Dierk Schaefers Blog

»Wenn der Richter das gelesen hätte, dann hätten Sie keine zehn Jahre gekriegt.« Kap. 33 f

moabitDieter Schulz

Der Ausreis(ß)ende

oder

Eine Kindheit,

         die keine Kindheit war

Dreiunddreißigstes Kapitel

Ich war gezwungen, dem Staat weiterhin Konkurrenz zu machen

Natürlich wusste auch meine neue Lebensabschnittsgefährtin, was ich tat. Und, sie fuhr auch einige Male mit nach London. Mit ihren 49 Jahren war ihre weiteste Reise bisher zum Hamburger Fisch­markt gewesen. Durch mich lernte sie etwas von der großen weiten Welt kennen.

Schon drei Monate nach meiner Haftentlassung hatte ich meinen Sohn aus dem Heim geholt. Ursprünglich wollte ich ihn ja bis zum Ende des Schuljahres dort lassen. Aber das Zwischenzeugnis sagte aus, dass seine Versetzung stark gefährdet sei. Ich bemühte mich um eine Lehrerkonferenz, wo auch ich und mein Sohn anwesend sein konnten. Was ich dort über meinen Sohn so alles erfuhr; au Backe! Wenn mein Sohn schon sitzen bleiben sollte, so konnte er das genau so gut in der Schule in meiner Nähe. Bisher war er nur an den Wochenenden zu uns nach Hannover gekommen. Am 27. Januar, meinem Geburtstag, holte ich Sascha von dem Heim ab. Neben meinen Reisen hatte ich immer noch genügend Zeit, mich um meinen Sohn zu kümmern. Und siehe da, wir beide zusammen schafften dann letztendlich doch noch die Versetzung in die 8. Klasse. Ich war aber auch in ständiger Verbindung mit seinen Klassenlehrern, besuchte sogar gewisse Stunden in seiner Klasse. So wusste ich ständig, wo es bei meinem Sohn haperte. Im Gegensatz zum Heim hatte er bei uns sein eigenes Zimmer, welches ich ihm nach seinem Geschmack einrichtete. Er hatte seine eigene Musikanlage, Fernseher und auch einen PC 64. Damit er in seiner Freizeit nicht auf der Straße rumgammelte, sich irgendeiner Gang anschloss, finanzierte ich ihm auch die Mit­gliedschaft in einem Footballclub. Zweimal in der Woche Training, am Wochenende irgendwo ein Spiel, damit war er vollauf beschäftigt.

Auch der Rest der Wohnung bekam ein völlig neues Ambi­ente. Tapeten vom Feinsten, die modernsten Möbel nebst Fernseher, einschließlich Video. Der Polo, welcher sich nicht gerade als bequemes Reiseauto für solch lange Strecken entpuppt hatte, wurde gegen einen Passat ausgetauscht. Nicht nur meine Gefährtin war hoch verschuldet. Ihre Tochter und ihre beiden Söhne bedurften auch meiner Unterstützung. Ich konnte nicht Nein sagen, als der Jüngste, der gerade frisch verheiratet war und schon ein Baby da war, mich fragte, ob ich ihm nicht eine Waschma­schine auslegen könne. Er würde es mir in Raten zurückzahlen. Genauso wie dieser hat keiner aus der Familie mir jemals auch nur einen Pfennig zurückgezahlt. Als ich dann Ende 1990 für über 10 Jahre in den Knast abwanderte, bekam ich in all den Jahren noch nicht einmal eine einzige Postkarte. Undank ist der Weltenlohn.

Am dritten Tag glaubte ich ihm alles Nötige beige­bracht zu haben.

Vorerst aber einmal versuchte ich dem Ältesten die Schulden loszuwerden. Nachdem er mich mit seiner Mutter zusammen bekniet hatte, ihn doch auf so eine Englandreise mitzunehmen, ihm mein Handwerk beizubringen bat, konnte ich schlecht Nein sagen. Dabei hatte er noch nicht einmal einen Teil des Geldes zur Verfügung, was als Grundkapital notwendig gewesen wäre. Ich musste zunächst einmal alles finanzieren. Einschließlich den Kauf der englischen Münzen, die er als Start­kapital benötigte. Aus London zurückkehrend, wobei ich glaube, dass ich die Achslast des Passats bei weitem überschritt, soviel Münzen hatten wir geladen, machten wir schon in Dortmund halt. Wir mieteten uns in einer preiswerten Pension ein, und ich [zeigte ihm[1]] zwei Tage/Nächte lang, wie die Automaten funktionierten. Am dritten Tag dann glaubte ich ihm alles Nötige beige­bracht zu haben und wollte ihn alleine arbeiten lassen. In Hattingen teilten wir uns die Stadt auf. Er sollte links von der Hauptstraße sein Revier bearbeiten, ich rechts davon. Doch bevor wir uns trennten, wollten wir noch zusammen eine Limo trinken. Natürlich waren auch in dem Lokal zwei Geldspielautomaten vorhanden. Thomas wurde vom Jagdfieber oder sollte ich besser sagen von der Gier, gepackt. Ich, als Kenner dieses Metiers, hätte schon nach wenigen Versuchen aufgehört diesen Automaten Markstücke zu entlocken. Ohne die Münzen, wie ich es tat, vorher zu sortieren, warf er sie wahllos in den Schlitz. Der Automat nahm lediglich jede vierte, fünfte Münze an, den Rest kotzte er wieder aus. Die Geräusche, die dabei entstanden mussten ja den blödesten Wirt alarmieren. Das Geschepper, welches die herausfallenden Münzen verursachten, ging dem Wirt auf den Keks. Ich hatte Thomas auf dem Weg zur Toilette auch noch gewarnt. Er hörte einfach nicht auf mich. Ich ging zum Tisch zurück, wollte meine Sachen zur Hand nehmen, da passierte es. Der Wirt, ein Brecher von einem Kerl, hatte plötzlich das Handgelenk von Thomas in der Hand, als dieser gerade wieder eine Münze einwerfen wollte.

