Dierk Schaefers Blog

Willkommen, Arbeit macht frei!

Das KZ von Bethel mit Anstaltsgottesdienst hieß Freistatt. Noch 23 Tage können Sie in der arte-Mediathek die bigotte Vergangenheit von Bethel nacherleben: http://www.arte.tv/guide/de/048779-000-A/freistatt .[1] Ziehen Sie mit den Moorsoldaten und ihren Spaten ins Moor und erleben Sie mit den geschundenen Zöglingen einen zu Herzen gehenden Weihnachtsgottesdienst: o du fröhliche!

Heute ist Bethel natürlich ganz anders. Bethel im Norden nennt es sich nun und »hat starke Wurzeln. Die Diakonie Freistatt und der Birkenhof können sich jeweils auf eine über 100 Jahre alte Geschichte stützen. Wir in Bethel im Norden setzen auf diese festen Wurzeln auf und entwickeln eine gemeinsame christliche Identität, um ein starker Partner zu sein, der die Herausforderungen der Zukunft annimmt.«[2]  Das ist doch ein Angebot.

Über Bethel heute lesen wir heute in der FAZ unter der Überschrift Ausgerechnet in Bethel »„Für Menschen da sein“, so lautet das Motto der Stiftung, von der viele sagen, sie habe mit ihrem Tak­tieren auf dem Rücken der Menschen ihren Haus­halt sanieren wollen. „Von denen kann man in Sachen kaltblütigem Verhandlungsgeschick noch was lernen“, sagt ein an der Sache nicht be­teiligter Beamter im Düsseldorfer Schulministerium.« [3]

Zur Vergangenheit von Bethel sei empfohlen: https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/10/jetzt-wissen-wir-wer-schuld-ist-allein-der-bose-staat/

Eine sehr differenzierte, geradezu decouvrierende  Würdigung der Forschungsergebnisse zu Freistatt finden Sie hier: freistatt_kappeler

Fußnoten

[1] Film – 98 Min. – 58802 Aufrufe.

[2] http://www.bethel-im-norden.de/ueber-uns.html

[3] FAZ, Donnerstag, 26. Januar 2017, S. 6

Ein #Aufschrei bitte, fordert Renate Künast

… und das zu Recht. Es droht ein Gesetz, das es erlaubt, Medikamentenversuche an Personen durchzuführen, die nicht einwilligungsfähig sind, dement also. Man lese die Argumente[1]. Ich möchte sie erweitern um das Thema der Versuche an Heimkindern[2]. Bis heute werden sie nicht entschädigt für Versuche, die in übler Nazi-Tradition, teils von Nazi-Tätern rechtswidrig an ihnen vorgenommen wurden.

Wird es den Aufschrei geben? Ich fürchte nein. Ein Vorspiel dafür bot die ARD[3]. »Gestern, am 17. Oktober 2016, schlug die ARD voll zu: „Sie entscheiden über das Schicksal eines Menschen!“, lautete die tagelang vorgeschaltete Werbung des WDR für den Fernsehfilm Terror, eine Abfilmung eines gleichnamigen Theaterstücks von Ferdinand von Schirach[4] Ich twitterte: Unethischer Populismus, und Fischer schrieb von der größtmöglichen Verarschung des Publikums.[5]

Beides ist richtig. Das Publikum wurde aufs Glatteis geführt und ist darauf ausgerutscht – dies könnte sich bei der Medikamentenfrage wiederholen. Das Glatteis heißt Utilitarismus, und zwar ein äußerst platter, der ohne Rücksicht auf Individuen und ihre Rechte den größtmög­lichen Nutzen an der größeren Zahl von Betroffenen festmacht. Die Zuschauer fielen darauf rein, wogen die Zahl der Flugzeuginsassen gegen die Zahl der Stadionbesucher ab und plädierten für Freispruch – ohne groß nachzudenken.

