Dierk Schaefers Blog

Zermürbungskrieg – In Korntal nichts Neues.

Nach wie vor liegen sich die „Brüder“ der Brüdergemeinde Korntal und ehemalige Kinder aus dieser Einrichtung im Stellungskampf gegenüber. In solchen Abnutzungskriegen gibt oft nur Verlierer – auf beiden Seiten.

Die Position der Landeskirche

Die Brüdergemeinde hat sich eingeigelt, ihre Gegner erscheinen hilflos und haben sich in der letzten Zeit darauf beschränkt, die Brüdergemeinde zu verbellen. Darüber hinaus nehmen sie auch den Landesbischof der Württembergischen Landeskirche ins Visier. Der soll eingreifen. Doch der wird ’nen Teufel tun, soweit man einen Landesbischof mit dem Teufel in einem Atemzug nennen darf. Über die behauptete völlige Unabhängigkeit der Brüdergemeinde von der Landeskirche lachen zwar die Hühner, die Bischof July bei seiner letzten Visitation öffentlichkeitswirksam gefüttert hat.[1] Doch warum sollte er sich in der Pflicht sehen? Täte ich auch nicht. Das sollen die Brüder selber ausbaden.

Hinzu kommt die starke Stellung der Pietisten in der Landeskirche. Selbst wenn er wollte, er kann gar nicht anders. »Frank Otfried July, Landesbischof der Württembergischen Landeskirche, sieht die Pietistische Frömmigkeit als Aufgabe kirchenleitenden Handelns“ und [sein Beitrag im Pfarrerblatt] trägt den für manche verwirrenden aber treffenden Untertitel „(K)ein Kirchlein in der Kirche?“. Zum Verständnis mag ein Zitat aus dem FOCUS helfen: „Nur wenige Landes­kirchen sind so stark vom meist strikt konservativen Pietismus geprägt wie die württember­gische. ›Sie durchsetzen die Württembergische Landeskirche wie die Hefe den Teig‹, sagt der Schorndorfer Dekan Volker Teich.« July sieht den Pietismus als „Herausforderung für kirchenleitendes Handeln“. »Das „Pietisten-Reskript 1993“ sei Ausdruck des Gelingens dieser Aufgaben. Dort heißt es einleitend: „Das Reskript hat dem sich immer weiter ausbreitenden Pietismus ein verant­wortliches Eigenleben innerhalb der Kirche ermöglicht und dadurch einer separatistischen Absonderung gewehrt. Der Pietismus bekam offiziell Heimatrecht in der Landeskirche (…) und wurde zu einem Element württembergischen Kirchenwesens, das sich auch in den späteren Phasen der Geschichte in seiner belebenden und aufbauenden Kraft bewährt und als tragfähig erwiesen hat.“ Doch manche Grundlinien seien gleichgeblieben: so »die Abwehr separatistischer Absonde­rung pietistischer Gruppen und die Vitalisierung der Kirche durch die ›belebende Kraft‹ des Pietismus.« [2] Nicht nur July steckt in der Zwickmühle, seine Landeskirche auch. Würde July – wenn er es denn wirksam könnte – in den Streit mit der Brüdergemeinde eingreifen, bekäme er Streit mit den Pietisten in der Landeskirche. Die haben längst Parallelstrukturen zur Landeskirche aufgebaut und brauchen diese Kirche nicht unbedingt. [3]

 

Die Position der Ankläger

Seit einigen Wochen gab es nur ein eher hilfloses Gekeife. Das können die Brüder ruhig aussitzen. Nun gibt es einen neuen Ansatz vom Netzwerk BetroffenenForum e.V. mit der Überschrift: Wir reden Klartext.[4] Dort heißt es abschließend: » … fordern wir alle Missbrauchsopfer der Brüdergemeinde Korntal, gleich ob sie sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt unterzogen waren, auf, unbedingt und sofort, unabhängig von eventuellen Verjährungsfristen, Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder der zuständigen Staatsanwaltschaft zu erstatten. Die Anzeige soll gegen die Organisation gestellt werden und darin können evtl. einzelne Personen genannt werden. Eine Ablehnung der Protokollierung ist nicht zulässig. Lassen Sie sich die Anzeige bestätigen!« Denn, so die strategische Überlegung: »würde alles bekannt werden, müssten die Jugendhilfeeinrichtungen der evangelikalen Brüdergemeinde Korntal auf den Prüfstand und gegebenenfalls einem anderen Träger übertragen werden!«

Was ist davon zu halten?

Dem Aufruf zur Anzeige werden nur wenige Betroffene folgen. Weiß denn die nächste Polizeidienststelle oder die zuständige Staatsanwaltschaft mit dieser psychologisch wie rechtlich heiklen Materie umzugehen?

