Dierk Schaefers Blog

Der Porno von Neuendettelsau

Posted in Kirche, Religion, Theologie by dierkschaefer on 23. Oktober 2014

»Die Diakonie Neuendettelsau darf einer Erzieherin, die in ihrer Freizeit in Pornofilmen mitgespielt hatte, ordentlich kündigen.«[1]

Das ist ja auch eine ganz schlimme Freizeitbeschäftigung, viel schlimmer, als Misshandlungen und Missbrauch während des Dienstes. Dafür wurde – evangelisch wie katholisch – nicht so schnell gekündigt.

[1] http://www.epd.de/zentralredaktion/epd-zentralredaktion/diakonie-darf-porno-drehender-erzieherin-k%C3%BCndigen

Die Frommen von Korntal setzen auf Verjährung, so wie die Kinder dieser Welt.

Posted in heimkinder, Justiz, Kirche, Kriminalität, Theologie by dierkschaefer on 23. Oktober 2014

Die Frommen von Korntal setzen auf Verjährung, so wie die Kinder dieser Welt.

 

Ist ja bekannt, machen sie alle und sie werden auch nicht im Jüngsten Gericht dafür zur Verantwortung gezogen werden. Sie nehmen zwar die Bibel wörtlich, doch nur dann, wenn’s passt. So sind sie.

 

Der unten wiedergegebene „Offene Brief der Heimopfer der Brüdergemeinde Korntal“ wird wohl die frommen Brüder von Korntal kaum dazu bewegen, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten. Sie sehen sich unter die Wölfe geraten, die ihnen zwar nicht nach dem Leben, aber doch nach dem Geld trachten. Darum befolgen sie Matthäus 10 Vers 16 und sind klug wie die Schlangen und geben sich arglos wie die Tauben!

 

Doch nun der Brief. Er enthält was die Zahl der Verbrechen und Täter betrifft, Tatsachenbehauptungen, die ich nicht nachprüfen konnte. Sollte es aber zu der geforderten Transparenz kommen, wird es hell werden.

Doch das wird die Frommen nicht beeindrucken, denn sie setzen auf weltliches, nicht auf göttliches Recht und sagen auf gut Schwäbisch: Ätschgäbele, längst verjährt, und drehen den Opfern eine lange Nase.

Hier der Brief: 2014-10-21-Offener Brief-1

 

»Wo sollten wir hin … wär wollte uns ja schon«

»Wo sollten wir hin … wär wollte uns ja schon«

Hier spricht im Rückblick die noch bis heute andauernde Not. Man müsste schon sehr abgebrüht sein, um auf diesen kurzen Kommentar mit kritischer Schärfe zu reagieren oder einfach zum Tagesgeschäft überzugehen: »Alle Heim Kinder sind Geschädigt ob Behindert oder nicht Sie sind in den 50 und 60Jahren ihre Menschen Würde und Schutz des Kindes beraubt worden sie hatten alle keine Rechte und beide groß Kirchen haben sich nicht an das gebot der Nächsten Liebe gehalten es ging ihr nur um Geld und nicht um Würde aber wo sollten wir hin es blieb uns ja nichts anderes als Heim wär wollte uns ja schon«[1]

 

Wer wollte uns schon heißt: Wir waren mutterseelenallein – und schutzlos.

 

Zwei Schlüsselwörter tauchen auf.

  1. Es ging den Kirchen nur um Geld und
  2. nicht um Würde.

 

  1. Geld. Ich habe nicht den Eindruck, dass es den „Gründungsvätern“[2] überhaupt um Geld ging. Später erst entdeckten ihre Nachfolger, dass sie ein profitables Wirtschaftsunternehmen führten, das möglichst noch profitabler werden sollte. Zu Beginn ging es um die Rettungsidee, die Rettung der Seelen derer am unteren Rand der Sozialskala, um arme Seelen also. Für die reichen Seelen reichte die ermahnende Sonntagspredigt, zu der die Armen nicht kamen, verwahrlost wie sie waren. Die Reichen reichten Geld und Stiftungen für die Rettungseinrichtungen der Armen. Doch wer vermag schon die Sorge um ihr eigenes Seelenheil trennscharf zu unterscheiden von Mitleid und Mitmenschlichkeit?