Und die Medikamententests an Dementen? Ist doch klar: Die Testergebnisse nützen einer großen Zahl – unter denen wir uns auch selbst befinden könnten. Was ist dagegen eine kleine Gruppe von Leuten, die gaga sind, nicht mehr merken, was man mit ihnen macht und die ohnehin bald sterben werden?

Ein Aufschrei? Ja, dies ist einer. Schreien Sie mit!

[1] http://www.faz.net/aktuell/politik/renate-kuenast-keine-forschung-an-demenzkranken-14497501.html#GEPC;s3

[2] https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/06/20/die-kuh-ist-noch-lange-nicht-vom-eis-medikamententests-und-nicht-einwilligungsfaehige-personen/

https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/10/05/es-geht-nicht-um-das-ob-von-medikamentenversuchen-an-kindern-und-jugendlichen-denn-daran-besteht-kein-zweifel-es-geht-um-das-ausmass-und-das-soll-verhehrend-sein/

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf

https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/02/03/demenz-die-medikamente-dafuer-wurden-an-heimkindern-getestet/ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/05/25/medikamententests-und-nicht-einwilligungsfaehige-personen-ein-ideales-menschenmaterial/

[3] http://programm.ard.de/TV/Untertitel/Nach-Uhrzeit/Alle-Sender/?sendung=2810618737698567

[4] »Als Theaterstück läuft es seit einem Jahr sehr erfolgreich, allein in Düsseldorf nudelte man es in der letzten Saison über 60 Mal herunter. Im Theater stimmen gemeinhin 60 Prozent der Zuschauer für „unschuldig“. Im Fernsehen waren mehr als 80 Prozent.« http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/ard-fernsehen-terror-ferdinand-von-schirach-fischer-im-recht/komplettansicht

[5] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/ard-fernsehen-terror-ferdinand-von-schirach-fischer-im-recht/komplettansicht

Kirche – »Ihre jahrelange Duldung und Deckung des Missbrauchs …

Posted in Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Kriminologie, Medien, Moral by dierkschaefer on 24. Februar 2016

Kirche – »Ihre jahrelange Duldung und Deckung des Missbrauchs …

… ist nichts anderes als ein Moralversagen unfassbaren Ausmaßes. Wie der Film im Abspann ergänzt, waren die Ermittlungen des Boston Globe der Impuls zu weiteren, quasi weltweiten Recherchen und Enthüllungen, die nach und nach den systematischen Kindesmissbrauch innerhalb der katholischen Kirche in zahlreichen Ländern der Erde aufdeckten, auch in Deutschland.«

https://www.freitag.de/autoren/hest/das-team-ist-der-star

Vom Vater brutal misshandelt und von der Mutter sexuell missbraucht

Posted in Biographie, Kriminalität, Kriminologie, Psychologie by dierkschaefer on 19. April 2015

»Der Held in Rosa von Praunheims neuem Film „Härte“ ist der Berliner Andreas Marquardt. Marquardt war Karate-Weltmeister, hat viele Jahre als Zuhälter gearbeitet, galt als besonders brutal und rücksichtslos. Er saß acht Jahre in Haft.«[1]

[1] http://www.deutschlandradiokultur.de/rosa-von-praunheims-neuer-film-ein-leben-nach-dem-missbrauch.2168.de.html?dram:article_id=317469

Die Geschichte, die niemand fördern wollte

Posted in Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Kunst, Medien, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 21. März 2015

»Mit viel Applaus bedacht wurde am Mittwochabend die Österreich-Premiere von „Von jetzt an kein Zurück“, Christian Froschs Drama über ein Pärchen jugendlicher romantischer Rebellen in der alten Bundesrepublik Deutschland des Jahres 1967, die, von Jugendamt und Eltern eingewiesen, durch die autoritären Mühlen geschlossener „Erziehungsheime“ geschliffen werden.«

»Proteste gegen die Heimerziehung gab es bereits früher, und zwar markante: In dem TV-Film „Bambule“ von 1970 proben Insassinnen eines Mädchenheims in Berlin den Aufstand. Er wurde aber kurz vor seiner Ausstrahlung zurückgezogen und für Jahrzehnte ins Archiv verbannt, weil sich Drehbuchautorin Ulrike Meinhof zu dem Zeitpunkt bereits zu sehr radikalisiert hatte.