Der Aufruf ist nicht dazu geeignet, dass alles bekannt wird. Da müssen die Betroffenen schon selber ran. Sie sollten eine unbefangene Vertrauensperson finden, zu der die „Opfer“ Vertrauen aufbauen können. In einer Reihe von Gesprächen kann der jeweilige „Fall“ rekonstruiert werden, kann Mut gemacht werden, offen zur Aussage zu stehen: Ich, N.N., war von — bis in einer Einrichtung der Brüdergemeinde und habe dort folgende Übergriffe von XY und YZ erlebt. Ich halte es für verfehlt, die Organisation anzuklagen, sondern immer nur den oder die Täter. Ansonsten gilt: Wer mehr als einen warmen Händedruck will, muss aus der Anonymität heraustreten – anders geht es in einem Rechtsstaat nicht. Die Opfer sollten sich nicht absprechen, denn das Gedächnis ist nicht immer zuverlässig und ist vor allem formbar. Lediglich das Prozedere muss mit der Vertrauensperson abgesprochen werden. Man sollte möglichst viele Details nennen, die von der Vertrauensperson gesammelt und sortiert werden. Wenn’s zu Anzeigen reicht, dann los. Wenn es lediglich Erlebnisberichte sind, die leicht angezweifelt werden können, oder für die Verjährung gilt, dann muss man sich eine andere Öffentlichkeit suchen. Ich würde ein öffentliches Tribunal in Korntal veranstalten. Die Presse wird Interesse haben.

Die Position der Brüdergemeinde

Man muss deutlich unterscheiden zwischen Tätern und Vertuschern. Selbst die Vertuscher können guten Glaubens sein, dass diese „ungeheuerlichen“ Vorwürfe erfunden sind. Für diese Personen müssen die Vorwürfe glaubhaft gemacht werden. Darum: keine inhaltlichen Absprachen unter den Opfern! Darum: eine seriöse Person als Faktensammler!

Zur Ungeheuerlichkeit der Vorwürfe: Für die meisten Mitglieder der Brüdergemeinde sind diese Vorwürfe unvorstellbar. Sie widersprechen dem eigenen Lebensentwurf – und der ist fromm, gottgefällig und bibeltreu. Das Verhältnis zur Sexualität ist nicht offen – verklemmt wäre das falsche, weil diskriminierende Wort. Für diese Gläubigen ist der Herrjesus immer dabei, auch im Ehebett[5]. Und bevor meine Leser jetzt breit grinsen: Ich hoffe doch für sie und ihren Partner, ihre Partnerin, dass sie im Bett nicht einfach die Sau rauslassen, sondern auch dort nicht gegen ihre Wertevorstellungen handeln und auf die Menschenwürde beider Partner achten.

Diese Gläubigen glauben noch an das Jüngste Gericht[6] (Mt 25,31-46). Die meisten sind keine Missbraucher. Sie werden jedoch mitschuldig, das sagt auch der Text der Betroffenen deutlich. Biblisch gesprochen: Ich bin missbraucht worden, und du hast meine Klage beiseite geschoben.[7]

 

Nun ist das Netzwerk der Betroffenen am Zuge. Viel Erfolg!

Übrigens: Die Leute mögen ja komisch wirken, aber es gibt gute Gründe, den Pietismus und seine Gläubigen sachgerecht zu verteidigen.

 

Fußnoten

[1] „Auf dem Schulbauernhof füttert auch der Bischof die Hühner – Landesbischof Frank Otfried July besucht die Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal“ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/07/31/blieb-der-juli-ohne-july-korntal-war-keine-chefsache/

[2] Zitate in diesem Absatz aus: Dierk Schäfer, Nachgedanken zu den Aufsätzen von Hans-Martin Barth, Christoph Dinkel und Frank Otfried July im »Deutschen Pfarrerblatt 2/2016« – Ekklesiologische Schlaglichter – http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/archiv.php?a=show&id=4037

[3] Es sollte hinzugefügt werden: Diese Parallelstrukturen wurden von unseren Evangelikalen selber finanziert, neben der regulären Kirchensteuer.

[4] Wir reden Klartext!

Wer jetzt im Missbrauchsskandal der Brüdergemeinde Korntal wegschaut und diese „bibeltreue, evangelikale“ Gemeinde gewähren lässt oder sie gar unterstützt, macht sich mitschuldig!

Die Brüder haben in der Vergangenheit, als wir Betroffenen noch Kinder waren, alles vertuschen können – nun sind andere Verantwortliche zuständig. Die Strukturen der Brüdergemeinde HYPERLINK „http://www.heimopfer-korntal.de/“Korntal haben sich jedoch nicht verändert.