Die Bullen – auch nicht gerade profihaft

Die Bullen die uns wenig später getrennt auf zwei Autos verteilten und zum Revier brachten, wun­der­ten sich nur, dass uns nichts passiert sei. War der Wirt doch als ehemaliger Zuhälter dafür bekannt, dass er sonst nicht so zimperlich sei. Das lag vielleicht daran, dass er selbst aus dem Milieu kommend ein gewisses Verständnis für krumme Dinger hatte. Nur wollte er nicht, dass ausgerechnet er von seinem Verdienst etwas abgeben sollte. Thomas, bisher ein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei, konnte schon nach kurzer Zeit, nachdem ein Protokoll gefertigt war, das Polizeigebäude wieder verlassen. Da er sich wenigstens an die Geschichte gehalten hatte, die ich ihm im Vorfeld für den Fall des Erwischtwerdens eingebläut hatte, deckten sich unsere Aussagen. Weil hier nun kein Verbrechen vorlag, wir beide einen festen Wohnsitz hatten, durfte ich dann auch bald gehen. Ich muss hier unbedingt erwähnen, dass sich die Bullen auch nicht gerade profihaft verhalten hatten. Nämlich als ich merkte, dass der Wirt die Polizei gerufen hatte, ließ ich schnell meinen Pensionszimmerschlüssel unter der Sitzbank verschwinden. Als ich bei der Polizei entlassen wurde, händigte man mir diesen Schlüssel aus. Obwohl ein kleines Schildchen mit einer (Zimmer)nummer daran hing, nahm man mir ab, dass dieser Schlüssel zu der Wohnung in Hannover gehörte. Wir waren mit dem Bus nach Hattingen gefahren. So hatten wir auch nicht all zu viele Münzen bei unserer Festnahme dabei. Kein Autoschlüssel, der uns hätte verraten können. Thomas glaubte wohl, dass der gesamte Münzschatz nun ihm gehören würde. Jedenfalls hatte er schon die Sachen gepackt und wollte sich mit meinem Auto und den Münzen davon machen. Obwohl er mit seinen 27 Jahren noch nicht einmal einen Führerschein hatte. Das Bargeld, in Form von Silbergeld, welches ich in den beiden Tagen zuvor erbeutet hatte, auch meine Zigaretten­ausbeute hatte er aber in seinem Gepäck verstaut. Ich weiß nicht, ob er wirklich so erfreut über mein Auftauchen war, wie er tat. Wir machten uns jedenfalls zunächst einmal auf den Weg nach Hannover, um die ganze Angelegenheit erstmal in Ruhe zu verdauen. In Hannover angekommen empfing uns seine Mutter ziemlich aufgeregt. Im Rahmen der Amtshilfe hatte die Hattinger Polizei die in Hannover eingeschaltet. Die Hannoverpolizei hatte dahingehend reagiert, dass sie sofort eine Hausdurchsuchung veranstaltet hatte, in der Hoffnung dort noch weitere Münzen zu finden. Mein Glück war, dass die Wohnung auf den Namen meiner Freundin lief. So brachte man mich erst gar nicht damit in Verbindung. Bei genauerer Überprüfung allerdings hätte man über den Namen Schulz stolpern müssen. Nachdem ich ein paar Tage hatte Gras über die Sache wachsen lassen, begann ich doch wieder, jetzt in Berlin, das Falschgeld in richtige DM zu verarbeiten. Thomas hatte die Nerven verloren. So blieb ich nur auf meine Auslagen sitzen, die ich ihm vorgeschossen hatte. Monate später standen wir beide dann in Hattingen vor Gericht. Thomas, weil er bis dato eine reine Weste hatte, wurde zu 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, durfte sich von der Anklagebank entfernen. Er galt danach noch immer als nicht vorbestraft. Mir dagegen brummte die Richterin 18 Monate ohne Bewährung auf. Inzwischen hatte sie ja aus der Aktenlage ersehen, dass ich zum einen noch eine Reststrafe zur Bewährung offen hatte, und zum anderen eben wegen der gleichen Tat schon auffällig geworden war. Wieder in Hannover eingetroffen unterrichtete ich sofort meinen Bewährungshelfer von dem Urteil. Ich fragte ihn, wann ich denn nun wieder im Knast antanzen müsse. „Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird!“ meinte dieser aber.