Rettungshäuser hatten jedoch vielfache Ausbeutung als „Geschäftsgrundlage“. Im Hintergrund und bei allem Sünderbewusstsein:

Wir sind die Guten.

  • Am Beginn stand die Selbstausbeutung der Gründer und ihrer überzeugten Helfer.diakonissen DBP_1972_710_Wilhelm_Löhe [3]
  • Hinzu kam die „Ausbeutung“ der mehr oder weniger reichen Geldgeber, die trotz allen protestantischen Gegensatzes zur Werkgerechtigkeit etwas Gutes tun und sich vielleicht doch für einen Platz im Himmel qualifizieren wollten. Was „draußen“ die armen Negerkinder waren, für die gespendet werden musste, waren der „Inneren Mission“ die armen, moralisch gefährdeten Proletarierkinder.
  • Schließlich die Ausbeutung der Schutzbefohlenen. Man konnte sie ja nur in ein ordentlich-bürgerliches Leben entlassen, wenn sie arbeiten gelernt hatten und Bedürfnisaufschub; Konsumverzicht sagen wir heute. Dies diente der Selbsterhaltung der Rettungsbetriebe, die vom Staat finanziell knapp gehalten wurden.

Es war wie in den Klöstern: Mit solchen Ausgangsbedingungen musste die Institution zwangsläufig reich werden – und gierig, bigott und verkommen… hier ist an die Geschichte der Klosterreformen zu erinnern[4], die dem selben Zyklus unterlagen.

 

  1. Die Würde. „Mein Lohn ist, dass ich dienen darf“[5]. Es geht nicht um die Menschenwürde nach heutigem Verständnis. In der Demut liegt die Würde. Wer nicht demütig war, wurde gedemütigt. Heraus kamen in ihrer Seele gebrochene Menschen.

Es lohnt sich, unter diesem Aspekt zwei Bildertypen anzuschauen, die Darstellung vom „Gnadenstuhl“ und die der „Pietà“.

Bilder und Skulpturen, die Gnadenstuhl[6] genannt werden, zeigen einen Gottvater, der ohne erkennbare Rührung seinen von ihm geopferten Sohn präsentiert. Die Einheit von Vater und Sohn wird durch die Taube als Symbol des Heiligen Geistes zur Trinität komplettiert. All diese Darstellungen sind gemalte Theologie, fern von menschlichen Regungen.

Anders dagegen die Pietà[7]-Darstellungen. Die „Schmerzensmutter“ Maria hält ihren toten Sohn auf dem Schoß, das Gesicht voller Trauer[8]. Sie ist der Anti-Typ zur eiskalten Theologie.

 

Die ehemaligen Heimkinder waren in der Regel schlecht ausgebildetem Personal ausgesetzt, das betraf die Pädagogik wie die Theologie gleichermaßen. Wären sie wenigstens pädagogisch auf der Höhe der Zeit gewesen! In Theologie hätten sie wohl nur den eiskalten HERRN kennengelernt, der wie Abraham sich nicht scheute, seinen eigenen Sohn um „höherer“ Ziele willen zu opfern. Das Lob von Abrahams Gehorsam durchzieht auch das Neue Testament. Genau diese Theologie teilten auch die Gründungstäter. Menschenwürde als Grundrecht war ihnen unbekannt.

[1] http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/10/18/weitere-opfer-sollen-von-heimkinder-fonds-profitieren/#comments

[2] Ein paar „Mütter“ gab es auch.

[3] Photo(ausschnitt): „DBP 1972 710 Wilhelm Löhe“ von scanned by NobbiP – scanned by NobbiP. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:DBP_1972_710_Wilhelm_L%C3%B6he.jpg#mediaviewer/File:DBP_1972_710_Wilhelm_L%C3%B6he.jpg

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Cluniazensische_Reform

[5] http://www.elk-wue.de/glauben/gedenktage/gedenktage-2008/loehe-wilhelm/

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Gnadenstuhl https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/4422175636/in/set-72157648846029076

[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Piet%C3%A0

[8] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/7973014684/in/set-72157631505820064

Heimkinder in Den Haag

Posted in Geschichte, heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 20. Oktober 2014

»Die jungen Polizisten drückten ihr Erstaunen aus über die miserable Behandlung deutscher Überlebender.«[1]

 

Warum ist der Internationale Strafgerichtshof Den Haag wichtig für die ehemaligen Heimkinder?