Wir sind heute erwachsene Menschen mit eigenen Biographien, doch die Brüder glauben, uns heute noch behandeln zu können, wie ihre ehemaligen Heimkinder, denen von einigen ihrer „christlichen“ Mitarbeiter auf das übelste sexuelle Gewalt angetan worden ist. Heute beginnt der Missbrauch erneut, mit anderen, nicht weniger perfiden Mitteln!

Klaus Andersen, der Laienvorsteher der Brüdergemeinde Korntal betreibt nur Symbolpolitik. An einer unabhängigen, und umfassenden, sowie nachhaltigen Aufklärung und Aufarbeitung ist er und seine evangelikale Gemeinde überhaupt nicht interessiert. Er beauftragt für viel Geld Menschen, die den Auftrag haben, aktive Betroffene bewusst zu verletzen, vorzuführen und menschenverachtend zu behandeln, mit dem Hintergrund, diese mundtot zu machen, damit nicht alles an Perversionen dieser „Christen“ auf den Tisch kommt.

Denn würde alles bekannt werden, müssten die Jugendhilfeeinrichtungen der evangelikalen Brüdergemeinde Korntal auf den Prüfstand und gegebenenfalls einem anderen Träger übertragen werden!

Andersen schaut diesem Treiben in seiner „evangelikalen“ Gesinnung strahlend zu.

Wir werden dafür Sorge tragen, dass alles schonungslos offengelegt wird, dass der evangelikalen Brüdergemeinde Korntal die Verantwortung zur „Aufklärung“ von höchster Stelle entzogen wird. Denn die Täterorganisation hat nur ein Ziel: Ihre Einrichtungen vor der Insolvenz zu bewahren und ihre Gemeinnützigkeit zu schützen!

Ihr Bestreben ist, möglichst viele Informationen, Daten und Fakten von Betroffenen zu erhalten, um damit eine selbstgemachte „Aufklärung“, möglichst ohne Schäden an der Organisation, ablaufen lassen zu können.

Deshalb rufen wir alle Betroffenen/Opfer auf, sich nicht bei der Täterorganisation Brüdergemeinde Korntal zu melden und auf kein Treffen zu gehen, das von der Brüdergemeinde Korntal und der AG Heimopfer Korntal geplant ist.

Wir warnen ausdrücklich vor diesem Vorgehen, denn die evangelikalen Brüder wollen gemeinsam mit ihren Beratern und der AG Heimopfer Korntal, ein beschleunigtes Verfahren. Damit möchte man auf die Schnelle den Betroffenen/Opfern, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, einen lächerlichen Betrag von bis zu 5.000 € bezahlen. Andere Betroffene/Opfer von körperlicher, psychischer Gewalt erhalten nichts!

Wir haben aus den Fehlern in der Vergangenheit gelernt; die aktuellen Entwicklungen zeigen ganz deutlich, dass unser Weg richtig ist.

Der „Aufklärungsprozess“ der evangelikalen Brüder ist erneut gescheitert. Ohne Betroffene/Opfer wird und kann es im Missbrauchsskandal der evangelikalen Brüder keine Aufklärung/Aufarbeitung geben!

Wenn sich die evangelikalen Brüder, sowie deren Beauftragte, nur ansatzweise vorstellen könnten, was es heißt, als kleines Kind von einem Erwachsenen anal missbraucht zu werden, Sperma ins Gesicht zu bekommen, Fremdkörper (Schraubenzieher) in den Anus eingeführt zu bekommen, würden sie ganz anders vorgehen, denn wir sind überzeugt, die evangelikalen Brüder und ihre Beauftragen würden uns verstehen – wären es dann doch auch ihre Schmerzen, mit denen wir täglich zu kämpfen haben.

Zum Schluss fordern wir alle Missbrauchsopfer der Brüdergemeinde Korntal, gleich ob sie sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt unterzogen waren, auf, unbedingt und sofort, unabhängig von eventuellen Verjährungsfristen, Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder der zuständigen Staatsanwaltschaft zu erstatten. Die Anzeige soll gegen die Organisation gestellt werden und darin können evtl. einzelne Personen genannt werden. Eine Ablehnung der Protokollierung ist nicht zulässig. Lassen Sie sich die Anzeige bestätigen!

Verein Netzwerk BetroffenenForum e.V.

Detlev Zander Betroffener, Sprecher Netzwerk BetroffenenForum e.V.

