Dierk Schaefers Blog

Nur die eigenen Schmerzen schmerzen.

Posted in heimkinder, Kirche by dierkschaefer on 22. April 2015
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Eine kluge Analyse der Situation der Kirche, nicht nur in der Schweiz

Posted in Gesellschaft, Kirche by dierkschaefer on 22. April 2015

»Kirchenleute sind Häuptlinge ohne Indianer. … Ich glaube, dass die evangelische Volkskirche kaputtgeht.«[1]

[1] http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Die-evangelische-Volkskirche-geht-kaputt/story/16456425

Pornos gedreht – fristlos gekündigt

Posted in Kirche by dierkschaefer on 22. April 2015

»Die Kammer sah in dem privaten Verhalten der Klägerin eine „schwerwiegende sittliche Verfehlung“, die den Wertvorstellungen der evangelischen Kirche und der Diakonie „im Rahmen ihrer Sozialethik widerspricht“.«[1]

Und jetzt dürfen wir alle gespannt sein, wie die Kirche mit dienstlichem Verhalten ihrer Beschäftigten umgeht, das den Wertvorstellungen der evangelischen Kirche und der Diakonie „im Rahmen ihrer Sozialethik“ widerspricht.

[1] http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article139897568/Kuendigung-wegen-Porno-Dreh-rechtens.html

Dat Wettlopen twüschen den Swinegel un den Hasen up de lüttje Heide bi Buxtehude, aufgeführt als kirchliches Bubenstück zwischen Freiburg und Münster

Posted in Kirche, Kriminalität, Kriminologie by dierkschaefer on 22. April 2015

»Als junges Mädchen wurde sie jahrelang missbraucht. 2014 entschloss sie sich, für die Anerkennung ihres Leids zu kämpfen – und fühlt sich heute mehr denn je von der Kirche allein gelassen.«[1]

Alleingelassen ist stark untertrieben. Hier handelt es sich um ein kirchliches Bubenstück, das als Vorlage nur das Wettrennen zwischen Hase und Igel haben kann[2]. Ein Opfer wird auf einen Parcour geschickt, der mit Sicherheit Retraumatisierung auslösen muss. Immer wieder taucht eine neue Person im kirchlichen Gewand auf und sagt: „Ik bün allhier!“, wie de Swienigel im Märchen. Als juristischen Swienigel bringt das Bistum Münster Norbert Große Hündfeld[3] ins Spiel.

In dieser Geschichte, die leider kein Märchen ist, bleibt nicht nur das Opfer auf der Strecke, sondern der Rest von Glaubwürdigkeit einer Institution, der viele Menschen vertraut haben.

Google hat mich daran erinnert, dass ich solch ein Spiel schon einmal erwähnt habe[4]. Da war es ein evangelisches Bubenstück. Solche Hütchenspieler gibt es in vielerlei Gewand. Die Bezeichnung “Missbrauchsbeauftragter” gewinnt eine doppelte Bedeutung: Da werden Personen mit erneutem, diesmal “nur” bürokratischem Missbrauch beauftragt. Missbraucher auch sie.

[1] http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/ich-bin-von-einem-geistlichen-missbraucht-worden

[2] http://fabuloes.blogspot.nl/2010/02/de-swienegel-als-wettrenner.html

[3] So jemandem erzählt man bestimmt gern zum xten Mal seine Missbrauchserlebnisse: http://kirchensite.de/aktuelles/bistum-aktuell/bistum-aktuell-news/datum/2011/06/08/norbert-grosse-huendfeld-neuer-missbrauchsbeauftragter/

[4] https://dierkschaefer.wordpress.com/2012/11/12/der-elefant-unter-den-landeskirchen/

Pfarrer Lepsius, eine deutsche Ausnahme

Posted in Deutschland, Geschichte, Kirche, Protestantismus by dierkschaefer on 19. April 2015

„Der deutsche Protestantismus war damals sehr staatshörig und sehr staatstreu. Und auch in den Grauschattierungen von protestantischen Geistlichen und Theologen, die sicher genau wussten, was im Osmanischen Reich stattfand, und die auch wussten, wie schrecklich das war, und die auch nicht damit einverstanden waren, gab es doch erheblichen Widerstand, sich öffentlich während des Krieges gegen einen Kriegspartner auszusprechen. Und das war bei Lepsius nicht der Fall. Insofern war er eine Ausnahme.“[1]

[1] http://www.deutschlandradiokultur.de/johannes-lepsius-erfolgloser-mahner-fuer-die-sache-der.1278.de.html?dram:article_id=317513

http://www.deutschlandradiokultur.de/der-voelkermord-an-den-armeniern-erschossen-ertraenkt.1278.de.html?dram:article_id=317512

Befragung katholischer Seelsorger: Spiritualität als Dreh- und Angelpunkte der Persönlichkeit; diese Leute sind engagierter, gesünder und zufriedener.