Zugegeben, ich war ganz schön übermütig geworden.

Bei der Berufungsverhandlung hatte ich einen sehr guten Anwalt. Die Wichtigkeit, dass meine Anwesenheit zur Erziehung meines Sohnes von großer Wichtigkeit wäre, das hätte ich ja bewiesen, indem er nach der Gefährdung es dann doch noch geschafft hätte, das Klassenziel zu erreichen. So wurde meine Bewährungszeit dann eben nochmal aufgestockt. Zugegeben, ich war ganz schön übermütig geworden. Den Warnschuss vor den Bug realisierte ich nicht so recht. Außerdem schwor ich mir, niemals wieder irgendjemanden in meine Geldverdienmasche einzuweihen. Ich wechselte lediglich jeden Monat mein Jagdrevier. Außer Berlin. Die Stadt war so groß und wie erwähnt mit Automaten und Kneipen gepflastert, dass ich die Tour mehrere Male machte.

Inzwischen wurde auch Deutschland wiedervereinigt. Sofort lud ich meine Schwester ein, uns in Hannover zu besuchen. Wir feierten Weihnachten 1989 zusammen und stießen gemeinsam auf das Jahr 1990 mit einem Gläschen Sekt an.

Ich gab mir alle Mühe, mich doch noch wieder im Berufsleben zu integrieren. Doch nun war der Zug für mich mit meinen 50 Jahren endgültig abgefahren. Die Ossis drängten mit aller Macht auf unseren Arbeitsmarkt. Von da an hatten die Gastronomen reichlich Auswahl an willfährigen und vor allem billigeren Arbeitskräften. Ich war also gezwungen dem Staat weiterhin Konkurrenz zu machen, indem ich die viel billigeren „Markstücke“ in Umlauf brachte.

So verein­barte ich dann mit dem Ex-Konsul …

In den großen Sommerferien hatte ich eigentlich für meinen Sohn geplant, dass er etwa vier Wochen in der Nähe von London verbringen sollte. Bei einer meiner Reisen dorthin war ich dem ehemaligen englischen Konsul aus Hannover begegnet, den ich lange Zeit als Gast betreut hatte. Meine Lebenserfahrung hatte mir die Erkenntnis gebracht, dass man besser durchs Leben kam, wenn man Fremdsprachen beherrschte. Und genau daran haperte es bei meinem Sohn. So verein­barte ich dann mit dem Ex-Konsul, dass mein Sohn die Ferien dazu nutzen sollte, direkt vor Ort ins Englische eingeführt werden sollte. Hatte der Konsul doch selbst zwei Söhne im Alter meines Sohnes. So hoffte ich, dass Sascha, würde er täglich von morgens bis abends mit der englischen Familie zusammen sein, seine Englischkenntnisse enorm verbessern könnte. Doch Sohnemann wehrte sich mit Händen und Füßen gegen mein Vorhaben, als ich ihm eröffnete, was ich mit ihm vorhatte. Er fuhr lieber mit mir und Helga in den Ferien in die Ex-DDR. Ich wollte zum einen die Kinder und Kindeskinder meiner Schwester kennenlernen, zum anderen all die Städte in Ost­deutsch­land besuchen, wo ich während meiner Heimkarriere herumgekommen war. Ich schrieb ja bereits zu Beginn, dass wir unter anderem auch in Dönschten, meinem letzten Heimaufenthalt, einen Abstecher machten. An dieser Rundreise beteiligte sich mein Sohn allerdings nicht. Er blieb lieber in Eisenhüttenstadt, wo er sich in ein süßes Mädchen verliebt hatte und somit einen besseren Zeitvertreib hatte.

Eines Abends war ein großer Teil des Familienclans meiner Schwester zusammen mit meiner Braut, meinem Sohn und mir zu einem Tanzvergnügen in Eisenhüttenstadt zusammen gekommen. Mein Sohn mit seinen noch nicht einmal 16 Jahren war noch nicht so sehr an Alkohol gewöhnt. Ein paar Wodka O-Saft und ich erfuhr endlich die Wahrheit darüber, warum er sich so sehr gegen den vierwöchigen Aufenthalt in England gesträubt hatte. War er doch einige Male in meiner Begleitung mit in London gewesen, hatte die englische Küche kennengelernt. Zwei-Drei Tage konnte man ja noch mit Kentucky Fried Chicken überbrücken. Aber vier Wochen an einem Stück?