Kontakt: dzander@aufarbeitung-korntal.de   0172 / 4714 241   Plattling 19.03.2017

[5] Man muss sich vor Augen führen, dass das Verhältnis zu Jesus für viele Gläubige eine sublime erotische Komponente hat. Das wird deutlich – und funktioniert bei vielen Kirchenliedern, wenn man mal versuchsweise nach jeder Zeile „unter der güldenen Decke“ einfügt. Wie soll ich dich empfangen … und wie begegn’ ich dir, …. Es macht einerseits die Innigkeit der Beziehung deutlich, zeigt aber auch, welch Sakrileg mit jeder „Unkeuschheit“ verbunden ist. Man kann darüber Witze machen, doch die fallen auf den Witzbold zurück. Es wird ja niemand gezwungen, diese Frömmigkeit zu übernehmen.

[6] https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/07/das-jc3bcngste-gericht2.pdf

[7] https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/09/01/traumhaft/

 

Wer schläft, der sündigt nicht. Piusbruder handelte im »Zustand der „Sexsomnie“«

Posted in Kindeswohl, Kirche, Kriminalität, Kriminologie, Uncategorized by dierkschaefer on 29. Mai 2016

»Es ist bekannt, dass sich einige Missbrauchstäter vor Gericht auf diese Art von Schlafstörung berufen, um dann auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren.«[1]

Hier nur einige Zitate aus dem Artikel:

»Der Auftritt des Geistlichen wirkte auf die Betroffenen gut geplant und inszeniert: „Er kam herein und benahm sich, als wäre er selbst das Opfer“, erinnert sich die Mutter von Joey und Luke. „Er weinte und jammerte die ganze Zeit.“«

»Die Piusbruderschaft besitzt aufgrund ihrer radikalen Ansichten schon seit 1975 keinen kanonischen Status mehr und ist damit keine römisch-katholische Organisation. Das bedeutet: Sämtliche Priester- und Bischofsweihen erfolgen ohne die Erlaubnis Roms, Amtsausübung und das Spenden der Sakramente sind illegitim. Absurderweise behandelt die offizielle Kirche die Traditionalisten aber als gleichwertig, wenn es um „delicta graviora“, die Missbrauchstaten, geht.

Im Mai 2015 erteilte die Glaubenskongregation dem Generaloberen der Piusbruderschaft, Bernard Fellay, das Mandat, Recht über Missbrauchstäter in den eigenen Reihen zu sprechen – auch über die hier genannten Fälle.«

Papst Franziskus ist anscheinend »Auf Harmoniekurs mit den Piusbrüdern.«

[1] Alle Zitate aus: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/piusbruderschaft-kindesmissbrauch-im-halbschlaf-a-1090487.html

Das „zweite Verbrechen“ der Kirche: Vertuschung

Posted in Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 26. Januar 2015

»Das lange Vertuschen des Skandals nannte Matthias Katsch, Betroffener am Berliner Canisius-Kolleg, das „zweite Verbrechen“ der Kirche.«[1]

„Wenn ein Priester heiratet, entfernt ihn die Kirche sofort aus ihren Reihen. Wenn er ein kleines Kind missbraucht, darf er bleiben.“[2]

 

Wenn die Vertuschung das zweite Verbrechen der Kirche ist, welche Nummer bekommt dann ihr Betrug am Runden Tisch Heimerziehung?

1a!

[1] http://www.spiegel.de/panorama/justiz/betroffene-missbrauchsskandale-werden-nur-schleppend-aufgearbeitet-a-1015112.html

[2] http://www.spiegel.de/panorama/missbrauch-in-der-katholische-kirche-experten-ueber-praevention-und-nulltoleranz-a-1014066.html

Und neues Leben blüht aus den Ruinen

Posted in Geschichte, heimkinder, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 6. April 2014

Schön! –  Wer in der frühen Nachkriegszeit die Trümmerpflanzen auf den Trümmergrundstücken gesehen hat, konnte beinahe die Trümmer übersehen. Uns Kinder hat das alles nicht gestört. Trümmergrundstücke waren für uns Normalität; wir kannten es nicht anders und spielten dort ganz unbefangen, so wie wir auf den Trümmern auch ganz unschuldig (?) sangen: Ei, ei, ei, Korea, der Krieg kommt immer näher, und wenn der Ami Bomben wirft, dann wackelt ganz Korea …“ – Welch ein Wahnsinn! Auch in unseren Köpfen mußten erst die Trümmer beseitigt werden, wie auch die realen, die erst Freiflächen Platz machten und später bebaut wurden. Vor manchen liegen heute Stolpersteine.

Von Trümmerbeseitigung wollen die Verantwortlichen der Bergischen Diakonie Aprath (BDA) nichts hören. Sie hoffen, unbeschwert von der Vergangenheit ihrer Einrichtung etwas Neues und Lukratives beginnen zu können.

Dort liegen keine Stolpersteine, doch aus den Trümmern gellen heute noch die Schreie der Opfer.