Posted in Kirche, Psychologie, Soziologie by dierkschaefer on 19. April 2015

»Die Spiritualität ist für unsere Gruppe einer der Dreh- und Angelpunkte ihrer eigenen Persönlichkeit, ihrer eigenen Existenz und ihrer Tätigkeit. Es ist eigentlich kein überraschendes Ergebnis, aber überraschend für uns ist, wie deutlich der Effekt ist, dass Personen, die eine Gotteserfahrung auch täglich machen, wo Gott in ihrem Leben eine Erfahrungsgröße ist, dass diejenigen, die dort stark sind, dass die engagierter sind, dass die auch gesünder sind, dass die zufriedener sind.«[1]

Ist doch schön, wenn’s auch den Arbeitgeber interessiert.

[1] http://www.deutschlandradiokultur.de/psychologie-sorge-um-die-seele-der-seelsorger.1278.de.html?dram:article_id=317514

Hilfsbereite Damen erfüllen auch ausgefallene Wünsche …

Posted in heimkinder, Kinderheime, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 19. April 2015

»Hilfsbereite Damen erfüllen auch ausgefallene Wünsche wie den eines Missionars.«

Ein Schelm, der schlecht darüber denkt. Er hatte sich den Tee nach Japan nachschicken lassen, der ihm im Korntaler Israelladen so gut geschmeckt hat.[1]

Ach ja, das Heilige Korntal lässt inzwischen allerdings an vieles denken, was nicht so harmlos ist wie die Tee-Gelüste eines Missionars. Da wollen sich tatsächlich 200 ehemalige Heimkinder aus Korntal zwölf Millionen Euro Entschädigung „nachschicken“ lassen, Entschädigung für ausgefallene Wünsche. Das sollen erzwungene sexuelle Dienstleistungen gewesen sein, auch Missbrauch genannt. Während der fromme Missionar seinen Tee wohl bezahlt haben dürfte, verweigert die Brüdergemeinde Korntal die Zahlung. Sie ist »nach Angaben eines Sprechers noch mit der Aufarbeitung der Ereignisse beschäftigt«[2]

Die Zahlung der Rechnung für die ausgefallenen Wünsche soll anscheinend ausfallen: »Die Brüdergemeinde schließt nach Angaben von Freitag jegliche Zahlungen aus.«

Frage: Welche Ereignisse werden im Heiligen Korntal eigentlich aufgearbeitet, wenn man schon weiß, dass es Zahlungen nicht geben wird? Die Doktorlesspiele des damaligen Heimpersonals scheinen noch harmloser gewesen zu sein als die ausgefallenen Teewünsche eines Missionars.

Die Betroffenen auf der anderen Seite sehen das anders: »„Die Forderung werden wir auch durchsetzen“, sagte ein Sprecher der früheren Heimbewohner am Freitag.«

Die Betroffenheit der Brüdergemeinde scheint sich in Grenzen zu halten, wenn man von der finanziellen Seite absieht. Für die hat man bestimmt einen ganz ausgefallenen Joker im Ärmel: Verjährung.

Wenn das die „Seele“ der Brüdergemeinde unangefochten überstehen sollte, gäbe das den Blick auf eine Seele ganz ausgefallener Art frei: frisch, fröhlich, fromm. Da hätte ich einen ganz ausgefallenen Wunsch: Mitglied werden in dieser frommen Gemeinde, in der es hilfsbereite Damen gibt, die uns sogar den Tee nachschicken ins nicht so fromme Exil.