Ein Nostalgiebesuch in der Ex-DDR – ergibt ein neues Projekt

Von Mitte Juli bis Mitte August bereiste ich einige Städte in der Ex-DDR, wo ich mich etwas länger aufgehalten hatte, wobei sich so mancher dicker Kloß in meinem Hals festsetzte, als ich den Zerfall erkennen musste, den der Zahn der Zeit bewirkt hatte. So waren zum Beispiel in der Straße in Leipzig, wo wir gewohnt hatten, viele Türen und Fenster in den Häusern mit Brettern vernagelt, weil die Häuser inzwischen unbewohnbar geworden waren. Der sozialistische Staat war nicht in der Lage gewesen, die Häuser zu renovieren. Für kilometerlange Betonmauern quer durch Deutschland hatte der Staat genügend Material, nur nicht für die Hausrenovierung. Ich fragte mich auch, wo nur die ganzen hochnäsigen VOPOS abgeblieben waren, die uns Westdeutschen beim Grenzüber­gang immer so von oben herabbehandelt hatten. Wenige Monate nach der Grenzöffnung schon standen mehr Autos aus dem ehemals dekadenten Westen auf der Straße als in einer Garage. Das lag wohl daran, dass die Garagen, eigentlich für den Trabi[2] konzipiert, für richtige Autos viel zu klein waren. Die Fahrbahnen der Autobahnen und Landstraßen dagegen waren ganz auf die hartbeingen Ostautos zugeschnitten. Elf Jahre später wünschte ich mir manchmal, wir in Westdeutschland hätten so schöne neue Straßen, wie denen von unserem Solizuschlag inzwischen gebaut worden waren. Zudem hatten viele Ossis noch den Vorteil, sich viel billiger den Tank zu füllen und gleich noch dem deutschen Staat die Zigarettensteuer vorzuenthalten. Die paar Prozent weniger Lohn, die sie bekamen und sich furchtbar darüber aufregten, holten sie sich in grenznahen Gebieten doppelt und dreifach wieder raus. Wenn ich mir so den Leipziger Hauptbahnhof, die Mädlerpassage und und und …. anschaue, kaum noch ein Wiedererkennungswert aus meiner dort verbrachten Kinderzeit. Bei euch Ossis fällt mir immer wieder die Fabel von dem Fuchs ein, der nicht an die Weintrauben kommen konnte und dann so tat als würde er sich gar nicht dafür interessieren, nachdem er von einem Vogel deswegen verspottet wurde.[3] Neidvoll habt ihr im West­fernsehen sehen müssen, wie gut es uns doch ging. Ihr habt aber dann doch auf Parteiver­sammlungen den kapitalistischen Westen als Kriegstreiber verdammt. Und dann ging es euch gar nicht schnell genug, Anschluss an deren Lebensstil zu bekommen, nachdem sich die Helden von Leipzig immer wieder mutig gezeigt hatten und die Wende ins Rollen brachten. Bei meiner letzten Verurteilung zu sieben Jahren Gefängnis begründete der Staatsanwalt die hohe Strafe damit, dass es nicht angehen könnte, dass jetzt, kaum nach der Wende, westdeutsche Gangster den Osten aus­rauben würden. Ja, wer war es denn, der, kaum waren die Grenzen offen, den Osten ausraubte? Die westdeutschen Vertreter waren es, die wie die Heuschrecken im Osten ausschwärmten, den Unwissenden alle möglichen Verträge aufschwatzten, so manchen Ossi in die Schuldenfalle lockten. Aber vor allen Dingen waren es die Banken, die sich flächendeckend breit machten. Kundenfang war ihre Devise. Allenthalben wurden Container oder Busse auf freien Plätzen platziert, um neue Kunden zu werben. Lieber Herr Staatsanwalt! Nicht die armen Ossis haben wir ausgeraubt! Es war eine westdeutsche, genauer gesagt, es war die Dresdner Bank! Die einzige Gemeinsamkeit, die die Bank mit dem Namen Dresden verband, war der Name. Ansonsten eine der größten Banken aus dem Westen, die sich in Eisenhüttenstadt, wie in vielen anderen Oststäd­ten ganz schnell etabliert hatte. Immerhin gab es im Osten Deutschlands an die 17 Millionen potentielle Kunden, die es zu melken galt. Ich werde Ihnen im Laufe der Zeit noch einige Merk­würdigkeiten über diese Bank im Speziellen zu berichten haben.

Ich weiß, ich bin etwas vom Thema abgewichen. Aber man wird ja wohl noch seine Meinung zu verschiedenen Dingen äußern können oder? Ansichten oder Einsichten müssen aber nicht unbedingt objektiv sein. Na gut, ich zeigte nach meiner letzten Verurteilung nicht unbedingt die nötige Einsicht. Ich will mich ja auch gar nicht darüber beschweren, dass ich im Knast gelandet bin. Wieder einmal! Was sagte meine Mutter immer wieder? Wer nicht hören will muss fühlen!