Der Brief, den ich hier zur Kenntnis gebe, ist als offener Brief deklariert. Hoffentlich zeigt er Wirkung.

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Offener Brief, Antrag, Hilfsersuchen

 

der Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder aus der Fürsorgehölle „Gut an der Linde“, dem Knabenheim der Bergische Diakonie Aprath amd.co.at/anti/moitzfeld

 

Absender – Kontakt – Ansprechperson – Antragsteller:

Axel Weiner          Heinrich Neusen Str. 7 47877 Willich     Tel. 02156 – 3941

Reiner Gläser        Kampgasse 3                 51107 Köln         Tel. 0221-1693264

Michael Schierer   von Frentz Str.18             50259 Pulheim   Tel. 02238-58157

 

 

An

Dr. Claudia Panke        Bürgermeistern Wülfrath                   buergermeisterin@stadt.wuelfrath.de

Cristiane Singh          Dezernentin Bauamt Wülfrath            c.singh@stadt.wuelfrath.de

Hannelore Kraft          Ministerpräsidentin NRW                  hannelore.kraft@spd.de

Barbara Steffens         Gesundheitsministerin NRW             info@mgepa.nrw.de

Uwe Dörnisch Seidel  Beauftragter Maßregelvollzug NRW poststelle.lbmrv@lbmrv.nrw.de

Presse und Öffentlichkeit – dieses Schreiben in der Anlage nochmals anbei

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

den Medien ist zu entnehmen, dass trotz aller Proteste einige zuständigen Amtsträger des Land NRW und der Stadt Wülfrath erwägen, auf dem Gelände der Bergische Diakonie Aprath (BDA) eine forensische Klinik zu errichten und das Land der BDA das Gelände dafür abkaufen soll.

 

Pfarrer Joerg Hohlweger, Vorstand der BDA, hebt gegenüber der Presse, der Landesregierung, der Stadt und Öffentlichkeit irreführend die Verdienste in der Nachbetreuung forensischer Patienten und Kinderbetreuung hervor, ohne die Verbrechen der BDA in der Vergangenheit zu erwähnen.

 

Der Landesbeauftragte für den Maßregelvollzug hat uns zwar mitgeteilt, dass die BDA nicht an der Behandlung der Patienten beteiligt sein wird, weil das Land Träger ist, Pfarrer Hohlweger hat aber, das war den Medien wiederholt zu entnehmen, andere Pläne. Die BDA soll in die Behandlung und Nachsorge einbezogen werden.

 

Gegen das Vorhaben, die Forensik dort zu bauen, legen wir hiermit Widerspruch und Beschwerde ein. Wir haben in den Kinderheimen der BDA die Hölle erlebt und ein berechtigtes Interesse daran, dass deren Zuständige an weiteren Unrechtshandlungen gehindert werden oder mit dem Kaufpreis, obgleich die von Menschenverachtung geprägte Geschichte der BDA bekannt ist, belohnt werden.

 

Das Vorhaben des „mildtätigen“ Vereins BDA beweist wieder einmal, dass es den dort Zuständigen nicht um das Wohlergehen der Menschen geht, sondern um das Geld, das mit dem Vorhaben verdient werden kann. Das Interesse der jetzigen und zukünftigen Anwohner, der Schutzbefohlenen die einfach verlegt werden sollen, der zwei benachbarten Wohneinrichtungen in denen u. a. sexuell missbrauchte Kinder Schutz finden, ihre eigenen Schutzbefohlenen die dann neben der Forensik leben müssen usw. wird einfach übergangen. Auch der Naturschutz im schönen bewaldeten Gelände wird missachtet.

 

Wenn einer beurteilen kann, ob die BDA oder deren Gelände für das Vorhaben geeignet ist, sind es nicht deren umsatzorientierte Vorstandsmitglieder, sondern wir, ihre ehemaligen Schutzbefohlenen. Das Knabenheim in dem die BDA uns unsere Jugend gestohlen hat, wurde zwar 1979 geschlossen, aber die menschenverachtende Einstellung, Schutzbefohlene sind offensichtlich nur von Wert solange sie Geld einbringen, danach sind werden abgeschrieben, hat sich offensichtlich nicht geändert.

 

Der quälerische Tagesablauf in „Gut an der Linde“ bestand aus militärischem Drill inklusive Uniformierung und stramm stehen, regelmäßigem sexuellem Missbrauch, Prügel, Isolierraum, Kontaktverbot zur Jugend am Ort, Verwandten und Eltern, schlechtem Essen, armseligen Unterkünften, Massenschlafsälen, Bildungsversagung, Taschengeldentzug, Zwangsarbeit im Heim, bei Bauern und Handwerkern ohne Bezahlung usw. Das Heim war mehr Arbeits- und Zwangserziehungslager als kindgerechte Alternative zum Elternhaus. Wundern muss einen das nicht, die Erzieher hatten über Jahre keine Ausbildung und ihr Handwerk in der NS Zeit gelernt. Pfarrer Wilfried Schneider, Vorsitzender der BDA von 1966 bis 1999, beispielsweise als junger Mann in der SS und in den Saukel Werken, einem Außenlager des KZ Buchenwald.

