Dierk Schaefers Blog

Wenn die Vorwürfe zutreffen, …

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Politik by dierkschaefer on 29. August 2013

… dann hat der große Betrug an den ehemaligen Heimkindern seit Einrichtung des Runden Tisches mit seiner asymmetrischen Machtverteilung und willfährigen Heimkinder-Vertretern unter dem Vorsitz der manipulierenden „Moderatorin“ eine weitere Facette erhalten.

 

Wortlaut des an mich gerichteten Mails:

 

guten morgen herr schäfer, ich bitte sie, den text dieser mail zu veröffentlichen. otto behnck ist damit einverstanden, alle sollen es wissen…..

—– Weitergeleitete Nachricht von Otto Behnck <otto.behnck@web.de> —–

Datum: Wed, 28 Aug 2013 21:54:59 +0200 (CEST)
Von: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Antwort an: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Betreff: Fw: Rücktritt als 2. Vorsitzender des Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
An: Rolfbreitfeld <rolfbreitfeld@alice-dsl.net>

 

Rücktritt als 2. Vorsitzender und Ausscheiden aus dem Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H

 

Während meiner Tätigkeit im Beirat musste ich bedauerlicherweise feststellen, dass eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund, Ländern und den Kirchen beider Konfessionen getroffen, deren Ziel es ist, nicht ausgezahlte Gelder, an die Einlagengeber zurück zu zahlen. An der Tätigkeit von Herrn Gorrissen als verantwortlich handelnder im Lenkungsausschuss konnte ich feststellen, dass von Anfang an mit der Zielvorgabe gearbeitet wurde, nicht alle zur Verfügung gestellten Gelder auszugeben. Insbesondere seien hierfür die Richtlinien genannt, die von vornherein darauf abzielten, dass nur ein eingeschränkter Personenkreis überhaupt die Möglichkeit hat, von dem Fond zu profitieren. Im Hinblick auf die eingangs erwähnte Verwaltungsvereinbarung, erscheint mir dieses Vorgehen nun in einem vollkommen neuen Licht.

 

Anhand der bisherigen Zahlen lässt sich erkennen, dass der Fond bis zum Ende der Laufzeit nicht annähernd ausgeschöpft wird. Hierzu sei die Drucksache 17/13671 des Deutschen Bundestages genannt, welche eindeutig für sich spricht. Herr Gorrissen hat da einen ganz eigenen Interpretationsansatz, den wir nicht nachvollziehen können. Nach seinen Aussagen läuft alles wunderbar und die Beratungszahlen seien angeblich in den letzten Wochen um bis zu 150% gestiegen. Das widerspricht allen Zahlen aus der genannten Drucksache und auch unseren Erfahrungen in der Arbeit mit ehemaligen Betroffenen.

 

Angeblich soll der Beirat einer Aufsichtspflicht nachkommen, die jedoch in keinster Weise ausgeübt werden kann, da immer wieder datenschutzrechtliche Gründe angeführt werden, sobald die Fälle von einzelnen Betroffenen überprüft werden sollen. Angesichts der Tatsache, dass es bei diesem Fonds um Auszahlungen an einzelne Betroffene geht, ist eine seriöse Kontrolle der Tätigkeit von Herrn Gorrissen und seiner Ehefrau dadurch nicht möglich. Ich bin nicht länger bereit, mich an einer Sache zu beteiligen, die vollkommen sinnfrei ist. Ich bin nicht in diesen Beirat gegangen, um andächtig den Ausführungen von Herrn Gorrissen zu lauschen und seine Arbeit abzunicken, ohne auch nur ansatzweise eine Kontrollfunktion ausüben zu können.

 

Die Erfahrungen in diesem Beirat reihen sich nahtlos an alle Erfahrungen, die ich in den letzten sechs Jahren machen „durfte“. Naja, jetzt ist es vorbei. Dieser Rücktritt stellt für mich einen Schlusspunkt dar. Ich habe kein Interesse mehr daran, mich auf niedrigstem Niveau verarschen zu lassen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Otto Behnck

—– Ende der weitergeleiteten Nachricht —–

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16 Antworten

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  1. Lutz Adler said, on 29. August 2013 at 09:51