Er ist die wohl letzte Möglichkeit, Recht zu bekommen – Gerechtigkeit geht ohnehin nicht bei diesen Schäden an Leib, Seele und Lebenschancen.

 

In Deutschland aber gibt es dafür nicht einmal Recht. Erklärtermaßen haben die ehemaligen Heimkinder keinen Rechtsanspruch auf irgendwelche Leistungen. Sie erhalten ein paar Hilfen (in Höhe von maximal 10.000,00 €) in ihren schwierigen Lebenslagen, soweit diese auf den Heimaufenthalt zurückgeführt werden können – und dies oft unter demütigenden, teilweise retraumatisierenden Umständen. Das gibt es aber ausschließlich für die Ehemaligen aus Erziehungsheimen. Wer in Säuglings- oder Behindertenheimen war oder gar in psychiatrischen Einrichtungen, erhält bisher nichts, in Zahlen: 0,00 €.

Die ehemaligen Heimkinder aus den Erziehungsheimen bekommen auch keine realistischen Ersatzzahlungen für nicht gezahlte Löhne und Sozialabgaben, sondern eine Pauschalzahlung für Rentenausfälle nach Arbeitsjahren bemessen, soweit sie damals älter als vierzehn Jahre waren. Darunter wäre es Kinderarbeit gewesen, doch die gab es nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf – gab’s aber doch.

All dies hat ein Interessenverbund von Kirchen und Staat in die Wege geleitet, den ich nur als kriminelle Vereinigung ansehen kann. Ob sie dabei die Feder geführt hat, weiß ich nicht. Doch Frau Vollmer war zumindest eine willige Helferin des Komplotts gegen die ehemaligen Heimkinder. Dafür wird sie mit Ehrungen überhäuft[2].

Jutta Dittfurt nennt Antje Vollmer »eine der intrigantesten Scheinheiligen, die ich kennengelernt habe«[3]

Ich habe dem nichts hinzuzufügen.

Doch den Wiki-Eintrag sollte man korrigieren können.

[1] http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/ehemalige-heimkinder-in-den-haag/

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Antje_Vollmer http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/09/25/grose-verdienste-als-moderatorin-des-runden-tisches-zur-heimerziehung-in-den-50er60er-jahren/

[3] http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/09/30/eine-der-intrigantesten-scheinheiligen-die-ich-kennengelernt-habe/

 

Himmel, hilf!

Posted in Kirche, Religion by dierkschaefer on 20. Oktober 2014

Glaubwürdig wird die Geschichte nur durch ihn selbst. Joseph ist ein Freund unserer Familie. Durch einen Schüleraustausch meiner Frau haben wir ihn kennengelernt. Wie bei nicht wenigen Lehrern in Frankreich hat sein Laïzismus eine massiv antiklerikale Grundlage. Das macht die Glaubwürdigkeit der Geschichte aus und es spricht für seine Toleranz, dass er sie mir, einem Pfarrer erzählt hat. Und für mich selber sollte ich hinzufügen, dass ich nicht an ein Wunder in dieser wunderhaften Geschichte glaube.

Joseph wohnt in einem kleinen Dorf in Lothringen. Dort gelten die für Frankreichs Innenpolitik fundamentalen Gesetze aus dem Jahr 1905 nicht. Elsass-Lothringen hatte sich bei seiner Wiederangliederung gegen die Übernahme der strikten Trennung von Staat und Kirche erfolgreich gewehrt. Kein Laïzismus! Und so ist das Dorf von Joseph weiterhin gut katholisch. Man hält die kirchlichen Feiertage ein und besucht den Gottesdienst.

Heute, am Pfingstsonntag sägt Joseph sein Holz, mit der Motorsäge. Die macht Krach. Das ist sein Beitrag zum Gründungsjubiläum der Kirche. Ohne Regung lässt er die Kirchgänger an sich vorüberziehen, auch wenn sie ihn missbilligend ansehen. Er hat sogar ein gutes Gewissen dabei. Ein Werk der Nächstenliebe sei es gewesen, sagt er, denn er sägte das Holz für seine verwitwete Schwester und war damit der bessere Christ,[1] doch das hat er nicht gesagt

Er sägt so lange, bis die Säge ihren Dienst versagt und nach vergeblichen Versuchen nicht wieder anspringt. Also stapelt er gerade sein Holz, als die Gottesdienstbesucher nach der Kirche wieder an seinem Grundstück vorbeigehen. Sie schauen ihn, wie er meint, merkwürdig an, mit einer gewissen Scheu.