 

Unsere Ehemaligengruppe setzt sich seit rund fünf Jahren gegenüber der BDA für Akteneinsicht, Hilfe bei der Suche nach Heimkameraden und Entschädigung ein. Wir erhielten aber nur ein bisschen Einsicht in vorsortiertes Aktenmaterial, Zusagen, die nicht eingehalten wurden, abwiegelnde Verweise auf andere Hilfsfonds und Hinhaltezusagen. Die letzte Zusage von Pfarrer Hohlweger, einen Entschädigungsfond der BDA für ehemalige Heimkinder einrichten zu wollen, die nicht erfüllt wurde, diente offensichtlich dem Zweck uns zwei Jahre lang ruhig zu stellen, damit die unmenschlichen Handlungen der Mitarbeiter aus den Medien verschwinden. Denn das Bekannt werden von Kindesmissbrauch und Misshandlung begründet ja Kirchenaustritte und Kundenabgänge. Eltern die davon wissen, vertrauen der BDA mit Sicherheit keine Kinder an. Hier ist das Interesse erkennbar. Die Patienten der Forensik können nicht abhauen oder sich abmelden. Sie sind der BDA, wenn diese den von Pfarrer Hohlweger gewollten Zugriff auf Mitwirkung erhält, hilflos ausgeliefert.

 

Bei der Frage ob das Gelände der BDA und deren Nachbarschaft oder Mitwirkung für die Forensik geeignet ist, sollte man auch die Geschichte der BDA bedenken. Diese ist mörderisch, grausam, blutig und von menschenverachtender Geschäftspraxis geprägt. Andere Organisationen, die sich nicht hinter dem Kreuz verstecken können, wären bei systematischen Gräueltaten wie die der BDA schon lange als kriminelle Vereinigung etc. verboten und sind es auch.

 

Die Verantwortliche der BDA stellen gerne, wie jetzt bei der Forensik- Debatte, deren „Verdienste“ heraus, verschweigen aber die von ihnen oder ihren Vorgängern begangenen Verbrechen wie:

 

  • Das reihenweise Verhungern lassen von Schutzbefohlenen im Steckrübenwinter.
  • Die Einbindung mit dem diakonische Werk beim Patientenmord in der NS Zeit.
  • Die Propagierung von Medizinversuchen an Schutzbefohlenen und Behinderten.
  • Die Zwangssterilisation von Schutzbefohlenen in der NS Zeit.
  • Die systematische Ausbeutung von Kindern und Patienten durch Zwangsarbeit.
  • Die regelmäßige Förderung und Begehung von sexuellem Missbrauch durch Mitarbeiter.
  • Die Organisation der schlimmsten Fürsorgehöllen.
  • Die Prügel, Zwangsarbeit und perversen Strafen in ihren Fürsorgehöllen..
  • Das systematische Verabreichen von umstrittenen Psychodrogen.
  • Das gefangen Halten von Kindern gegen deren Willen.
  • usw. alles belegbar.

 

Mit der Aufzählung der Verbrechen und Missbrauchstaten der BDA Mitarbeiter könnte man Bücher füllen, wenngleich deren Vorstände viel dafür tun, um alles Vergessen zu machen. Auf die Verbrechen angesprochen, insbesondere von uns, ihren ehemaligen Heimkindern die das live ertragen mussten, bekunden die Vorstände, Pfarrer Hohlweger nach Pfarrer Iwand, Betroffenheit und versprechen Änderungen. Tatsächlich ändern sie nur etwas, wenn es Gesetze oder Eigeninteressen erfordern

 

Wir fordern auch Herr Pfarrer Hohlweger auf, von der Forensik abzulassen. Das Wohlergehen der Nachbarn und Schutzbefohlenen hat Vorrang vor Expansion und Gewinn! Menschen sind wichtiger als Geld. Weiter fordern wir Pfarrer Hohlweger auf sich um die Opfer zu kümmern, uns ehemaligen Heimkinder, die in der BDA über Jahrzehnte systematisch psychisch und physisch fertig gemacht wurden, bevor mit dem Forensikbau auf ihrem Gelände wieder neue Opfer produziert werden.

