Dierk Schaefers Blog

Wenn die Vorwürfe zutreffen, …

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Politik by dierkschaefer on 29. August 2013

… dann hat der große Betrug an den ehemaligen Heimkindern seit Einrichtung des Runden Tisches mit seiner asymmetrischen Machtverteilung und willfährigen Heimkinder-Vertretern unter dem Vorsitz der manipulierenden „Moderatorin“ eine weitere Facette erhalten.

 

Wortlaut des an mich gerichteten Mails:

 

guten morgen herr schäfer, ich bitte sie, den text dieser mail zu veröffentlichen. otto behnck ist damit einverstanden, alle sollen es wissen…..

—– Weitergeleitete Nachricht von Otto Behnck <otto.behnck@web.de> —–

Datum: Wed, 28 Aug 2013 21:54:59 +0200 (CEST)
Von: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Antwort an: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Betreff: Fw: Rücktritt als 2. Vorsitzender des Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
An: Rolfbreitfeld <rolfbreitfeld@alice-dsl.net>

 

Rücktritt als 2. Vorsitzender und Ausscheiden aus dem Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H

 

Während meiner Tätigkeit im Beirat musste ich bedauerlicherweise feststellen, dass eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund, Ländern und den Kirchen beider Konfessionen getroffen, deren Ziel es ist, nicht ausgezahlte Gelder, an die Einlagengeber zurück zu zahlen. An der Tätigkeit von Herrn Gorrissen als verantwortlich handelnder im Lenkungsausschuss konnte ich feststellen, dass von Anfang an mit der Zielvorgabe gearbeitet wurde, nicht alle zur Verfügung gestellten Gelder auszugeben. Insbesondere seien hierfür die Richtlinien genannt, die von vornherein darauf abzielten, dass nur ein eingeschränkter Personenkreis überhaupt die Möglichkeit hat, von dem Fond zu profitieren. Im Hinblick auf die eingangs erwähnte Verwaltungsvereinbarung, erscheint mir dieses Vorgehen nun in einem vollkommen neuen Licht.

 

Anhand der bisherigen Zahlen lässt sich erkennen, dass der Fond bis zum Ende der Laufzeit nicht annähernd ausgeschöpft wird. Hierzu sei die Drucksache 17/13671 des Deutschen Bundestages genannt, welche eindeutig für sich spricht. Herr Gorrissen hat da einen ganz eigenen Interpretationsansatz, den wir nicht nachvollziehen können. Nach seinen Aussagen läuft alles wunderbar und die Beratungszahlen seien angeblich in den letzten Wochen um bis zu 150% gestiegen. Das widerspricht allen Zahlen aus der genannten Drucksache und auch unseren Erfahrungen in der Arbeit mit ehemaligen Betroffenen.

 

Angeblich soll der Beirat einer Aufsichtspflicht nachkommen, die jedoch in keinster Weise ausgeübt werden kann, da immer wieder datenschutzrechtliche Gründe angeführt werden, sobald die Fälle von einzelnen Betroffenen überprüft werden sollen. Angesichts der Tatsache, dass es bei diesem Fonds um Auszahlungen an einzelne Betroffene geht, ist eine seriöse Kontrolle der Tätigkeit von Herrn Gorrissen und seiner Ehefrau dadurch nicht möglich. Ich bin nicht länger bereit, mich an einer Sache zu beteiligen, die vollkommen sinnfrei ist. Ich bin nicht in diesen Beirat gegangen, um andächtig den Ausführungen von Herrn Gorrissen zu lauschen und seine Arbeit abzunicken, ohne auch nur ansatzweise eine Kontrollfunktion ausüben zu können.

 

Die Erfahrungen in diesem Beirat reihen sich nahtlos an alle Erfahrungen, die ich in den letzten sechs Jahren machen „durfte“. Naja, jetzt ist es vorbei. Dieser Rücktritt stellt für mich einen Schlusspunkt dar. Ich habe kein Interesse mehr daran, mich auf niedrigstem Niveau verarschen zu lassen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Otto Behnck

—– Ende der weitergeleiteten Nachricht —–