    Mutig mutig,

    und wer hätte das gedacht sowohl in West als auch bei der schnellst möglichen abkupfern des „ Fonds“ und Errichtung des Ost Fonds Heimerziehung Ost Stand von vorn herein fest das die Betroffenen belogen und letztendlich obendrein noch betrogen werden sollten.
    Dies fügt sich nun nahtlos in die Praktiken die indessen landesweit bekannt werden der Umsetzung durch die Anlauf und Beratungsstellen ein.
    Passend dazu ist natürlich auch das nun ebenfalls in neuem Lichte erscheinende Forderung der Ostländer auf eine höhere Entnahme von Eigenmitteln für die Anlauf und Beratungsstellen aus dem Fonds der ja mit
    10% festgeschrieben war.
    Bleibt nur zu hoffen das sich weitere mutige Menschen finden die diesen Betrug an den Opfern der „schwarzen Pädagogik“ entlarven.
    Es sind immer noch einige Kämpfer in der Sache übrig geblieben, die sich nicht mundtot machen lassen, die immer wieder den Finger auf die bekannt gewordenen Betrugsversuche der Mächtigen legen. Und das ist auch gut so!
    Dank gilt in diesem Zusammenhang auch dem Mut und der Unerschrockenheit dem Betreibe dieses Blogs! Danke und Schappo.
    Lutz Adler

  2. Heidi Dettinger said, on 29. August 2013 at 12:27

    Die Klagen, die Herr Behnck vorbringt, entsprechen meinen Erfahrungen in Gesprächen und Mails mit Überlebenden in der Anlaufstelle Schleswig-Holstein.

    Wobei ich mich immer gewundert habe, wie es sein kann, dass ein Ehepaar (!) die zwei Ansprechpartner einer Anlauf- und Beratungsstelle ist. In Bayern hat so etwas ähnliches unlängst zu einem ziemlichen Skandal geführt.

    Was mich andererseits ziemlich wundern würde, wäre der Versuch, die nicht ausgegebenen Gelder in die Kassen der Geber zurückfließen zu lassen. Diese Gelder sind abgeschrieben und es dürfte tatsächlich teuer sein, die wieder erneut als Einnahmen zu verbuchen – vielleicht sogar teurer als sie wegzulassen.

    Allerdings kann ich mir gut vorstellen – und dies würde sogar noch der Satzung des Fonds entsprechen – dass die Gelder via irgendwelcher Gutachten, Untersuchungen, Veröffentlichungen á la Kröber für die Geber dann doch noch nutzbringend verwandt werden.

    Auf jeden Fall sollte man sich mal vor Augen führen, was für ein Coup da gelungen ist:

    1. DIE Billiglösung, nach deren „einstimmigen“ Verabschiedung sicher die Sektkorken geknallt haben!
    2. Jobs für ein Heer von Jugendamtsheinis und Sozialarbeiter u.ä., für deren Gehalt nun nicht mehr Stadt, Land, Kommune aufkommen muss, sondern wer? Na, der Fonds natürlich!
    3. Anlaufstellenmitarbeiter, die gleich noch die Ehefrau(en) im Schlepptau mit durchfüttern. Von welchen Geldern? Klar, dem Fondsgeldern!
    4. Ehemalige Heimkinder als die einzigen in den verschiedenen „Runden“, die ehrenamtlich arbeiten und dem ganzen Betrug durch ihre bloße Anwesenheit auch noch mit einem Alibi versehen!
    5. Überlebende, denen bewußt ist/wird, dass sie betrogen, belogen, hintergangen, verarscht, werden – und die dennoch selbst immer wieder in den bewußt betrügerischen Veröffentlichungen von Bund und Ländern über den „Erfolg“ des Fonds benutzt werden, um den ganzen Dreck zu decken!

    Mann, Mann, Mann! Ich finde fast, Antje Vollmer hat ihren Orden, den man ihr in Bochum an die Brust geheftet hat, wirklich verdient! So ein Nummer – das soll ihr erstmal jemand nachmachen!!!!!