Verwandte, die im Gottesdienst waren, steckten es ihm bei nächster Gelegenheit. Er hatte die Messe mit seinem Lärm wirklich sehr gestört, den ganzen Gottesdienst über. Kurz vor dem Segen erwähnte der Pfarrer das Sägen. Im Gebet flocht er die Bitte ein, und bewahre uns vor diesem infernalischem Lärm. Genau in diesem Moment verstummte die Säge.

[1] Doch da ich ihm den Namen Joseph gegeben habe, fällt mir der diensteifrige Heilige Joseph vom Bad Wildunger Altar ein. Der hat sich auch ums Brennholz gekümmert: https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/6273027637/in/set-72157627961292072

„Es gab furchtbare Dinge, für die wir uns nur entschuldigen können.“

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 15. Oktober 2014

„Es gab furchtbare Dinge, für die wir uns nur entschuldigen können[1]

Niemand hindert die Diakonie Himmelsthür daran, mehr zu tun, als sich zu entschuldigen. Nur zu!

[1] http://www.epd.de/zentralredaktion/epd-zentralredaktion/diakonie-himmelsth%C3%BCr-arbeitet-erstmals-geschichte-auf

Und wo die Frommen dann sollen hinkommen …

Posted in Justiz, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 1. Oktober 2014

… bevor sie in Frieden von hinnen geschieden von dieser Erde vergänglichen Schoß?

(http://www.liederdatenbank.de/song/152 , 2. Strophe)

 

Na wohin wohl? Vor’s Oberlandesgericht Stuttgart. [1]

[1] http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-die-bruedergemeinde-ein-fall-fuer-die-hoehere-instanz.9ae4d989-42c7-4b0c-9400-c7b3e4f5e27d.html Mittwoch, 1. Oktober 2014

Missbrauchsbeauftragter Ackermann hat die relevante Information verschwiegen

Posted in Kirche by dierkschaefer on 26. September 2014

»Das Bistum des Missbrauchsbeauftragten Ackermann hat somit in seiner Pressemitteilung die relevante Information verschwiegen, dass das Verfahren nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern wegen geringer Schuld – und gegen eine Zahlung von 6.000 Euro – eingestellt wurde. Zudem wurde durch die Formulierung “„kein strafrechtlich relevantes Vergehen im Sinne der ‘Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz’ … nachgewiesen” noch zusätzlich suggeriert, dass der Pfarrer sich gar kein strafrechtlich relevantes Verfahren zuschulden habe kommen lassen. Der “Nachweis” erübrigte sich deshalb, weil das Verfahren gegen Zahlung von 6.000 Euro eingestellt wurde. Und für die Leitlinien der Bischofskonferenz ist offenbar nur relevant, ob es tatsächlich zu sexuellen Handlungen kam – was nicht der Fall war«.

https://skydaddy.wordpress.com/2014/07/30/missbrauch-kirche-tauscht-weiter-die-offentlichkeit/

Ein Sendbrief an die Kirchengemeinden und ihre Pfarrer beiderlei Geschlechts

Posted in Kinderrechte, Kirche by dierkschaefer on 25. September 2014

Der Brief stammt von Uve Werner. Er ist hier im Originalwortlaut wiedergegeben.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Pfarrgenmeinderat,
sehr geehrtes Presbyterium,