 

Die Mitglieder des Stadtrates von Wülfrath bitten wir hiermit über Frau Dr. Claudia Panke gegen die Bebauung zu stimmen und stellen hiermit den dem entsprechenden Antrag.

 

Alle sonstig Beteiligte bitten wir dringend im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass die Forensik nicht auf das Gelände der BDA kommt.

 

Hochachtungsvoll

i.A. Axel Weiner

 

Nach Tebartz: Und Franz Kaspar?

Posted in heimkinder, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 13. November 2013

In diesem Artikel geht es nicht um seine Zeit als Generalvikar und Vertrauter des Bischofs, sondern um seine Zeit als Direktor des St. Vincenzstifts in Aulhausen und den Mißbrachsvorwürfen im dortigen Kinderheim.[1]


Diözese Regensburg: »Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte«

Posted in Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Pädagogik, Psychologie by dierkschaefer on 12. Mai 2013

Diözese Regensburg: »Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte«

»Dass sich die Täter dabei wenig um staatliche Gesetze geschert haben, findet seine Ursache unter anderem darin, dass kirchliche Stellen die übergriffigen Priester bis 2010 fast nie von sich aus an die staatlichen Justizbehörden meldeten. Und nicht zuletzt: Es geht um geistliche Täter, die wesentliche Teile ihrer zweifelhaften Sozialisation in elitären katholischen Einrichtungen zur Schaffung von Priesternachwuchs erhalten haben.«

»Der Bamberger Kirchenrechtler Alfred E. Hierold trug im Jahr 2004 auf einer kirchenrechtlichen Tagung zu dem Thema „Pädophilie und Ephebophilie: Rechtsschutz für Opfer und Beschuldigte“ eine stimmige Bestandsaufnahme vor: „Opfer schweigen, weil sie sich schämen“, Verantwortliche in den Gemeinden, weil „sie negative Auswirkungen auf das Ansehen der Gemeinde fürchten“. Selbst Instanzen der weltlichen Justiz halten das Licht der Öffentlichkeit fern. Ermittlungsergebnisse und Gerichtsurteile werden nicht an die große Glocke gehängt, um „dem Image der Kirche nicht zu schaden“. Haftstrafen werden diskret abgewickelt, Informationen nur unter vorgehaltener Hand erzählt. „Geschwiegen haben auch viele Bischöfe, um die Priester nicht bloß zu stellen“.«

»Die Diözese Regensburg ist meilenweit von einer transparenten Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle entfernt. Beispielhaft zeigt das die über 50 Jahre andauernde Vertuschungsgeschichte des ehemaligen Domspatzen-Direktors Georg Friedrich Zimmermann«.

» Wer die bisherigen Ankündigungen des Regensburger Ordinariats in Sachen Aufklärung der Missbrauchsfälle rekapituliert, muss bald feststellen, dass das schöne Reden nicht mit dem tatsächlichen Handeln übereinstimmt. Dies ist eine der Hauptquellen für den andauernden Glaubwürdigkeitsverlust der römisch-katholischen Kirche.« [1]

 


 

 


Volltreffer?

Posted in Kirche, News by dierkschaefer on 10. April 2010

Kein Grund zu triumphieren. Es ist schade, daß es so weit kommen mußte. Doch wer die Interessen der Institution vor die der Menschen stellt, mag Kriegsherr sein, aber nicht Kirchenführer. Selbst von Konzernherren erwartet die Öffentlichkeit mehr Sensibilität für die von ihnen abhängigen Menschen, und diese haben notfalls eine Gewerkschaft. Kinder haben keine Lobby, aber Kirche sollte eine Lobby für Kinder sein.

Hier hat jemand seine Mission gründlich verfehlt. Das ist kein Grund für Hochmut. Keiner von uns weiß, wie er sich selbst verhalten hätte, wäre er in dieser Position. Es ist nur tieftraurig.

»Wir wären gut, anstatt so roh, doch die Verhältnisse, die sind nicht so.« (Bertold Brecht)

»Papst unter Druck

Geschrieben von pethens

Samstag, 10. April 2010

Los Angeles – Kirchendokumente zeigen, dass sich Kardinal Joseph Ratzinger, bevor er Papst wurde, der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters in Kalifornien widersetzte. In einem 1985 vom damaligen Kurienkardinal Ratzinger unterschriebenen Brief wurden Bedenken hinsichtlich der Folgen einer Amtsenthebung des Geistlichen für die Weltkirche geäußert. Das Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) vorlag, ist Teil einer mehrjährigen Korrespondenz zwischen der Diözese von Oakland und dem Vatikan über eine mögliche Entfernung des Priesters aus dem Amt.