Im Jahr davor gab es die sogenannte „Heimkampagne“, Initiativen, eine Revolte, ein großer gelungener Ausbruchsversuch – ein Auslöser für die Liberalisierung in paar Jahre danach.

Weil aus den Studenten hinter der Kampagne aber Prominente der terroristischen RAF wurden – neben Meinhof etwa Andreas Baader und Gudrun Ensslin -, geriet jede Kritik an der militärischen Struktur von Heimen in den Verdacht der Linksradikalität, eine Debatte versandete. Und die Kirchen schwiegen ohnedies zu ihrer in der Nachbetrachtung peinlichen Rolle als Einpeitscher „christlicher Werte“.«

Tagged with: ,

KINOSTART 12. März 2015: „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

Posted in heimkinder, Kirche, Kriminalität, Medien by dierkschaefer on 17. Februar 2015

»Der Film thematisiert die geschlossene Heimerziehung in der BRD. … VON JETZT AN KEIN ZÜRUCK entstand auf der Basis von Gesprächen mit Opfern und Tätern. Konkret werden die Zustände im berüchtigten Heim der Diakonie “Freistatt” und in einem katholischen Mädchenheim exemplarisch gezeigt. Der Film beginnt im Jahr 1967 und endet 1977.«

Wer meinen Blog kennt, versteht, dass ich diesem Film ein großes Publikum wünsche. Das Publikum ist mit sachorientierten Filmen kaum zu gewinnen. Es muß eine Story her, die auch unterhält. Darum sind Filme wie dieser wichtig, immer in der Hoffnung, dass sie nicht verpuffen, weil das Gedächtnis vom nächsten Unterhaltungsfilm überlagert wird. Leider gilt: There is no business but showbusiness.

 

Der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms schreibt mir: »Der erste Anstoß zu dem Film war, dass ich vor 7 Jahren jemanden kennen lernte, der Opfer dieser „Erziehung“ wurde und ich darauf hin unbedingt wollte, dass dieser dunkle Teil der Geschichte mit einem Spielfilm gewürdigt wird. Es ging mir in dem Film nicht nur um die Rekonstruktion der äußeren Tatsachen, sondern auch darum, zu zeigen, was für (innere) Konsequenzen und Traumata die Folge sind. Ferner wollten wir den gängigen Bildern der 60er Jahre, die durch Pop, Revolte und Sexuelle Revolution dominiert werden, etwas entgegen halten. Das Bewusstsein über Geschichte wird ja wesentlich auch durch Bilder aus Filmen geprägt. Unser Film will die Ereignisse im Bewußtsein halten und Diskussionen auslösen. Die Geschichte soll auch nach dem „Runden Tisch“ nicht ad acta gelegt werden. Von JETZT AN KEIN ZURÜCK ist auch das Portrait einer Zeit in der Bundesrepublik, in der die Gegensätze aufeinander prallten.

„Die Geschichte ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)«

 

Links zum Film : http://www.salzgeber.de/presse/pressehefte/VONJETZTAN_ph_Web.pdf

https://www.youtube.com/watch?v=DVWduLYcbBM

Das Privileg der Odenwaldschüler

Posted in Kinderrechte, Medien, Soziologie by dierkschaefer on 1. Oktober 2014

Sie sind, wie der Filmtitel sagt, wirklich Auserwählte. Heute widmet die FAZ in Ihrer Printausgabe eine ganze Seite diesem Film und den nötigen Fragen. Geht man auf die Google-News-Suche, gibt es eine Fülle von Verweisen[1].

Von dieser sensiblen und zugleich publikumswirksamen Aufmerksamkeit können ehemalige Heimkinder nur träumen. Warum?