Also, die vier Wochen Urlaub bei/mit meiner Schwester waren nicht nur erholsam, wie ich geschildert habe. Meine Kindheit hatte mich wieder eingeholt. Dafür dass mir russische Soldaten nach dem Kriegsende in Königsberg zum Teil das Überleben ermöglicht hatten, mir allerdings eher deren vorgesetzte Offiziere wegen ihres viel höheren Solds auch später noch in Leipzig so manche Mark in die Tasche gespült hatten, konnte ich mich während des Urlaubs revanchieren. In der Stadtmitte von Frankfurt/Oder hatte sich ein Markt etabliert. Nicht nur dass die langsam pleitegehenden landwirtschaftlichen Produktionsgenos­senschaften schon begannen ihre Produkte selbst an den Mann zu bringen, mischten sich auch viele fliegende Händler aus dem Westen unter die Einheimischen. So stand da unter anderem ein Lastwagen, voll gepackt mit Kartons …

 

Vierunddreißigstes Kapitel

Nie wieder London – das Ende eines schönen Geschäfts

… voll gepackt mit Kartons … Billigen Elektroplunder, wie z.B. Kofferradios, priesen sie den noch Ahnungslosen an. Und es wurde gekauft! Unter der kaufwilligen Menschenmenge sah ich zwei Uniformen, die ich nur zu gut kannte. Es waren Soldaten der ruhmreichen Sowjetarmee. Ich begab mich in ihre Nähe, weil ich mal wieder vertraute russische Worte hören wollte. Kannte ich das nicht aus meiner armen Kindheit? Etwas zu begehren, sich aber nicht leisten zu können? Hatte ich mir nicht so sehr ein Fahrrad gewünscht, was mir meine Mutter aber von ihrem Verdienst niemals hätte kaufen können?

Hier nun bekam ich mit, dass die beiden Soldaten, selbst wenn sie ihr Geld zusammen­legten, sich kein begehrtes Kofferradio leisten konnten. Bei dem Verhandlungsversuch mit dem Verkäufer ging dieser nicht die acht fehlenden Mark herunter. Jetzt schlug die Stunde meiner Wiedergutmachung. Ich reichte dem Verkäufer die von ihm verlangte Summe hin, ließ mir das Kofferradio von der Ladefläche herunterreichen. Mich machten die paar Mark nicht arm. Stand doch das Porträt der englischen Königin auf den 5-Pence Münzen für weiteren Nachschub. Dachte ich zu dem Zeitpunkt noch! Ich hatte lediglich Angst, dass mir mangels Übung die richtigen Worte in Russisch nicht einfallen konnten, als ich den Soldaten das Gerät überreichte. Ich kann nicht sagen, was die beiden jungen Männer in Uniform mehr überraschte. Mein gutes Russisch oder aber die Tatsache, dass da ein wildfremder Deutscher ihnen ein Kofferradio schenken wollte. Doch bevor sie zugriffen, mein Geschenk annahmen, wollten sie einige Fragen beantwortet haben. Ich dachte gar nicht daran inmitten der gaffenden Menge Rede und Antwort zu stehen. Zumal anzuneh­men war, dass einige von der Schule her alles verstehen konnten. Deshalb lud ich sie, nein, nicht zum Kaffee, sondern auf einen Wodka ein. In einem nahen Café erzählte ich ihnen meine Geschichte was Kaliningrad/Königsberg betraf. Stellvertretend für ihre Landsleute, die uns in Königsberg geholfen hatten, wo unter Umständen vielleicht sogar einer ihrer Väter oder andere Verwandte gewesen seien, wollte ich etwas davon zurück­geben. Ich hoffe nur, dass ich den beiden keine Schwierigkeiten bereitet habe. Denn als wir uns später verabschiedeten, waren die beiden nicht mehr ganz alleine. Bei einem Wodka war es nämlich nicht geblieben. Ich jedenfalls sah danach alles doppelt. Aber ich bin ja auch kein trinkfester Russe.