Der Vatikan bestätigte die Unterschrift Ratzingers unter dem in lateinischer Sprache verfassten Brief. Sprecher Ciro Benedettini sagte, der damalige Kardinal habe nicht versucht, den Fall zu vertuschen. Der Vatikan hat stets erklärt, der heutige Paps Benedikt XVI. habe sich während seiner Zeit als Leiter der Glaubenskongregation niemals der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters widersetzt.

Der betreffende Priester wurde bereits 1978 wegen der sexuellen Belästigung von zwei Buben zu einer dreijährigen Bewährung verurteilt. Nach Ende der Frist 1981 bat er darum, aus dem Priesterstand entlassen zu werden, und die Diözese sandte ein entsprechendes Schreiben an den Vatikan. Der Fall lag daraufhin vier Jahren lang in Rom, bevor Ratzinger dem Bischof antwortete. Bis zur Amtsenthebung des pädophilen Priesters vergingen zwei weitere Jahre, in denen der Mann weiter mit Kindern arbeitete. Welche Rolle Ratzinger schließlich bei der Entlassung 1987 spielte, ging aus den Dokumenten, die der AP vorlagen, nicht hervor.

In seinem auf November 1985 datierten Brief erklärte Ratzinger, eine mögliche Amtsenthebung müsse gründlich geprüft werden. Dafür sei mehr Zeit notwendig. Bei der Entscheidung müssten „das Wohl der Weltkirche“ sowie die Nachteile einer Entlassung für die christliche Gemeinschaft in Betracht gezogen werden, hieß es. Der Bischof solle dem Priester in dieser Zeit „so viel väterliche Fürsorge wie möglich“ zukommen lassen. Die Argumente für eine Entlassung seien jedoch „von großer Wichtigkeit“.

Der Anwalt des Vatikans, Jeffrey Lena, erklärte, mit der Bitte um „väterliche Fürsorge“ habe Ratzinger den Bischof aufgefordert sicherzustellen, dass es während des Amtsenthebungsverfahrens nicht zu weiteren Missbrauchsfällen komme. Zwischen 1981 und 1987 seien keine weiteren Übergriffe des Mannes mehr bekanntgeworden.

2004 wurde der ehemalige Priester wegen des Missbrauchs eines Mädchens 1995 zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der heute 63-jährige registrierte Sexualstraftäter lebt inzwischen im kalifornischen Walnut Creek.

Quelle: APA/apn/ANSA  und http://derstandard.at/1269449323549/Papst-unter-Druck-Ratzinger-war-gegen-Absetzung-eines-paedophilen-Priesters «

Die Einschläge kommen näher. Quousque tandem – Wie lange noch?

Posted in Kirche, News by dierkschaefer on 9. April 2010

Die Einschläge kommen näher. Quousque tandem – Wie lange noch?

»Verliert der Papst wenige Wochen vor seinem fünften Amtsjubiläum seinen engsten Mitarbeiter?«

Die ZEIT veröffentlicht Dokumente des Vertuschens zum Fall Bertone.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/dokumente-bertone [Freitag, 9. April 2010]

Die Bloggerin Nongrata erinnert zu Recht an eins ihrer „Addita“

Zitat:

Am 24. 02. 2008 hatte Radio Vatikan berichtet:

„Kuba: Ein Kardinal in … Guantanamo

„Die Nummer Zwei des Vatikans setzt ihren Besuch auf Kuba fort. In der Stadt Santa Clara weihte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Samstag eine Statue von Papst Johannes Paul II: ein. Sie erinnert an den Besuch des polnischen Papstes auf Kuba vor genau zehn Jahren. Am Marienwallfahrtsort Cobre in Santiago de Cuba traf sich Bertone mit Jugendlichen. Dabei wiederholte er ihnen die Worte Johannes Pauls: „Habt keine Angst, eure Herzen für Gott zu öffnen.” An diesem Sonntag feiert der Kardinal eine Messe in Guantanamo.“

http://storico.radiovaticana.org/ted/storico/2008-02/188751_kuba_ein_kardinal_in_…_guantanamo.html

Daraufhin schrieb ich an euch folgendes Additum:

Kein Kardinal war in Guantanamo Bay

Meine lieben Heiligen,

welch eine Nachricht, die „Radio Vatikan – die Stimme des Papstes“ gestern vieldeutig in die Welt setzte! : […]

Wo war ein Kardinal? War ein Kardinal in Guantánamo Bay in der ökumenischen Kapelle, wo Kaplan Kawszynski in englischer und in spanischer Sprache die katholische Messe liest? Hat ein Kardinal die Gefangenen im Lager besucht?

Nichts von alledem: Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, die Nummer Zwei im Vatikan, war in Guantanamo-Baracoa! […]

Zum quousque tandem fällt mir jetzt nur noch ein: ceterum censeo