    • Heinz Peter Martens said, on 29. August 2013 at 14:07

      Heidi, es ist nicht nur ein Skandal sondern auch noch triefend schäbig und gierig wenn sich Verwaltungsheinis von den Fondsgeldern (man spricht von 8000, Euro monatlich) die das Leben ehemaliger Heimkinder leichter machen sollten – durchs Leben schmarozen dürfen. Ich allein kenne mindestens 3 ehemalige die sich mit dem Fonds nicht beschäftigen wollen weil er ein Bürokratiemonster geworden ist. Abgesehen davon werden die Anträge nicht ziügig sondern sehr lansam bearbeitet. Das hat in meinem Fall dafür gesorgt, dass ich von dem von mir gestellten Antrag nun wieder zurückgetreten bin. Was da abgeht ist mit keinem Wort beschreibbar. Ich hatte es nicht nur mit Gorissen zu tun sondern auch mit einer Dame zu tun die in Köln den Antrag von mir bearbeiten sollte, welcher aber – schon 1 Monat über der Zeit – nicht bearbeitet war. Bei meinem Rückruf dort wurde ich mit der Leiterin für den Sektor Sh verbunden welche sich nach dem Vortragen meiner Beschwerde zu einer kaltschnäuzigen, empathielosen Verwaltungsangestellten entpuppte. Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte. Ad hoc merkte ich deren Versuch und Attacke über meine Person zu verfügen, merkte wie sich diese Person darüber hinwegsetzte meine Persönlichkeit akzeptieren zu müssen und auch – wie sie sich dazuhinreissen ließ mich von oben herab zu diziplinieren und zu entmüdnigen. Wieso fühlte ich mich sofort als Bittsteller verkommen, zum Bittsteller gemacht und zum Bettler ausgerufen? Wieso hatte ich eigentlich ein sofort ein schlechtes Gewissen einen Antrag getsellt zu haben??? Ich fühlte sich an ein Sozailamt verwiesen und genauso wurde ich behandelt. Wie widerlich ist das denn? Willkpür war mein erster Verdacht. Jetzt aber denke ich das hat Methode und absicht. Man will durch das Bummeln noch weitere Stellen besetzen .. Ein quasi verdecktes Arbeitsprogramm für Arbeitslose die schon lange nicht mehr in Arbeit waren und nun über diese Stellen in den Arbeitsmarkt vermittelt werden sollen. Die bummeln um noch mehr Stellen besetzen zu können und täuschen das mit Arbeits-Überlastung vor. Das riecht nach Skandal das riecht nach Protest.

  3. Rosi A. said, on 29. August 2013 at 13:28

    Das einzige negative das Ich im Moment nur , aber immer wieder , über den Fond höre , ist das es lange Wartezeiten und zuwenig Personal für die Anlaufstellen gibt. Schön , das die Frau von Hr.Gorrison auch einen Posten bekam ist vielleicht unfein. Ansonsten gehen laut Satzung die nicht gebrauchten Fondeinlagen an die Einzahler zurück . Das war bekannt von Anfang an. Wegen den langen Wartezeiten haben sie tatsächlich Personal dazu eingestellt in manchen Anlaufstellen. Aber das ist vielleicht dringend nötig. Die Anträge sind im Moment wahrscheinlich zahlenmäßig sehr hoch und in dieser Bundesdrucksache, Zahlen und Rechnungen bis 31.März 2013 ,noch gar nicht erfasst. Ich lese in vielen Foren gerade was die Anlaufstellen betreffen.

  4. sabine s. said, on 29. August 2013 at 23:22

    So viele Menschen treten von Ämtern, Posten zurück und niemanden stört es.

    Herr Behnck wird doch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen haben, Einblick in personenbezogene Daten zu erhalten. Wenn doch, dann war sein Rücktritt die einzig richtige Entscheidung.

    …und tschüss

    sabine s.

  5. Heidi Dettinger said, on 30. August 2013 at 02:29

    Aber Herr Gorrissen und seine in den Job geschleuste Gattin darf das?
    Oder die Menschen im Bundesamt für zivile Angelegenheiten dürfen das?
    Und alle, die irgendwo dazwischen angesiedelt sind, dürfen das auch?
    Praktisch jede Sekretärin darf es…

    Nur die Ehemaligen, die im Beirat sitzen, dürfen nicht?

    Und sollen ihre Tätigkeit WIE machen, bitte schön? Ratend? Oder vielleicht mit einer Glaskugel?

    Wenn Herr Behnck zurückgetreten wäre, weil ihn die Lust, die Kraft oder der Mut verlassen hätte – keinen hätte das gestört, da bin ich sicher.