[1] http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Das-heilige-Korntal-entstand-1819;art4319,1771116

[2] http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Heim-Millionenentschaedigung-gefordert;art1157835,3169931

Der Prediger von Buchen­wald

Posted in Geschichte, Kirche by dierkschaefer on 13. April 2015

»Noch vom Zellenfester aus ermutigte er Mitgefangene auf dem Appellplatz des Lagers, auf Gott zu vertrauen, weshalb er später den Ehrennamen “Prediger von Buchen­wald” erhielt. Der Lagerarzt griff im Juli 1939 zur Giftspritze und tötete ihn mit einer Überdosis Strophanthin.«

http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2010/paul-schneider-der-prediger-von-buchenwald-6744

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EKD, Für uns gestorben – Schon gelesen? Ganz?

Posted in Geschichte, Kirche, Theologie by dierkschaefer on 12. April 2015

Eigentlich ist die „Orientierungshilfe“ Für uns gestorben nicht an Theologen adressiert. Doch wer wird sie lesen, wenn nicht sie und ein paar theologisch Interessierte? Mehr wohl kaum, wenn überhaupt.[1] Ich habe mich bei der Lektüre immer wieder gefragt, in welcher Welt leben die Verfasser? Doch zunächst mal mein Dank für das Repetitorium, das wohl auch studierte Theologen gut gebrauchen können und das auch manches ausfüllt, was der Mut zur Lücke im Studium frei gelassen hatte.

Worum geht es?

Es geht um den Kreuzestod Jesu und das Bekenntnis Im Kreuz ist Heil.

An dieser Stelle werden schon viele meiner Leser aussteigen wollen. Bleiben Sie noch dran. Skurrilität hat auch ihren Unterhaltungswert, wenn ich auch niemandem empfehlen will, selber den Text zu lesen.[2] [3]

Die Fragestellung der Verfasser

Die Verfasser gehen ganz bewußt von den frühchristlichen Glaubenserfahrungen aus. Für die frühen Christen war es Wirklichkeit, dass Jesus, der Sohn Gottes ist und von den Toten auferstanden; damit habe er die Menschen mit Gott versöhnt.

Man hätte auch anders vorgehen können, räumen die Verfasser ein, nämlich allein auf Basis der historisch plausibilisier­baren Fakten. Doch so haben sie Position gezogen, Bekenntnis gegen Wissenschaft. Wäre ich nicht Theologe, hätte ich schon nach dem Vorwort aufgehört, denn ich schalte meinen Verstand, ohne ihn rühmen zu wollen, nicht gern ab.

Ein Repetitorium, sagte ich. Davon darf man nichts Neues erwarten. Und so ist für den Fachmann wie für den einfachen Gläubigen schon alles gesagt.[4] Trotzdem: »Eine solche Schrift war notwendig, weil viele Menschen Schwierigkeiten mit der Kreuzestheologie haben. Mithilfe dieses Textes können hoffentlich einige von ihnen verstehen, was mit dem Kreuz eigentlich gemeint ist.«, so die Begründung.

Von der Grundentscheidung zur Methode

Und so begeben wir uns auf den Parcour der Textauslegung, der Dogmen- und Kirchenge­schichte um schließlich im resümierenden Schlusskapitel unsere Fragen beantwortet zu bekommen, wenn es denn so sein sollte, dass wir diese Fragen haben.

Doch selbst, wenn ich die Position der Verfasser teilen wollte, fällt mir auf, dass sie die Bibelstellenen gerade so nehmen und zitieren, wie sie ihnen passen. Auf die Unterschiede zwischen den Evangelien wird nicht kritisch eingegangen und manches kommt nicht vor.

So beispielsweise die Gethsemane-Geschichte[5]. Sie wird von Markus, Matthäus und Lukas berichtet und ist eine der Geschichten, die auch ohne Theologiestudium als total erfunden erkannt werden kann, denn die einzigen Zeugen schlafen fest – wie es heißt. Doch in dieser Geschichte wird eine sozusagen innertrinitarische Differenz aufgezeigt: Lass den Kelch an mir vorübergehen, sagt Jesus zum seinem Vatergott, um dann aber nachzugeben: Doch nicht mein Wille geschehe, sondern Deiner. Aber diese gedachte Differenz innerhalb der Trinität wird nicht thematisiert, dafür bekommen wir fix und fertig das Dogma von „wahrer Mensch und wahrer Gott“ serviert, auch wenn die kirchenspaltende Festlegung zur Person des Gott-Menschen Jesus Christus erst später und unter Druck des Kaisers zementiert wurde. Auf dieser Basis wird weitergebaut. Auch die Unterschiede im Abendmahlsverständnis zwischen Reformierten und Lutheranern spalten nicht mehr (was ja nur gut ist), dafür werden die Einmaligkeit und Endgültigkeit des Opfertodes so betont, dass die Katholiken mit ihrem sonntäglich zelebrierten Messopfer meinen müsssen, theologisch total falsch zu liegen.