Der Schlüssel liegt in der Auserwählung.

Die Odenwaldschule war ein pädagogischer Idealort, Kinderheime nie.

Die Eltern vieler Odenwaldschüler gehörten der gesellschaftlichen Elite an, die der Heimkinder nicht.

Die Lehrerschaft der Odenwaldschule galt als Spitze des pädagogischen Fortschritts, die Erzieher in den Heimen galten nicht einmal als Durchschnitt.

 

Ich werde also heute, zum dritten Mal in diesem Jahr, meinen Fernseher einschalten und mir den Film anschauen – was ich nach den gelesenen Informationen auch anderen nur empfehlen kann.

 

Die soziologischen Aspekte interessieren mich mehr als zuvor, in Zusammenhang auch mit den religionssoziologischen und den theologischen. Da die Kirchen diese Fragen nicht behandeln, werde ich mich demnächst, als einfacher Landpfarrer im Ruhestand, improvisierend daran machen.

Doch ich habe den Eindruck, das wird in kirchlichen Kreisen als so ungehörig angesehen, als hätte jemand während des Stillen Gebets am Beginn des Gottesdienstes einen lauten Flatus von sich gegeben. Bloß nicht so tun, als habe man etwas bemerkt.

[1] https://www.google.de/search?hl=de&gl=de&tbm=nws&authuser=0&q=Die+Auserw%C3%A4hlten&oq=Die+Auserw%C3%A4hlten&gs_l=news-cc.1.0.43j43i53.3250.7129.0.9786.16.5.0.11.11.0.115.533.1j4.5.0…0.0…1ac.1.4z3sF2R6joA&gws_rd=ssl

„Er ist ein Priester, du mußt ihm gehorchen“

Posted in Kirche, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 9. Juli 2013

»ich und mein Film übernehmen die volle Verantwortung für den Rücktritt von Papst Benedikt« hier das Video[1], hier der Text [2].

»Jeden einzelnen Fall von sexuellem Missbrauch bekam Ratzinger auf den Tisch. Man kann wirklich sagen, er weiß mehr über sexuellen Missbrauch als jeder andere auf der Welt.«

 

Was Benedikt betrifft, mag er in Frieden ruhen.

 

Doch der Fall erinnert an den unterschiedlichen Umgang mit den Verbrechen an Kindern und Jugendlichen.

Für Irland gilt:

1. Es gibt drei Verantwortliche: „Kirche, Staat, Gesellschaft“

„Es war, das wird immer klarer, ein Komplott unter drei Verschwörern: die Kirche lieferte die zweifelhafte Ethik, der Staat stellte seine Zwangsmittel willfährig zur Verfügung, die Gesellschaft schwieg, obwohl sie alles wusste. Den Preis bezahlte die ohnmächtige Unterschicht, die ihre Töchter und Söhne verriet.“ Bitte den Zeitungsbericht lesen.[3] Doch das de-facto Komplott gilt auch für Deutschland, und zwar bis heute.

2. Die Zwangsarbeit. Eine geringe Pauschalentschädigung als Rentenersatz gibt es, anders als in Irland, bei uns nur für Jugendliche, die Zwangsarbeit leisten mußten, wobei der Begriff Zwangsarbeit peinlichst vermieden wird. Es gibt keine Lohnnachzahlung, weder von den kirchlichen, noch von den staatlichen Einrichtungen, die von der Zwangsarbeit profitiert haben. Auch nicht von der Privatwirtschaft, die gut an den Kindern verdient hat. Es schien wohl nicht opportun, die Betriebe, darunter Firmen mit großer Bedeutung, zwangszuverpflichten. Zwangsarbeit ja, Zwangsentschädigung nein.

Und für die Zwangsarbeit von Kindern gibt es GAR NICHTS.

Aber die deutschen Medien sprechen von „Entschädigung“, ohne die Zahlungen aufzuschlüsseln, die ohnehin erklärtermaßen nicht Entschädigung sein sollen.