Hätte ich damals schon geahnt zu welchem Vorteil sich die Ex DDR herausputzen würde, wäre ich wohl mit weniger gemischten Gefühlen wieder zurück nach Hannover gefahren. In den knapp zwei Jahren hatte ich aus der „Sperrmüllwohnung“ von Helga eine Luxuswohnung gemacht. Der Passat lief auf ihren Namen. Man konnte ja nie wissen. Als Arbeitslosenhilfeempfänger konnte ich mir solch ein Auto jedenfalls nicht leisten. Auch ihr Schuldenkonto war fast getilgt. Mein Sohn bekam mit seinen 14-15 Jahren schon 120 Mark Taschengeld im Monat, ein Sparbuch, wo ich monatlich etwas extra einzahlte, damit er zu seinem 16ten Geburtstag ein Moped vor die Türe stehen hatte. Ich hatte auch einen Verein gegründet, der ganz ordentlich beim Gericht als EV geführt wurde. Doch als ich aus dem Urlaub zurück kam, hatte mein Partner das Türschloss ausgewechselt und aus dem Büro einen Pornoschuppen gemacht. Obwohl ich das Ganze finanziert hatte. Mein erster Geschäftspartner der sich mir gegenüber als Betrüger entpuppte. Er war eine Bekannt­schaft aus der letzten gemeinsam verbrachten Knastzeit. Ich wußte damals allerdings nicht, dass er wegen Betruges saß. Nach der Entlassung trafen wir uns zufällig wieder. Er hatte eine Geschäftsidee, ich das nötige Kleingeld. Das verlorene Geld konnte ich ja noch verkraften, aber nicht die Tatsache einem Betrüger aufgesessen zu sein. Ich hatte einem Leidensgenossen aus dem Knast ermöglicht wieder auf die Beine zu kommen. Dass er mich trickreich ausgebootet hatte, verzieh ich ihm natürlich nicht. Obwohl ich oft gesagt hatte, ich gönne meinem Feind nicht die Erfahrung, Jahre seines Lebens im Knast zu verbringen, ergab sich dann die Möglichkeit ganz von selbst, dass ich ihm eine Kochlehre im gleichen Gefängnis verschaffte, wo wir uns kennengelernt hatten. Er fragt sich rück­blickend noch heute, wie er an die drei Jahre Knast gekommen ist. Dabei half es ihm auch nicht, dass er inzwischen eine Schwarze aus Ghana geheiratet hatte und deren Namen Nguwo angenommen hatte. Ganz im Gegenteil! Das sprach vor Gericht eher gegen ihn, nachdem ich meine Aussage vor Gericht gemacht hatte. Aber der Reihe nach!

Wir kommen also zurück aus der Ex DDR, ich erhole mich von den Eindrücken, die ich dort gesammelt habe und bereite meine nächste Reise nach London vor. Helga nimmt sich ihren monatlichen Haushaltstag und einen zusätzlichen Urlaubstag. Wir machen uns auf den Weg nach London. Mein Bargeldbestand war auf knappe 6000 Mark zusammen­geschrumpft. Als „reicher“ Wessi hatte ich während der vier Wochen im Osten natürlich nicht auf den Pfennig geguckt. Ich erinnere mich, dass meine Schwester ziemlich entsetzt die Speisekarte beiseite legte, als sie einen Blick hineingeworfen hatte. Wir waren in Dresden, hatten uns den Zwinger ansehen wollen, den ich in der Kindheit nur von außen bewundern durfte, 1990 aber auch nicht richtig besuchen konnte, weil dort allenthalben alles renoviert wurde. Meine Schwester nörgelte, dass sie Hunger hätte und es wegen ihrer Zuckerkrankheit an der Zeit wäre, etwas zu essen. Wir gingen also in das nächstgelegene Restaurant. Das Restaurant gehörte zur Semperoper. Das Restaurant war sehr gediegen. Die Preise aber auch. Meine Schwester als normale Arbeiterin war die Ostpreise gewohnt. Beim Anblick der Preise im besagten Restaurant verging ihr aber der Appetit. Es bedurfte schon einiger Überredungskunst sie dann doch noch zu bewegen etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Ade London. Du wirst mich nie wieder sehen

Mit Helga fahre ich also nach Zeebrügge, um dort die Fähre nach Dover zu nehmen. Sofern man Glück hatte, konnte man auf dem Schiff eine Schlafkabine buchen. Das bedeutete, dass wir noch gut drei Stunden schlafen konnten bevor wir England erreichten. Kurz nach Verlassen des Hafens wurden die Bars, die Restaurants und der Duty Free Shop geöffnet. Wie immer ging ich an eine Bar, um mir meinen Schlaftrunk zu genehmigen. Ein Pint Guinness und ein Malt Whisky. Machte zusammen 95 Pence. Auf mein Poundstück bekam ich deshalb schon immer eine Mark, Entschuldigung, ein 5-Pence Stück als Wechselgeld zurück. So auch diesmal wieder. „Oh, what is that?“, fragte ich erstaunt den Barkeeper. „That ist the new 5-Pence Piece!“ bekam ich zur Antwort. Einwandfrei. Die Zahl wies aus, dass es 5 Pence waren. Doch eher so groß wie unsere Pfennigstücke und nicht zu vergleichen mit einem Markstück. Ach so. England war anscheinend dabei, seine noch nicht einmal Herstellungskosten deckenden 5-Pence Münzen aus dem Verkehr zu ziehen. Dachte ich!