Auf einige Details möchte ich noch eingehen.

Der Münchhausentrick

Manches ist amüsant. So der Müchhausentrick von Immanuel Kant. Er meinte, die existentielle Schuld des Menschen könne jeder nur selbst abtragen, nicht aber Jesus für uns. Unter der Schuld, die Kant dem „alten“ Menschen zuordnet, leidet der „neue Mensch“, der physisch derselbe ist. Er trägt damit die Schuld des alten ab. So zieht sich Münchhausen am eigenen Zopf aus dem Sündenpfuhl.

Kotau[6] der EKD vor der feministischen Theologie

»Besonders die feministische Theologie hat solche Verzerrungen und Missdeutungen des theologischen Opferbegriffs aufgedeckt. Im Hintergrund ihrer Kritik standen viele biogra­fi­sche Erfahrungen und ganze Lebensgeschichten: Wenn Männern von Frauen forderten, dem Opfer Christi mit dem Opfer des eigenen Lebens zu entsprechen und es für andere hinzuge­ben, wurde nur theologisch der Anspruch verbrämt, dass Frauen eigene Interessen und Lebens­pläne zurückzustellen hatten. Nicht zufälligerweise waren vor allem Frauen von solchen gesellschaftlich dominanten Erwartungen betroffen.«

Schon vor der feministischen Theologie wussten wir, dass der Gott des Alten Testamentes vielfach die Züge eines orientalischen Despoten trägt. Wie hätten die Menschen damals auch sonst sich Gott vorstellen können? Doch die Opfererwartungen, von denen die Frauen mit Bezug auf Jesu Opfer betroffen sein sollen, sind mir nicht geläufig, dafür aber der Missbrauch des Vorbildes Christi für den Soldatentod: Wer das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.[7]

Der Opfergedanke – hoch aktuell? Ein falsches Beispiel

Die Aktualität des Opfergedankens wird an mehreren Beispielen gezeigt. So auch beim neue­ren Liedgut. Als einer der Gewährsleute wird Otmar Schulz[8] präsentiert mit seinem Lied »In einer fernen Zeit gehst du nach Golgatha, erduldest Einsamkeit, sagst selbst zum Sterben ja.«. Schlechtes Beispiel: Schulz hat seiner Vergangenheit, auch seinen Liedern den Abschied gegeben. Öffentlich, im Pfarrerblatt.[9] Das haben die Verfasser der Orientierungshilfe nur nicht zur Kenntnis genommen. Schulz schreibt dort, das Anstimmen solcher Lieder sei für ihn »besten­falls ein Besuch im tönenden Museum. Und das trifft auf mindestens 80 Prozent der Gesangbuchlieder zu (meine eigenen zum großen Teil eingeschlossen!). Da hilft mir auch der Hinweis wenig, diese Lieder hätten … schließlich Generationen von „Gläubigen“ getröstet, ermutigt, ermahnt. Mag alles sein. Ich will „Gottes Spuren“ heute reflektiert sehen, nicht die „Spuren in längst vergangnen Tagen“, wie es in einem Lied heißt.« Es geht ihm um die theo­lo­gische Redlichkeit. »Es ist für mich vorbei mit der Blut- und Sühneopfertheologie meiner Kindheit und Jugend und auch langer erwachsener Jahre. Es ist vorbei mit dem „Christi Leib für dich gegeben“. Die „Lehre“ hat der Erfahrung und dem neu erworbenem Wissen nicht standgehalten.«