3. Die ehemaligen Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen wurden auf rüde Art von Antje Vollmer[4] von Beginn an vom Runden Tisch ausgeschlossen. Diese Einrichtungen behaupten, sie hätten in den „Heimkinderfonds“ eingezahlt und sehen sich außerhalb weiterer Verpflichtungen[5]. Entweder sie lügen, oder sie haben in den falschen Fonds eingezahlt. Einen richtigen gibt es bis heute nicht.

 

Es ist merkwürdig, daß Irland tut, was Deutschland nicht will, nämlich entschädigen. Da es in Deutschland so prima klappt mit dem anhaltenden Betrug an den ehemaligen Heimkindern, gibt es wohl doch nur die Erklärung aus dem Zeitungsartikel „Drei Verschwörer – Kirche, Staat, Gesellschaft“. In Italien würde man von mafiösen Strukturen sprechen.

 

Kinder haben Rechte, aber nicht alle Kinder.[6]


[4] Zu meiner Pfarrerskollegin Antje Vollmer fallen mir nur noch Worte ein, die ich besser nicht aufschreibe, weil sie gerichtsverwertbar wären.

[5] Verpflichtet fühlt sich ohnehin niemand. Aus dem Heimkinderfonds werden lediglich Leistungen auf absolut freiwilliger Basis geleistet nach dem Motto: Seid dankbar und beruhigt euch.

Tagged with: , ,

Und alle haben geschwiegen

»Fiktionale TV-Verfilmung des Sachbuchs „Schläge im Namen des Herrn“ von Peter Wensierski über die Schicksale deutscher Heimkinder in den Jahren zwischen 1945 und 1970«.

http://www.kino.de/kinofilm/und-alle-haben-geschwiegen/118969

verstörend gemalte gequälte Kinder

Posted in heimkinder, Kirche, Politik, Theologie by dierkschaefer on 21. Juni 2010

»Längst gehören seine mit irritierender Akkuratesse gemalten Bilder zum Fundus der Populär- wie der Hochkultur. Und dennoch sind sie auch heute noch gleich in mehrfacher Hinsicht ein Skandal, ein Aufreger und ein Tabubruch: Seit den frühen 1970er Jahren thematisiert der Künstler Gottfried Helnwein in seinem Bildern immer wieder geschändete, missbrauchte und verletzte Kinder und macht damit schon früh aufmerksam auf ein Tabuthema, das man damals schlichtweg nicht wahrnahm – oder es nicht wahrhaben wollte.«

(Joachim Kurz)

Nun kommt ein Dokumentarfilm über Helnwein in (hoffentlich viele) Kinos.

Originaltitel: Die Stille der Unschuld, Kinostart: 17.06.2010.

Ich kommentierte den Trailer (http://www.kino-zeit.de/filme/trailer/der-kunstler-gottfried-helnwein) mit den Worten: » Seit langem beschäftige ich mich mit dem Schicksal von ehemaligen Heimkindern. Viel früher bereits stieß ich auf die Bilder von Gottfried Helnwein mit den verstörend gemalten gequälten Kindern, verstörend, weil so irreal wirkend. Der Künstler schafft mit seinen albtraumartigen Bildern die Verbindung mit der albtraumhaften Realität: Einerseits mit den auch mir bekannten Bildern von zu Tode gequälten Kindern aus der Gerichtsmedizin, andererseits die Verbindung mit den mir vorliegenden Berichten gequälter ehemaliger Heimkinder. Der Film wird wohl leider nicht in unsere finstere Provinz kommen. Hier läuft (fast) nur Mainstream. Wann gibt’s den Film auf DVD?«

Wer interessiert ist, lese den Kommentar »Annäherung an einen „schwierigen“ Künstler« von Joachim Kurz:

http://www.kino-zeit.de/filme/der-kunstler-gottfried-helnwein#comment

photo: dierkschaefer

Mehr zum Thema Kindesmißhandlung:

gewalt-07-2