    Herr Behnck ist aber zurückgetreten, weil ihm Unregelmäßigkeiten (um es mal irgendwie zu benennen) aufgefallen sind, weil er sich nicht länger „verarschen“ lassen will, wie er schreibt. Und das, sabine s., sollte uns dann sehr wohl interessieren. Denn mit Herrn Behnck wird tatsächlich jeder und jede einzelne von uns verarscht.

    Gut, gut, ich gebe es zu: Sie wahrscheinlich nicht…

    • sabine s. said, on 30. August 2013 at 08:51

      Ich hätte keinem ehemaligen Heimkind, egal in welchem Beirat dieses sitzt, Einblick in meine Daten gewährt! Wenn andere das tun würden – deren Entscheidung. Um in der Sache für alle Ehemaligen etwas ernsthaft bewegen zu wollen, ist das nicht zwangsläufig erforderlich. Anonymisiert können anhand der Fallbeispiele Entscheidungen getroffen werden.
      Und wenn sich jemand verarscht fühlt, wählt er den bequemsten Weg und tritt zurück. So kann man nichts bewegen.

      Und wenn Sie, werte Frau Dettinger, hier schon mit Anschuldigungen wie „Unregelmäßigkeiten“ die Betroffenen „aufklären“ wollen, dann werden Sie bestimmt entsprechende Belege dafür haben. DAS ist es, was interessiert.

      sabine s.

  6. Erika Tkocz said, on 30. August 2013 at 11:43

    Also wenn ich mir die Mail von Herrn Otto Behnck so durchlese, erfahre ich tatsächlich nicht, wie denn nun die Mitarbeiter der Anlaufstelle es bewerkstelligen, dass wie Herr Behnck in seiner Mail formuliert: „Insbesondere seien hierfür die Richtlinien genannt, die von vornherein darauf abzielten, dass nur ein eingeschränkter Personenkreis überhaupt die Möglichkeit hat, von dem Fond zu profitieren.“
    Welche Richtlinien meint er denn da???

    Wenn nun dieser Beirat einer Aufsichtspflicht nachkommen soll, geht es doch um jene Ehemalige die für eine Inanspruchnahme des Fonds abgelehnt wurden. Da bin ich aber nicht der Meinung, dass Ehemalige des Beirats autorisiert sind persönliche Unterlagen sowie Akten zu bekommen. Das muss man nun wirklich nicht in Frage stellen, dass das gar nicht geht. Aber wäre es nicht möglich gewesen mit den jeweiligen Verantwortlichen der Anlaufstelle dahingehend einig zu werden, dass Ehemalige….. die für einen Anspruch abgelehnt werden…. darüber informiert werden, sich an die Personen des Beirates zu wenden? Damit treffen sie dann selber die Entscheidung und das halte ich für selbstverständlich.

    Nun ist es nicht so, dass auch Ablehnungen erfolgen, die nicht richtig sind. Mir sind 2 Ehemalige bekannt wo dieses erfolgte, die dann mit mir Kontakt aufgenommen haben. Ich habe dann für die jeweilige Person aufgrund ihrer Informationen und das ganz ohne Akteneinsicht die Begründung auf das Recht der Inanspruchnahme des Fonds geschrieben und bei der einen Person ist gerade die Bewilligung bzw. die Schlüssigkeit erfolgt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Schlüssigkeit bei der anderen Person auch erfolgen wird und man muss da nicht zwangsläufig in einem Beirat sein und etwas zu bewirken. Also es geht auch ohne Beirat, denn mir ist auch nicht klar was diese denn nun wirklich machen sollen bzw. überhaupt machen.

  7. rolf breitfeld said, on 30. August 2013 at 18:15

    otto behnck bezieht sich auf diese drucksache: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/136/1713671.pdf
    und wollte dann diesen antrag stellen:

    An den Lenkungsausschuss des Fonds Heimerziehung/West
    zu Händen Herrn Gorrissen.

    Der von Frau Vollmer am RTH verkündete Fonds Heimerziehung über 120 Millionen Euro wurde in der Presse als „Entschädigung“ gefeiert ohne dass offizielle Stellen dem jemals widersprochen hätten.
    Die Öffentlichkeit geht daher davon aus dass 120 Millionen Euro für ehemalige Heimkinder bereitgestellt wurden und zweckbestimmt für diese verwendet werden müssen.

