaft by dierkschaefer on 10. November 2015

Sankt Martin oder Laternenfest? Im katholisch geprägten Süden natürlich St. Martin; mit rotem Mantel und hoch zu Pferd teilt er das Kleidungsstück mit dem frierenden Bettler. Anstößig ist das für Religionsfeinde. Indoktrination im Kindergarten wird geargwöhnt.

So ein Quatsch. Warum soll vorbildliches Verhalten nicht als allgemein humanes Tun schon den Kindern nahegebracht werden? Auch wenn die Mantelteilung[1] nur eine Legende ist.

Über diesen Streit hatte ich ganz vergessen, dass es sich um einen katholischen Brauch handelt, der in nördlichen protestantischen Gebieten in meiner Jugend unbekannt war. Dort gab es andere Bräuche zum Martinstag[2]. So auch das Matten-Matten-Märe-Singen.

Es war ein „Heische-Brauch“, wie die Volkskundler sagen. Ich selbst habe es nicht erlebt. Aber meine Großmutter aus Celle berichtete, wie sie als Kinder von Tür zu Tür zogen und eine Gabe erbaten: „Lasst uns nicht so lange steh’n, wir wollen noch nach Bremen geh’n – Bremen ist ’ne große Stadt, da geben alle Leute was.“[3]

Damit ging man auch zum Kaufmann. Doch der war katholisch und hatte mit „Matten“, mit Martin Luther nichts am Hut. Er fegte hinter seinem Verkaufstresen hervor, um die Kinder zu vertreiben. Jedes Jahr dasgleiche Spiel zum Ergötzen der Kinder.

Das ist vorbei. Das St. Martinsspiel ist ökumenisiert. Ob es noch den Heische-Brauch gibt, weiß ich nicht. Das Spiel jedoch sollte auch in einem Multi-Kulti-Kindergarten seinen Platz haben – ohne missionarische Hintergedanken. Und warum nicht ebenso Elemente des Zuckerfests der Muslime[4]. Die Kinder werden begeistert sein.

[1] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/7300522972/

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Martinisingen http://www.mimikama.at/allgemein/das-laternenfest/  http://www.mimikama.at/allgemein/das-laternenfest/

[3] Text bei: http://www.antenne.com/news-service/nachrichten/1411/matten-meeren-die-wichtigsten-lieder-zum-martinssingen/

[4] https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fest_des_Fastenbrechens&redirect=no

Noch schlägt der WEIHNACHTSmarkt den WINTERmarkt

Posted in Politik, Religion by dierkschaefer on 8. Dezember 2014

„WEIHNACHTSMARKT Ungefähr        29.900.000 Ergebnisse (0,26 Sekunden)“

„WINTERMARKT: Ungefähr                        438.000 Ergebnisse (0,43 Sekunden)“[1].

 

Doch es gibt ungeheuer fortschrittliche Städte in Deutschland. Die verbieten öffentliche Weihnachtsmärkte, für ein Fest zum Ramada haben sie auch nichts übrig.

Deutschland soll frei werden, religionsfrei und damit auch brauchtumsfrei, soweit das Brauchtum an Religion erinnern könnte.

»Die Grundlage für die Debatte in Berlin ist folgender Satz: „Das Bezirksamt Kreuzberg verständigt sich darauf, dass grundsätzlich keine Genehmigungen für Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften im öffentlichen Raum erteilt werden.“ So steht es laut „Bild“ in einem Sitzungsprotokoll des Bezirksparlaments vom vergangenen Jahr. Damit ist ein Weihnachtsmarkt unerwünscht, ein Ramadanfest aber ebenso.«[2]

Öffentliche Weihnachtsmärkte werden zwar in der Regel nicht von Religionsgemeinschaften organisiert. Die machen einen Weihnachtsbazar in den eigenen Räumen.

Doch was soll’s? In Zukunft werden auf den Wintermärkten weder der Nikolaus noch der Weihnachtsmann mit kleinen Gaben die Kinder für das Christentum ködern können. Dafür tritt – nein, nicht der Wintermann – dafür tritt Väterchen Frost[3] in Aktion, (vielleicht aber auch der Coco-Cola-„Zänta“[4]), begleitet von der legendären geflügelten Jahresendfigur.[5] Doch die »normalen Leute nannten das Weihnachtsengel und nicht anders«.[6]

Die normalen Leute werden also auch weiterhin, egal wie er heißt, auf den Weihnachtsmarkt gehen, Glühwein trinken und sich alles anschauen, was zumeist mit Christi Geburt nichts zu tun hat. Dazwischen werden auch Schnitzereien aus dem Erzgebirge stehen; einige erinnerten auch in religionsfeindlichen DDR-Zeiten an das Weihnachtsgeschehen.

Doch vielleicht kommt doch noch einer der überdrehten politisch Korrekten auf die Idee, die Weihnachtsbe … nein, die Winterfestbeleuchtung auszuschalten. Denn vom Licht, das in der Finsternis leuchtet[7], lesen wir im Johannesevangelium. Gehört alles ausgemerzt, radikal.

[1] jedenfalls nach Google, Montag, 8. Dezember 2014

[2] http://www.merkur-online.de/aktuelles/welt/winterfest-statt-weihnachtsmarkt-4502410.html s. auch http://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/weihnachtsmarkt-soll-wintermarkt-heissen

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A4terchen_Frost

[4] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/15349006743/

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Jahresendfl%C3%BCgelfigur

[6] https://www.freitag.de/autoren/constantin-rhon/gefluegelte-jahresendzeitfiguren

[7] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/4218081595/