Dierk Schaefers Blog

Neues aus Korntal

Posted in Geschichte, heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Uncategorized, Weltanschauung by dierkschaefer on 16. Januar 2015

Neuigkeiten aus Korntal sind bei „idea“ leider mit einem Probe-Abo verbunden.

Posted in heimkinder, Kirche by dierkschaefer on 12. Januar 2015

Doch wer will schon idea abonnieren?

»Korntal (idea) – Die Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal hat mit zwei Personalvorschlägen wesentliche Schritte zur Klärung von Missbrauchsvorwürfen gegen ihre Kinderheime eingeleitet. Als Leiterin des Projekts „Aufarbeitung und Prävention im Brüdergemeindewerk“ hat sie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut berufen. Sie soll zusammen mit ehemaligen Heimkindern und Erziehern die Korntaler Heimerziehung in den 1940er bis 1970er Jahren untersuchen. Als Ombudsmann für frühere Heimkinder ist der pensionierte Stuttgarter Jugendrichter Wolfgang Vögele im Gespräch. Er soll gemeinsam mit den Betroffenen mögliche rechtliche S…«

 

Mehr gibt es bei idea nicht gratis. http://www.idea.de/nachrichten/detail/frei-kirchen/detail/nach-kritik-an-korntaler-bruedergemeinde-jetzt-erste-gespraeche-89242.html

Da ist man wohl auf die Bekanntmachungen der Brüdergemeinde selbst angewiesen: http://bruedergemeinde-korntal.de/index.php?id=235&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1538

Ein Prälat zum Fall Korntal

Posted in heimkinder, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 3. Dezember 2014

Endlich nimmt ein hochrangiger Kirchenvertreter, wenn auch aus der Pensionärsriege, zum Korntal-Fall Stellung – und dies in respektabler Weise. Einen Prälaten i.R. kann der Landesbischof nicht ignorieren. http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/192/das-heilige-und-der-teufel-2586.html#comment-form

Der Satz „Denn das Tragische ist ja, dass der Missbrauchstäter sein Opfer liebt und ihm Liebe schenkt.“ ist wirklich merkwürdig, weil die beiden Sorten von Missbrauch nicht genannt werden. Wahrscheinlich ist sogar die „softe“ Sorte Missbrauch schlimmer als die gewalttätige. Denn der Täter gibt vor oder glaubt wirklich, im Kind einen „Liebespartner“ zu haben. Dadurch bindet er das Kind an sich. Man kennt solche Fälle aus dem Bereich sexuellen Missbrauchs in der Familie.

 

 

Der #Tod bringt nur Vorteile

Posted in heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 18. November 2014

»Man müsse berücksichtigen, dass „zwei der … Beschuldigten nicht mehr leben“«[1].

Und wenn’s der Tod nicht richtet, so doch das Hinscheiden der Rechtswirkung:

»Martin Hirschmüller, Anwalt der Brüdergemeinde, beruft sich auf die Verjährung. Die gerichtlich geltend gemachten Ansprüche würden „weit über 30 Jahre“ zurückliegen.«

Das sei auch Gott dem Herrn vorgehalten: Mit’m jüngsten Gericht is nix; alles längst verjährt am Ende der Zeiten.[2]

»Hirschmüller hat gegen die von Zanders Anwalt beim Landgericht beantragte Prozesskostenhilfe Widerspruch eingelegt.«

Ist doch nett, dass der Kirchenanwalt bemüht ist, die Gerichtskasse zu schonen, und zwar ganz uneigennützig. Denn wenn’s gar nicht erst zum Prozess kommt, weil der Kläger kein Geld hat, verdient auch Hirschmüller weniger als mit Prozess.

Ob ihm die Kirche dafür angemessen entschädigt? Schließlich spart sie am meisten:

  1. an Geld und
  2. kann sie in einem öffentlichen Prozess nicht vorgeführt werden.

Offenheit im Umgang mit Fehlern sieht anders aus.

Ich spreche ausdrücklich von Fehlern, denn die Verbrecher sind tot.

[1] alle Zitate aus: http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/mann-klagt-sein-fruheres-kinderheim-an-1.1847905

[2] https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/07/das-jc3bcngste-gericht2.pdf

Sie kapierens einfach nicht, die Brüder

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 13. November 2014

»Die Fronten zwischen der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal und den ehemaligen Heimkindern verhärten zunehmend. In einer Pressemitteilung hat die diakonische Einrichtung, die sich mit schweren Vorwürfen unter anderem des sexuellen Missbrauchs konfrontiert sieht, nun offiziell die Vertreter der Heimkinder zu einem Gespräch eingeladen. …

Verärgert sind die Betroffenen etwa darüber, an wen sich die Brüdergemeinde richtet: In der Mitteilung wird der Musikschulleiter Peter Meincke als Vertreter der Heimkinder genannt. Doch Meincke weist diese Rolle von sich. „Es ist ein bisschen schräg, dass die Brüdergemeinde bestimmt, wer der Ansprechpartner ist.“ Er sieht seine Aufgabe eher darin, den Heimkindern Öffentlichkeit zu verschaffen, etwa über die Internetseite der Opferhilfe Korntal.«[1]

Die Verjährung sei für ihn eine Grundsatzfrage, »hatte Klaus Andersen, der weltliche Vorsteher der Brüdergemeinde, bereits im Sommer … gesagt. Für ihn stehe aktuell ein Gespräch im Vordergrund. … Er bedauert, dass ein Dialog bisher nicht zustande gekommen sei. Die laufende juristische Auseinandersetzung hemme den persönlichen Kontakt.«

 

Der persönliche Kontakt, am Kamin oder bei Kaffee und Kuchen? In welchem Wolkenkuckucksheim lebt der denn? Die Brüdergemeinde kämpft mit den harten Bandagen: der Verjährung. Das heißt für die Opfer Kampf, und kein „Gespräch“. Wie Gespräche ohne Rechtsbeistand aussehen, haben die ehemaligen Heimkinder erfahren müssen.

 

Vielleicht haben’s die Brüder aber doch kapiert u sind nur trickreich.

 

[1] alle Zitate aus http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.korntal-muenchingen-angebot-der-bruedergemeinde-veraergert.883b55e8-1384-46e6-b9d6-fbc5ddd2456b.html