Allerdings kratzte das schon an meinen Nerven. Ich schickte Helga in das Selbstbedie­nungs­restaurant. Sie sollte dort etwas holen wo 5 Pence am Ende herauskommen musste und sie somit einen 5er zurückbekommen müsste. Auch sie brachte so eine mickrige Münze zurück, wie ich sie schon an der Bar erhalten hatte. Den dritten Versuch startete ich im Duty Free Shop. Aber auch dort gab es nichts anderes als eine Light Version der 5-Pence Münzen. Na gut, dann wird sich die Fähre schon ausschließlich mit den neuen Münzen eingedeckt haben. Noch war ich nicht wirklich beunruhigt. Ich vermied es schon nach meiner ersten Autoreise in Holland zu tanken, weil der Sprit doch um einiges teurer als in Deutschland, auch wie in England war. Vor der Autobahnauffahrt nach London pflegte ich jedesmal zu tanken. Ich achtete peinlich genau darauf, dass die Uhr bei 19,95 stehen blieb, zahlte mit einem 20 Pfund Schein. Heraus bekam ich für mich völlig wertlose 5 Pence. Jetzt begann ich aber doch nachdenklich zu werden. Es konnte doch aber nicht sein, dass sämtliche alten 5-Pence Münzen mit einem Schlag aus dem Verkehr gezogen worden waren. Über 100 Kilometer noch bis nach London. Bei meinen vorherigen Reisen hatte ich mir nie die Mühe gemacht schon in den Vorstädten von London anzuhalten, um das Geld zu wechseln. Diesmal jedoch wollte ich mir das Verkehrsgewühl in der Londoner City als Festlandeuropäer ersparen, falls das eintraf, was ich befürchtete. Und richtig! Nachdem ich auch beim Besuch der ersten drei Banken immer wieder diese reduzierten Geldstücke ausgehändigt bekam, gab ich es auf. In der vierten Bank tauschte ich das Ganze wieder in Scheine ein und trat die Rückreise an. Ade London. Du wirst mich nie wieder sehen. Sämtliche Sehenswürdigkeiten, die London zu bieten hatte, hatte ich bei meinen vielen Reisen besucht.

Im Sommer 1986 war ich gerade auf dem Weg von meiner Pension zu dem Café an der Viktoria Station, um mir ein genießbares Frühstück zu gönnen, da war dorthin kaum noch ein Durchkom­men. Eine riesige Menschenmenge verstopfte den Weg. In Paradeuniformen saßen Reiter auf ihren herausgeputzten Pferden, sperrten den Bahnhof ab. Ich fragte einen Bobby nach dem Grund dieser Parade. An meinem Dialekt hatte er sofort gemerkt, dass ich Deutscher sein müsse. Deshalb fragte er mich ganz erstaunt: „Wie? Das wissen Sie nicht? Heute kommt doch zum ersten Mal Ihr Bun­despräsident unsere Queen besuchen.“ So reihte ich mich also in die wartenden Gaffer ein und wartete geduldig auf dieses Ereignis. Etwas mulmig war mir dabei allerdings schon. Was, wenn einer der vielen Scharfschützen, die überall verteilt Fenster und Dächer bevölkerten, einen nervösen Finger hatte, während ich mir eine Zigarette ansteckte? Mein Verlangen nach einer heißen Tasse Kaffee wurde einer Geduldsprobe unterzogen. Viel später als es im Programm stand ging es dann aber doch los. Zur Belohnung für mein Ausharren bekam ich dann die komplette Königsfamilie, nebst unserem Bundespräsidenten von Weizsäcker aus höchstens sechs Metern Entfernung zu sehen. Das Wetter spielte mit. In offenen Kaleschen von Pferden gezogen war jedes Familien­mitglied für mich ganz deutlich zu erkennen. So kann ich mich glücklich schätzen, Lady Di aus nächster Nähe leibhaftig gesehen zu haben.

Nun war Schluss mit lustig und dem lukrativen Nebeneinkommen.