    Mit Stand Ende März 2013, wurden 25 Millionen Euro an Rentenersatzleistungen und Sachleistungen ausgezahlt. Die Zahl der Anträge nimmt erheblich ab sodass ein Ende abzusehen ist.
    Führt man die bestehenden Statistiken logisch fort ergibt sich daraus dass nach Abzug der Verwaltungskosten möglicherweise ca. 50 Millionen Euro im Topf verbleiben.
    Mein Vorschlag: Eine Aufstockung der Rentenersatzleistungen oder der Sachleistungen.
    Die Daten aller bisherigen Empfänger sind ja bekannt.

    Dies wäre ein Beitrag zum sozialen Frieden.

    Sollten diese Gelder an Bund, Länder und Kirchen zurückfließen wäre die Öffentlichkeit getäuscht und die ehemaligen Heimkinder mal wieder betrogen.

    und da fabuliert der gorrissen von einem plötzlichen ansteigen der anträge um 150%….unlogisch, aber für otto nicht nachprüfbar. und deshalb hat er die brocken hingeschmissen.
    und die verwaltungsvereinbarung welche besagt dass nicht abgerufene gelder zurückfließen wurde nicht am rth beschlossen sondern im lenkungsausschuss.

  8. Heinz nSchreyer said, on 1. September 2013 at 22:53

    Heinz Schreyer

    Ich habe schon damals immer wieder betont, das der runde Tisch in Berlin eine Einband Straße war zum Nachteil aller ehemaligen Heimkinder war. Man kann es ja schon alleine an der billig Lösung sehen in dem man uns alle kosten günstig abspeisen möchte.
    In meiner Anlaufstelle Frankfurt hatte ich keine Probleme mit meinen Anliegen. Meine Sachbearbeiterin hat sehr viel und gute Arbeit geleistet. Die Probleme liegen mehr oder weniger in Köln. Dort wird auf der langsamste Art gearbeitet. Bei meiner Anfrage bekam ich ein Standard Schreiben, wo man immer wieder um Verständnis gebeten hat. Heute ist es so, das viele ehemalige Heimkinder in der Anlaufstelle Vereinbarungen treffen und dann lange in der warte Schleife stehen auch das Geld aus Köln zu bekommen.
    Man hat so das Gefühl, das man wieder zum Opfer der Bürokratie und der Machenschaften der Fond Verantwortlichen wird. Es wird auch mal wieder zeit, das man die Medien davon informiert, wie man mal wieder mit uns umgeht.

  9. Michael Jahnke-Fox said, on 17. September 2013 at 23:19

    Sehr geehrter Herr Schreyer. Sehr wohl haben die öffentlichen Medien ein anhaltendes Auge auf die Ent- und Abwicklung des Fonds ehemaliger Heimkinder, denn dafür sind wir Journalisten aus dem Social-Media Bereich schließlich da. Leider ist die Themenvielfalt in diesem Bereich sehr groß und redaktionelle Arbeiten werden dabei nicht von einer einzigen Person bestimmt und durchgeführt. Manches braucht auch hier immer etwas Zeit, aber vergessen wird nichts!

    Michael Jahnke-Fox
    – Fachjournalist –

    • Heinz Schreyer said, on 18. September 2013 at 19:04

      Wenn sie es sagen,das die Medien ein anhaltendes Auge auf die Ent- und Abwicklung des Fond ehemalige Heimkinder haben, wird es wohl so sein. Aber viele der Betroffenen, haben Probleme mit der Fond Stelle in Köln.und das ist nicht wenig. Ja die Themenvielfalt rund um den Fond ist sicherlich sehr groß, aber verstehen sie auch mal bitte, wie verzweifelt Menschen sind, bei so vielen Problemen. Ich hätte auch gerne mal gewusst, wie so ein anhaltendes Auge der Medien im Bezug des Fond ehemalige Heimkinder aussieht, um nicht den Glauben an Gerechtigkeit nicht zu verlieren.

      Heinz Schreyer

  10. klaraklara said, on 30. September 2013 at 22:41

    Ich kann zu allem nicht viel sagen, bin davon nicht betroffen und finde die Geschichten verwirrend, bei aller Unsicherheit kommt auch Empörung in mir auf.

    Nur ein Tip, wenn sich die Sachbearbeiter mies verhalten: zum Jobcenter gehe ich nur mit Begleitung ! Leider wirkt nicht alle Begleitung gleichermaßen als Schutz, jemand, dem der Sachbearbeiter zum Beispiel auf einem Parteitreffen begegnen könnte, scheint mehr Einfluss zu haben. Erfahrene Sozialarbieter oder Rechtsanwälte kommen sicherlich auch gut. Aber die meisten Begleitungen sind besser als alleine hinzugehen, sofern man sich auf die Situation im Amt gemeinsam vorbereitet hat.