am 8.September 2014, schrieb der Kath. Gemeindeleiter, Markus Widmer, von der schweizerischen kath. Pfarrei Gossau (Kanton Zürich), einem ehemaligen Heim-u.Verdingkind, siehe Link anbei.
Diesen Brief möchte ich zum Anlass nehmen, dass auch in Deutschland, katholische und evangelische Gemeinden und Pfarreien, dazu beitragen können, die Mauer, zwischen den Bistümern und Landeskirchen und den Ehemaligen Heimkindern, einzureissen!
Mauern stehen auch für Hürden, welche viele tausende ehemalige Heimkinder überwinden müssen, um z.B. aus dem Hilfsfond 10.000 Euro, für das damals erlittene Leid hinter Heimmauern, zu erhalten.
Schon das Antragsprocedere, sollte schnell und unbürokratisch von statten gehen, stattdessen aber wurden für viele ehemalige Heimkinder, neue unüberwindbare Mauern und Hürden errichtet.
Was Sie über den “Heimfond für ehemalige Heimkinder” wissen, ist Ihnen von der Kirchenleitung mitgeteilt worden, oder Sie haben davon aus den Medien erfahren.
Aus vielen persönlichen Gesprächen aber weiss ich, dass oftmals die lokale Geistlichkeit, von dem Antragsverfahren herzlich wenig wissen.
Wahre und echte Betroffenheit herzustellen, ist und war immer das Anliegen vieler Heimkinder-Vereine-Beiräte, aber auch vieler einzelner Heimkinder!
In kaum einer Kirche vor Ort, ist das Schicksal tausender ehemaliger Heimkinder thematisiert worden, weder in Predigten, noch in örtlichen Pfarrgemeinderatssitzungen.
Grosse Gesten vom Papst, Bischöfen, oder vom EKD-Ratsvorsitzenden, waren zwar medienwirksam, aber lösten in den seltensten Fällen, wahre Betroffenheit bei den Gläubigen aus.
Ich schreibe Ihnen dies nicht, um Ihnen Vorhaltungen zu machen, sondern um wahre Betroffenheit herzustellen, da viele ehemalige Heimkinder in Ihrer Gemeinde leben. Diese hadern noch immer mit ihrem Schicksal, können mit niemandem darüber reden, oder leben ein Leben am Existenzminimum.
Meistens sind es ehemalige Heimkinder, welche des Lesen und Schreiben nicht mächtig sind, oder immer noch unter den gesundheitlichen Spätfolgen leiden (Zwangsmedikamentierung, Zwangssterilisierung…).

Von Flensburg bis München, von Aachen bis Berlin, Leibzig und Dresden, gab es in jeder Kirchengemeinde Heime, in denen, so will ich es mal ausdrücken, grosses Leid den Heimkinder zugefügt wurden und selbst geltendes Recht gebrochen wurde. Vom Verbrechen an die Menschlichkeit , oder gar gegen göttliche Gebote, dürfte mittlerweile unbestritten sein.

Ich möchte Sie dazu aufrufen, widmen Sie sich intensiv unserem Schicksal, unterstützen Sie vor Ort jegliche Aktion und Initiative, welche zu einer besseren Verständigung und Aufklärung beitragen kann.
Der Brief des schweizerischen Gemeindeleiters zeigt, wie durch kleine Gesten in einer kleinen Gemeinde, wir ehemaligen Heimkinder uns noch mehr solcher Zeichen wünschen.
Mögen Sie und mein Brief dazu beitragen, dass sich noch mehr Kirchengemeinden, sich dem Brief der schweizerischen Gemeinde anschliesen und zu Herzen gehen lassen.

Mit freundlichen Grüssen
Uwe Werner
Immelmannstr. 163
41069 Mönchengladbach
01522/3627521

https://www.facebook.com/wiedergutmachungsinitiative/photos/a.800694899959588.1073741828.773940375968374/901455803216830/?type=1

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/heimkind-gedemuetigt-und-missbraucht-aid-1.4522742

Weit weit reicht der Arm des Papstes?

Posted in Justiz, Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 24. September 2014

Die Meldung ist gut:

»Der Vatikan hat einen wegen Kindesmissbrauchs angeklagten Ex-Erzbischof festnehmen lassen. Es habe Fluchtgefahr bestanden, weshalb Papst Franziskus persönlich anordnete, den ehemaligen Erzbischof Jozef Wesolowski festzunehmen, sagte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten«[1].

 

Doch wie steht es mit der exekutiven Kompetenz des Papstes? Ich habe nach dem Wohnort des Bischofs gefragt. Antwort: „Wohnung Dominikanische Republik -> Wohnung Vatikanstaat -> Zelle Vatikan-Polizei“.

 

Dann ist’s ja gut so.

[1] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-09/erzbischof-angeklagt-kindesmissbrauch

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