Bei meiner letzten Rückfahrt von London nach Hannover jedoch war ich so gar nicht glücklich. War doch nun Schluss mit lustig und dem lukrativen Nebeneinkommen. Während der Überfahrt schon zermarterte ich mein bisschen Hirn nach einem Neuanfang. Ich dachte an Schweden. Da es in Deutschland noch keine Zigarettenautomaten gab, die 5-Markstücke schluckten, mir aber nur Geldspielautomaten hätten etwas einbringen können, verwarf ich diese Möglichkeit schnell wieder. Die Spielhallen hatten zuviel Aufsichtspersonal und dazu zum großen Teil auch schon Video­über­wachung. Viel zu gefährlich für meinen Geschmack. Ich hatte auch schon von einer vertrauens­seligen Spielhallenaufsicht gehört, dass es welche gab, die Zweimarkstücke an einer superdünnen Angelschnur befestigten, den genauen Punkt ausgetüftelt hatten, wo sie einen Knoten reinmachen mussten, so dass der Kontakt ausgelöst wurde, der die Guthabenleiste hochzählte. Diese Tatsache war natürlich sehr intern und geheim, weil man Nachahmungstäter fürchtete, bekam die Presse erstmal Wind davon. Ebenso hielt man meine 5-Pence Stücke schön unter der Decke. Eine einzige Spielhallenangestellte hatte mal die Polizei gerufen, als ich bei ihr in Verdacht geriet, mit falschen Münzen zu operieren. Doch da hatte sie ganz schön ins Fettnäpfchen getreten. Sie wurde von ihrem Chef gefeuert. Ich wurde zwar nicht erwischt, gab aber vorsichtshalber bei der polizeilichen Vernehmung die Spielhalle an, wo ich in Verdacht geraten war. Dazu meinte allerdings der Richter: Diesen Fall wolle er erst gar nicht zum Gegenstand der Verhandlung machen, weil ihm die Geld­spielautomaten suspekt seien. Im Gegensatz zu den Zigaretten, die die Gesundheit der Raucher schädigten, hätten Geldspielautomaten schon so manchen Menschen in die Schuldenfalle gelockt, was eine neue Kriminalität zur Folge hätte. Die ÜSTRA hatte am schnellsten reagiert. Ihre Auto­maten kostenaufwendig mit neuen Münzprüfern ausgestattet. Danach kam auch gleich die Bundespost. Die Briefmarkenautomaten mochten dann auch schon bald keine 5-Pence Münzen mehr annehmen. Und die meist daneben angebrachten Wechselautomaten ebenso. Dann wurde es auch immer schwieriger, die Telefonzellen damit zu überlisten. Also hatte auch die Post ihre Hausaufgaben gemacht. Es kam noch hinzu, dass die Geldspielautomaten mit immer mehr Raffinesse ausgestattet wurden. So kam es immer häufiger vor, dass die Automaten zunächst zwar noch das Geld wechselten, dann aber plötzlich tauchte auf dem Display das Wort FOULT auf oder es ging sogar eine Sirene los. Andere wieder hatten eine rote Lampe auf dem Automaten ange­bracht, die mit lautem Getöse wie ein Feuerwehrwagen blinkend anzeigte, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Also nein, den Stress mit nur einer Möglichkeit die 5-Oere Stücke aus Schweden in DM zu verwandeln wollte ich mir nicht antun. Dass ich nicht gerade sehr gesprächig war während der Rückfahrt kann sich wohl jeder denken, der schon mal mit seinen Gedanken beschäftigt war.

Wer sagt denn, dass ein Knastaufenthalt nicht manchmal auch zu etwas Nütze sein kann. Allerdings nur bedingt! Man kann während so einem Aufenthalt so einiges lernen. Wenn man nur die Ohren aufhielt. Was man dort lernen konnte, ging allerdings nicht immer konform mit den Wertvorstel­lungen unserer Gesellschaft. Aber die Gesellschaft schrie doch geradezu nach noch mehr Gefäng­nissen und längeren Strafen. In diesem Zusammenhang taucht bei mir die Frage auf, wohin mit all den Gefangenen? Laut Statistik werden jedes Jahr etwa fünfeinhalb Millionen Straftaten begangen. 55% davon werden aufgeklärt! Dabei werde ich aber stutzig. Stutzig deswegen, weil wir in ganz Deutschland gerade mal so um die 75 Tausend Haftplätze zur Verfügung haben. Bedenkt man dabei noch, dass ein zu lebenslang Verurteilter seinen Haftplatz so um die zwanzig Jahre lang blockiert und viele andere, so wie ich z.B. eine Zelle für 10 Jahre in Anspruch nehmen, dann sollte man doch wirklich darüber nachdenken, was solch eine Statistik für einen Wert hat. Die JVA Celle in Niedersachsen kann ca. 250 Gefangenen Platz bieten. Dafür kommen dort auch nur Schwer- und Schwerstverbrecher unter, die mehr als acht Jahre vor der Brust haben. Der überwiegende Teil allerdings davon ist zu LL verdonnert. Mordfälle werden ja angeblich zu über 90% aufgeklärt. Wo bloß sitzen all die Mörder ihre Strafen ab? Liest man nicht täglich in der Zeitung von einem neuen Mordfall? Bevor ich mich aber nun weiter darüber auslasse, um ein paar Ungereimtheiten aufzuklären, die man uns weiß zu machen versucht, will ich lieber mit meinem Un-Leben fortfahren.

Unser Fährschiff hatte inzwischen in Oostende angelegt, da begann ein neuer Plan in mir zu reifen. Sagte ich nicht, dass ich im Knast etwas dazu gelernt hatte? Zwar hatte ich nie genau hingehört, wenn über gewisse Themen gesprochen wurde, hatte ich doch meine eigene Masche mir ein Zubrot zu verdienen, so wünschte ich mir jetzt bei meinen Überlegungen ich hätte besser zugehört.

Das relativ kleine Belgien war schnell durchquert, wir näherten uns der Holländischen Grenze.

Fußnoten

[1] Ergänzung: Dierk Schäfer

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Trabant_(Pkw)

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Fuchs_und_die_Trauben + http://www.zeno.org/Literatur/M/La+Fontaine,+Jean+de/Versfabeln/Fabeln/Der+Fuchs+und+die+Trauben

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