Dierk Schaefers Blog

Hätte nie gedacht, einen Aufruf von Prof. Schruth hier zu posten

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 3. November 2014

Doch wenn’s hilft (?)

zu den »Bedingungen der Aufstockung für den Fonds Heimerziehung West und die dafür vereinbarten Kriterien der Leistungsgewährung. Die Vertreter der Betroffenen und ich haben im Lenkungsausschuss unsere Kritik an möglicherweise schlechteren Leistungsbedingungen der Fonds geäußert, haben aber auch verstanden, dass es für die politische Durchsetzung der erforderlichen enormen Aufstockungsmittel (im Fonds Ost allein ca. 320 weitere Mio.) schwere Verhandlungen mit den Finanzministerien gab sowie eine Kompromisslösung, deren Anwendung in der Praxis der Anlauf- und Beratungsstellen keine Schlechterstellung der AntragstellerInnen bedeuten muss. Für den Fonds Heimerziehung West kommt es jetzt darauf an, dass die politisch Verantwortlichen in den Ländern und bei den Kirchen keinen „Deckel“ auf den zu erwartenden Aufstockungstopf legen, sondern auch hier „Bedarfsgerechtigkeit“ als Maßstab zu Grunde legen. Es dürfen diejenigen, die sich erst jetzt bei den Fonds als Betroffene melden, nicht schlechter gestellt sein, als diejenigen, die in der Anfangsphase den Mut hatten, zu ihrer Anlauf- und Beratungsstelle zu gehen. Entschieden ist hier noch nichts. Für die hierzu von Seiten der Betroffenen erforderliche Öffentlichkeitsarbeit bitte ich auch um Ihre Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen, Prof. P. Schruth«

 

Meine Überschrift stimmt nur bedingt.

Immerhin war Schruth schon mehrfach bei mir „zu Gast“.[1]

[1] https://dierkschaefer.wordpress.com/2012/01/13/verzicht-auf-rechtliche-mittel/

https://dierkschaefer.wordpress.com/2012/01/13/prof-schruth-hat-sehr-schnell-geantwortet/

https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2012/01/verzichtserklc3a4rung-schruth.pdf

https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/09/vortrag_prof-20schruth.pdf

Da reibt man sich doch die Augen!

Posted in Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Kirche, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 8. Februar 2014

Es geht mal wieder um die drohende Insolvenz des Heimkinderfonds-Ost.

„Der Bedarf wurde falsch berechnet“, sagt Peter Schruth, der Ombudsmann der Heimopfer. Doch das dürfe nicht zulasten derjenigen gehen, die solch unfassbares Leid in Kindheit und Jugend erfahren hätten. „Diese traumatisierten Menschen fühlen sich zum zweiten Mal betrogen.“[1]

„Diese traumatisierten Menschen fühlen sich zum zweiten Mal betrogen.“ Was meint dieser „Ombudsmann der Heimopfer“ damit, der meines Wissens von keinem Heimopfer in dieser Rolle gewünscht und akzeptiert wird.

Wenn er den Runden Tisch als das erste Mal zählt, dann hat er einen großen Lernfortschritt gemacht. Denn am Runden Tisch fand ein organisierter und von Antje Vollmer glänzend administrierter Betrug an den ehemaligen Heimkindern statt, und der war staatlich und kirchlich offenbar gewollt und inszeniert. Und das unter der Assistenz von einigen willfährigen/unfähigen ehemaligen Heimkindern. Nachdem inzwischen sogar die FAZ drastische Redewendungen (in anderem Zusammenhang) zitiert, sage ich es auch drastisch. Diese Heimkinder hatten keinen Arsch in der Hose, um zu protestieren und den Bettel hinzuschmeißen. Ein „Spatz in der Hand“ war ihnen genug. Zudem hatten sie wohl erstmalig in ihrem Leben Bedeutung erlangt.

Da Prof. Schruth allerdings selber an den Beschlüssen des Runden Tisches mitgewirkt hat, muß ich annehmen, daß er den Betrug nicht dort verortet. Dann kann er mit dem ersten Betrug wohl nur die Heimmißhandlungen und die Ausbeutung durch Zwangsarbeit meinen. Diese aber waren kein Betrug. Sie waren ein Verbrechen an wehrlosen Schutzbefohlenen. Herr Schruth sollte endlich hinzulernen. Sein Zwergenaufstand ist unglaubwürdig und unzureichend. Oder übt er sich schon im Hervorbringen von Krokodilstränen?


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