    Man knönte auch Politiker fragen, ob sie sich da als Ob-Leute einmischen würden.
    Nur so Ideen ins Blaue hinein.

    Es gibt auch einen Paragraphen im Sozialgesetz, demzufolge man in zu Behörden Begleitung mitnehmen darf.

    Ich hoffe, dass eine Schmalspur-Abspeisung der ehemaligen Heimkinder nicht gelingt und möglisth viele davon Betroffene noch ein paar Verbesserungen für ihr Leben erlangen!

  11. Angelika Oetken said, on 1. Oktober 2013 at 12:27

    Was die manipulierende Moderation angeht: es gibt das Phänomen der „Identifikation mit dem Aggressor“, auch als „Stockholm-Syndrom“ bekannt.
    Es hat sich im Zuge der intensiven öffentlichen Berichterstattung zum Thema „sexueller Missbrauch“ bzw. „Heimkinderhandel“ gezeigt, dass nicht wenige Verantwortliche davon befallen sind.

    Bestes Beispiel: die Gründergeneration der Grünen. Die, die alles besser machen wollten und vielleicht gerade deshalb um so blinder waren. Nicht umsonst gibt es das Gleichnis vom „Splitter und Balken“, das einer promovierten Theologin wie Frau Vollmer bekannt sein sollte.

    Insofern: immer erst mal bei sich selbst anfangen.

    Und wir alle sollten nicht locker lassen. Etliche Honoratioren tragen buchstäblich so viel Dreck am Stecken, dass es so mancher im Nachhinein vielleicht noch mal bitter bereuen wird, nicht von Anfang an Farbe bekannt und sich um Aufarbeitung und Wiedergutmachung bemüht zu haben.

    Alles andere bewegt sich in meinen Augen im Bereich der Pathologie. Und etlichen Protagonisten steht es buchstäblich ins Gesicht geschrieben, mit welchen Stoffen sie ihren angegriffenen Gefühlshaushalt zu regulieren versuchen.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  12. Ralf Bart said, on 5. November 2014 at 13:27

    Mein Fall scheint da wohl auf dem ersten Blick ein Einzelfall zu sein. Ich hatte mit den Gorissens zu tun und muß sagen es ging Anfang 2013 sehr schnell mit Aufnahme, Bewilligung und Auszahlung. 2 Monate hat das ganze gedauert.
    Insofern kann ich hier für mich nichts negatives finden.
    Das änderte sich allerdings als eine „Sachleistung“ erhebliche Mängel aufwies und der vertrag gewandelt werden sollte. Da fingen die probleme erst richtig an.
    Weder auf Seiten der Gorissens noch auf der Kölner Seite bestand ein Interesse mich bei einem Wandlungsproßess zu unterstützen.
    Ich solle die Kosten für den Prozeß übernehmen da die Sache in mein Eigentum übergegangen wäre. Da denkt man sich noch ok, sie sind rechtlich raus.
    Doch dann kam aus Köln die Aufforderung, nach dem gewinn der Wandlung, den Erlös des kaufpreises zurück an den Fond zu überweisen^^. Natürlich ohne Abzug der Kosten.
    Ich solle dann einen erneuten Antrag stellen .
    Es bestand zu keinem Zeitpunkt irgendein Einsehen von seiten Gorissen oder Köln über meine juristische Auffassung der Angelegenheit. Die bestand darin; wenn ich Eigentümer einer Sache bin, kann Köln nicht die Rückzahlung verlangen.
    Das zog sich über einige Wochen hin ohne das wir zu einem Ergebnis kamen.
    Ich wendete mich dann an den zuständigen Ombudsmann der an der Thüringer Uni arbeitete.

    Hier und erst hier erfuhr ich beistand und teilung der Rechtsauffassung.
    Der Ombudsmann teilte mir mit; ich solle die Sache wandeln, eine andere sache beschaffen und wenn etwas übrig bleibt, behalten.
    Er übernehme die Verantwortung.

    Gesagt getan: Der Vertrag wurde gewandelt und ich kaufte mir eine andere „Sache“.


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