Ein Pfarrer, der sich so äußert, fällt in die erbarmungslosen Hände seiner Kollegen. Eine symbolische öffentliche Hinrichtung war die Replik in der nächsten Folge des Pfarrerblatts. Von der „Desaströsen Bilanz eines Pfarrerlebens“ schrieb Michael Heymel.[10] Ich schickte Schulz meinen Leserbrief: »Bastelreligion wirft Heymel dem Kollegen Schulz vor, so, als habe der sich für seinen privaten Herrgottswinkel einen Götzen geschnitzt. Gebastelt wurde allerdings schon immer. Es begann mit den Jüngern, die sich einen Reim darauf machen mussten, wieso der von ihnen verehrte Meister einen solch schmählichen Tod sterben konnte und wieso er dennoch bei ihnen weiterlebte. Auch Paulus hat gebastelt und dem beginnenden Christentum den paulinischen Schliff gegeben. Und erst die Evangelisten: Von der Adoptionsformel zur Gottessohnschaft mit weihnachtlicher Vorgeschichte. Es waren ja nicht nur vier Evangelisten, ganze Bastelkollektive stellten den Kanon[11] zusammen und schlossen aus, was ihnen nicht zu passen schien. An den Symbola[12] haben auch die Kaiser mitgebastelt. Muß ich noch auf andere Bastelergebnisse eingehen, auf das Fegefeuer zum Beispiel? Es haben doch Gläubige aller Zeiten mit ihren Erkenntnismöglichkeiten und ihren Erfordernissen an ihrem Glauben gebastelt. So what? – Ja, ich weiß: Die Basteleien mussten approbiert werden. Wer allein bastelte, musste den Mund halten oder er landete wie Jan Hus[13] [14]auf dem Scheiterhaufen. Da hätten manche Luther auch gern gesehen.«

Und nun haben wir eine Orientierungshilfe der EKD, die alle wichtigen Fragen beantwortet.

Noch Fragen?

[1] Eine Reichweitenanalyse würde mich interessieren.

[2] Wer es dennoch will, hier geht’s zum Text: http://www.ekd.de/download/fuer_uns_gestorben2015.pdf

[3] Wenn Sie’s kurz gefasst haben wollen, reicht das Abschlusskapitel mit den Fragen und Antworten. Sollten das Ihre Fragen sein, dann müssen Sie mindestens dieses Kapitel lesen, dann sind Sie orientiert. Hier nur die Fragen:

