Dierk Schaefers Blog

Deschners Kriminalgeschichte des Christentums

Posted in Geschichte, Gesellschaft, Kirche, Kriminalität, Theologie by dierkschaefer on 11. Juni 2013

»Wenn Karlheinz Deschner gegen Kirchen und Christentum zu Felde zieht, dann tut er das nicht mit der Stimme der Sanftheit und Ausgewogenheit. Ganz im Gegenteil. Deschner sticht, schießt, grollt und wütet sich durch 2000 Jahre Christentum – mit einer emotionalen, lodernden Sprache, die dem Leser in die Glieder und schließlich in den Verstand fahren soll.«[1]

Auch hier im Blog fand Deschner eine würdigende Erwähnung.[2]


[1] Eine vorzügliche Rezension des Abschlußbandes seiner Kirchengeschichte findet man bei

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/2138762/drucken/ Dienstag, 11. Juni 2013

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»Kostenaufstellung der Heilsgeschichte«

Posted in Geschichte, Kirche, Kriminalität, Religion, Soziologie, Theologie by dierkschaefer on 10. April 2013

Mit dieser Überschrift stellt Bernhard Lang in der heutigen FAZ den letzten Band von Karlheinz Deschners Kriminalgeschichte des Christentums vor. Damit trifft er haargenau Deschners Leitmotiv.

Deschners Namen zu nennen, so schreibt Lang, gelte in akademischen Kreisen als unfein, denn er sei nicht vom Fach und arbeite nicht an den Quellen, sondern mit Sekundärliteratur.

Na und? Solange seine Schlußfolgerungen nicht den Quellen widersprechen, erfüllt Deschner mit seinem auch fachlich respektablen Werk die Funktion eines Populärwissenschaftlers oder Wissenschaftsjournalisten: Er transportiert wissenschaftliche Ergebnisse zu einem breiteren Publikum. Die an den Quellen sitzenden Wissenschaftler mögen ihm sachkundig widersprechen. Ihn zu schneiden führt nicht weiter.

Die Kostenaufstellung der Heilsgeschichte ist nach Deschner also eine Kriminalgeschichte, und es wäre zynisch, ihm vorzuwerfen, er habe doch all das Positive, was es unzweifelbar gibt, nicht in die Bilanz mit einbezogen. Verbrechen und menschliches Leid lassen sich nun einmal nicht mit seelischen Glücksmomenten und gelungenen Lebensläufen anderer aufwiegen, auch nicht mit einem Guthaben im Himmel.

Deschner beantwortet mit seinem Werk hinsichtlich des Christentums die Frage, die Lessing in seiner Ringparabel aus gutem Grund offen gelassen hat. Sie hängt als Menetekel über jeder Heilslehre. Darum wäre der Hinweis verfehlt, auch die anderen Heilslehren würden bei einer Kostenaufstellung ebenso alt aussehen wie das Christentum. Dieser Hinweis dürfte wohl stimmen. Doch er ist genau so zynisch, wie das Abwägen zwischen den guten und den schlechten Folgen einer Heilslehre.

Mir scheint nicht so sehr die Heilslehre, welche auch immer, das Problem zu sein, sondern der Mensch, der sich ihrer skrupellos oder gar in gutem Glauben bedient. Sie ist das Tüpfelchen auf dem „i“, denn auch für Missetaten liefert sie, bei entsprechender Verblendung, ein gutes Gewissen.

Ein letzter Satz aus Langs Artikel sei hier als letzter Satz wiedergegeben, weil er Deschner und sein Vorhaben (mir) sympathisch macht: »Alles, was er geschrieben habe, bekennt Deschner, könne er mit einem Wort des „österreichischen Priesters, Lebensreformers, Vegetariers und Pazifisten Johannes Ude (1874 – 1965) ausdrücken: „Ich kann das Unrecht nicht leiden.“«

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Ude

Karlheinz Deschner – Was ihn immer am meisten geärgert habe, …

Posted in Geschichte, Kirche, Kriminalität, Menschenrechte, Religion, Soziologie, Theologie by dierkschaefer on 25. März 2013

…  sei die Diskrepanz zwischen hehrem Anspruch der Kirche und gelebter Wirklichkeit.

»Alle christlichen Kirchen haben für Deschner ihre ursprüngliche Liebes- und Friedensbotschaft ins pure Gegenteil verkehrt. … Namen wie Mutter Teresa, Dietrich Bonhoeffer, Friedrich Spee oder Franz von Assisi hingegen lasse er aussen vor.«

http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/blutspur-durch-die-kirchengeschichte

»Namen wie Mutter Teresa, Dietrich Bonhoeffer, Friedrich Spee oder Franz von Assisi hingegen lasse er aussen vor«.

Es gibt psychologische Tests mit der Frage: Wer oder was paßt nicht in diese Reihe? Hier also: Mutter Teresa, Dietrich Bonhoeffer, Friedrich Spee oder Franz von Assisi.

Richtig erkannt, Mutter Theresa hat hier nichts zu suchen.

https://dierkschaefer.wordpress.com/2013/03/13/mutter-teresa-ein-mythos/

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