Dierk Schaefers Blog

Franziskus und die Schweizer Heimkinder

Posted in heimkinder, Kinderheime, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Menschenrechte, Parteien, Politik by dierkschaefer on 25. März 2015

Wenn die Symbolhandlung[1] Folgen hat, könnten sich vielleicht nicht nur die Schweizer Behörden bewegen, sondern auch die katholischen Orden, die sich bisher  ordentlich zurückgehalten haben in der Frage der Entschädigung beschädigter Kinderbiographien.

[1] http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Papst-empfaengt-Schweizer-Missbrauchsopfer/story/11243712

Beachtlich – und ein Beleg für die Erbärmlichkeit unserer erbarmungslosen Gesellschaft

Posted in Uncategorized by dierkschaefer on 7. September 2014

Die Spitzen der Schweizer Gesellschaft und viele Schweizer Politiker haben eine Wiedergutmachungsinitiative[1] gestartet, deren Forderungen hier auszugsweise wiedergegeben werden.

Meinen Dank an Uve Werner, der auf die Initiative aufmerksam gemacht hat.

 

 

»Wiedergutmachung für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen (Wiedergutmachungsinitiative)

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 124a Wiedergutmachung für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen
1 Bund und Kantone sorgen für die Wiedergutmachung des Unrechts, das insbesondere Heimkinder, Verdingkinder, administrativ versorgte, zwangssterilisierte oder zwangsadoptierte Personen sowie Fahrende aufgrund fürsorgerischer Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen erlitten haben.
2 Sie sorgen für eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Massnahmen und fördern die Diskussion darüber in der Öffentlichkeit.

Art. 196 Ziff. 12. Übergangsbestimmung zu Art. 124a (Wiedergutmachung für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen)
1 Der Bund errichtet einen Fonds in der Höhe von 500 Millionen Franken für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen, die vor dem Jahre 1981 vorgenommen wurden.
2 Anspruchsberechtigt sind Menschen, die von solchen Massnahmen unmittelbar und schwer betroffen waren. Die Höhe der Wiedergutmachung richtet sich nach dem erlittenen Unrecht. Über die Ausrichtung der Leistungen entscheidet eine unabhängige Kommission.
3 Der Fonds wird zwanzig Jahre nach seiner Errichtung aufgelöst. Ein allfälliger Restbetrag wird den Einlegern anteilsmässig rückerstattet.«[2]

[1] http://www.wiedergutmachung.ch/de/komitee/

[2] http://www.wiedergutmachung.ch/initiative/

Geht doch, wenn man will.

Posted in Geschichte, Kinderrechte, Kirche, Wirtschaft by dierkschaefer on 24. August 2014

»Der Branchenverband Interpharma beteiligt sich am Soforthilfefonds für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen.«

http://www.beobachter.ch/dossiers/dossier-fremdplatziert/artikel/soforthilfefonds_pharma-zahlt-an-opfer/

»Traumatisierte Kinder brauchen höchste Aufmerksamkeit«

Posted in Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Kinderrechte, Pädagogik by dierkschaefer on 1. Juni 2013

»Es gehört zu den dunkelsten Kapiteln der Schweizer Geschichte: Das Schicksal von Heim- und Verdingkindern sowie anderer Opfer von fürsorgerischen Massnahmen. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden zehntausende Kinder fremd platziert – wegen Armut, Verwahrlosung, Unehelichkeit, Tod oder Scheidung der Eltern. Nicht selten mussten diese Kinder psychische und physische Gewalt erleiden, oder auch sexuelle Übergriffe. Sie wurden ausserdem auf Bauernhöfen als Knechte ausgebeutet sowie in Kinderheime gesteckt, wo sie fragwürdigen Erziehungsmethoden ausgesetzt waren.«[1]