Für uns gestorben – Fragen und Anstöße

  • Ist Jesus von Nazareth wirklich gekreuzigt worden?
  • Wer ist für seinen Tod verantwortlich zu machen, die römischen oder die jüdischen Autoritäten?
  • Warum musste Jesus überhaupt sterben?
  • War Jesus klar, dass er in Jerusalem sterben würde?
  • Wird durch die Lehre vom Kreuz nicht ein allzu dunkles Menschenbild gezeichnet?
  • Wieso musste Jesus Christus deswegen sterben? Ging das nur so?
  • Kann man nicht auch an den christlichen Gott glauben, ohne dem Tod Jesu eine so hohe Bedeutung beizumessen?
  • Wollte Gott Blut sehen, um seinen Zorn zu besänftigen?
  • Hat Gott ein Menschenopfer gefordert?
  • Wieso ist aber im Neuen Testament und auch danach in Liedtexten und sogar in Predigten vom Opfer die Rede?
  • Lässt sich nur mit biblischer Sprache ausdrücken, was es heißt, dass Jesus Christus für uns gestorben ist?
  • Wenn uns die biblischen Motive so fremd sind, ist es dann nicht besser, auf sie zu verzichten?
  • Was klärt dann die Deutungsfigur des (Sühn-)Opfers überhaupt?
  • Was kann die Figur vom Passalamm erklären, als das Jesus bezeichnet wird?
  • Hat das traditionelle Motiv des Loskaufs heute noch einen nachvollziehbaren Sinn?
  • Kann Gott die Menschen erst wieder lieben, nachdem Jesus Christus für ihre Sünden gestorben ist?
  • Musste Jesus Christus sterben, weil Gott als ein »gerechter« Gott dies so fordert?
  • Musste Gott durch den Tod Jesu versöhnlich gestimmt werden?
  • Und was ist mit der menschlichen Freiheit?
  • Erkenne ich im Kreuz nur, dass ich versöhnt bin, oder bewirkt das Kreuz das auch?
  • Biblische Texte betrachten immer wieder den Glauben als Voraussetzung dafür, dass Menschen an dem, was Christus für sie getan hat, teilhaben. Was wird dann aus denen, die nicht an Gott, geschweige denn an Jesus Christus glauben?
  • Was ist aber mit den Menschen, die vor Jesu Geburt gelebt haben?
  • Wieso verknüpft sich mit dem Tod Jesu von Nazareth ausgerechnet der Gedanke der Neuschöpfung? Tod und Schöpfung scheinen doch das genaue Gegenteil zu sein.
  • Was ist gemeint, wenn gesagt wird, am Kreuz ereigne sich »ein fröhlicher Wechsel und Streit«?
  • Stellvertretung – was soll das im Blick auf den Tod Jesu Christi heißen? Muss nicht jeder seinen eigenen Tod sterben?
  • Ist damit die Stellvertretung nicht schon als Deutungsfigur erledigt?
  • Warum ist es dennoch wichtig, von Stellvertretung zu reden?
  • Zu welchem Missverständnis kommt es, wenn die Exklusivität der Stellvertretung zu stark betont wird?
  • Zu welchem Missverständnis kommt es, wenn die Inklusivität der Stellvertretung zu stark betont wird?
  • Was bedeutet eine Stellvertretung, die exklusiv und inklusiv sein soll?
  • Mit welchem Recht kann Jesus überhaupt für alle Menschen stellvertretend eintreten?
  • Jesu Tod gibt uns neues Leben, heißt es. Neues Leben, Neuschöpfung, was bedeutet das für uns?
  • In welchem Verhältnis steht der Tod von Menschen, die ihr Leben für andere riskieren, zum Tod Jesu Christi?
  • Wie ist dann der biblische Satz zu verstehen, dass der, der Jesus nachfolgen wolle, sein Kreuz auf sich nehmen solle (vgl. Mk 8,34)?
  • Zu welchen Missverständnissen kommt es, wenn Jesu Hingabe und sein Weg ans Kreuz zum ethischen Vorbild erklärt werden?
  • Wenn von Christus gesagt wird, er sterbe und sei von den Toten auferstanden, und Menschen dasselbe hoffen dürfen, ist dann nicht auch möglich, Jesus Christus als Exempel zu verstehen?
  • War und ist das Grab Jesu Christi leer?
  • Was stiftet denn die Identität zwischen dem gestorbenen Jesus und dem auferstandenen Christus?
  • Hat die Überwindung des Todes Gott verändert?
  • »Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber« (2Kor 5,19), sagt Paulus. Aber wie können Gott und Mensch wirklich zusammenkommen, ohne dass Gott als Person in sich gespalten ist?
  • Geht das nicht auch einfacher? Wieso muss Jesus Christus überhaupt wahrer Gott und zugleich wahrer Mensch sein?

[4] So der Interviewer im Gespräch mit dem Theologen Christoph Markschies, Mitautor des EKD-Grundlagentextes „Für uns gestorben“. http://www.ekd.de/aktuell/98061.html

[5] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/7727190772/

[6] Der Begriff Kotau wird im deutschen Sprachraum als Umschreibung für Unterwerfung, Eingliederung in eine Rangordnung bzw. nicht ganz freiwilliges Nachgeben benutzt. https://de.wikipedia.org/wiki/Kotau

[7] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/3355906263/in/set-72157632548603352

[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Schulz

[9] http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/dpb_print.php?id=3640

[10] http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt//dpb_print.php?id=3659

[11] https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelkanon

[12] Nur das Chalcedonense sei hier als einschlägiges Beispiel genannt: http://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Chalcedon

[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Hus

[14] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/4468626403/

Wer am Hasenfest hoppeln will, bitte!

Posted in Gesellschaft, Kirche by dierkschaefer on 3. April 2015

»Leider hat es kirchliche PR bisher nicht vermocht darauf hinzuweisen, dass es ohne kirchliche Feiertage nur noch Werktage gäbe. Insofern machen kirchliche Feiertage das moderne Freizeitverhalten einer in ihrem Selbstverständnis „Nachchristlichen” Gesellschaft gerade erst möglich.«[1] Recht hat er, der Kollege. [1] http://pastorenstueckchen.de/2011/04/tanzverbot-am-karfreitag-hasenfest/

Nachtrag: „Mehrheit der Deutschen dankbar, dass Jesus für extralanges Wochenende gestorben ist.“

http://www.der-postillon.com/2014/04/mehrheit-der-deutschen-dankbar-dass.html

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